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der Rubrik "Zuhause gefunden"
Seite 6


Viele tierliebe Touristen widmen sich während  ihres  Urlaubs auf
Teneriffa  armen,  herrenlosen  Vierbeinern,   die   dann   jedoch
meistens, wenn der Urlaub zu Ende geht, zurückgelassen werden
müssen ... nicht so bei Boris u. Melanie, die ihren Urlaub in einem
Hotel in S. José de Los Llanos  verbrachten  und  sich  dabei  um
das leibliche Wohl zweier Vierbeiner in  ihrer  Anlage  kümmerten,
Moni und einen  kleinen  schwarzen  Vierbeiner.  Auch  ihr Urlaub
ging dem Ende entgegen, aber sie  brachten  es  nicht  über das
Herz, die  zwei  einfach  ihrem  Schicksal  zu  überlassen,  insbe-
sondere Moni war doch noch so jung ... so  telefonierten sie sich
die Finger wund und gerieten an eine liebe Tierfreundin im Süden,
die den beiden wiederum die Telefonnummer eines Italieners gab,
der sich im Süden um herrenlose Hunde  kümmerte. Moni  und ihr kleiner Freund wurden von ihm in seinem Tierheim aufgenommen,
aber  ob  sie  hier  jemals  rauskommen  und  eine  Familie finden
würden?? Melanie war sich da nicht so sicher und  wieder rief sie
die Tierfreundin an, die sie an den Italiener verwiesen hatten, ob
es denn nicht noch andere  Organisationen  gäbe, an die sie sich
wenden könne und dabei fiel unser  Name.  So  bekamen wir  von
der Tierfreundin im Süden ein  Foto  von Moni mit der Riesenbitte,
doch für diesen Hund eine Familie zu finden und Moni wurde auch
in unsere Vermittlung aufgenommen ... 

Zur gleichen Zeit trauern in der BRD  Petra  u.  Carsten,  die  sich´
aktiv  im  ausländischen  Tierschutz  engagieren  um  ihre   Hündin
Daisy, die  sie  von  einem  schweren  Krebsleiden  erlösen  lassen
mussten. Mit  ihnen  trauerten  auch  Tiffy  und  Luciano, die vier-
beinigen Freunde  von  Daisy  um  ihre  Hundefreundin. Moni  hatte
ein bisschen  Ähnlichkeit mit Daisy  und  als  Petra  uns  fragte, ob
wir nicht  einen armen Vierbeiner für sie hätten, dachten alle gleich
an Moni und es dauerte nicht lange, da stand  fest,  dass  Moni  in
Kaarst ein Zuhause finden  würde.  Nach 1 ½ Monaten im Tierheim
im Süden unserer  Insel  gings  dann zusammen  mit  Faisan, Boxi 2
und Nieve auf die große Reise ...

Voller vorfreudiger Erwartung zog sich  die  Woche  bis  zu  Monis
Ankunft wie Kaugummi, doch dann ist es  endlich soweit. Die vier
unmittelbar nach der Landung und  Petra  u.  Carsten  sehen zum
ersten  Mal  ihr  neues  Familienmitglied,  das  umgetauft wird auf
Cheyenne ...

Auf dem Weg ins neue Heim wird Moni  von  Boxi2  begleitet, denn
der kleine Kerl kommt zu  Petra und  Carsten  in  Pflege,  bis  Boxis
neue Familie aus dem Urlaub zurück ist  und  so  geht´s im  Hause
Schubert dann mit 4 Hunden erst mal hoch her ....
Cheyenne, rechts mit Luciano aus Lanzarote, der dort 7 (!!) Jahre
seines Lebens im Tierheim verbrachte,  bis  Petra  die  traurigsten
Hundeaugen der Welt im Internet sah ...

Boxi 2 fällt die Eingewöhnung  in  Deutschland  gar  nicht  schwer,
sind doch alle so lieb zu dem kleinen Kerlchen ... 

Bei Petra und Carsten und den 3 Vierbeinern wird alles geteilt und
auch klein Boxi wird behandelt, wie ein ganz  eigenes Familienmit-
glied und dazu gehört  natürlich  auch,  dass  Pflegefrauchen uns
abends vorm Schlafengehen noch liebevoll zudeckt  und  uns  ein
Küsschen gibt...

und bereits wenige Tage später bezog Boxi 2  dann  sein  eigenes
Heim bei seiner neuen Familie, wo er von  nun  an  EDDIE  gerufen
wird und die Couch für sich ganz alleine hat...
und schon  steht  der  nächste  Pflegekandidat  vor  der Tür – der
kleine einäugige Faisan, der leider nicht  bei  seiner  Familie bleiben
konnte, da er sich mit den Katzen absolut unverträglich zeigte und
nun übergangsweise bei Petra u. Carsten  auf ein  geeignetes Heim
ohne Katzen  warten  musste,  das  dann  von  Petra  selbst  auch
innerhalb von 2 Wochen gefunden wurde  und  bei  jedem Abschied
schnürt es den beiden immer wieder die Brust  zu,  denn  man  ge-
wöhnt sich doch schneller als einem lieb  ist an  die  verschmusten
Spanier ...

und wir wären ohne solche Tierfreunde wie Petra u. Carsten total
aufgeschmissen und können einfach  immer  wieder  nur  „DANKE“
sagen für ganz  viel  Fürsorge,  geopferte  Freizeit, hunderte ge-
fahrene km etc. etc. zu Gunsten Not  leidender  Vierbeiner und in
diesem Fall vor allem für ein Heim für immer für unsere CHEYENNE!

Der kleine einäugige  Faisan,  der  viele von uns zu  Tränen  rührte.
Auf Teneriffa  bei  der  Vielzahl  der  Hunde  niemals  so  recht  der
Mittelpunkt, dazu ein Handicap. Wochen  stand  der  kleine  Faisan
im WDR bei Tiere suchen ein Zuhause, doch  niemand  rief  für  ihn
an ... Irgendwann meldete sich  dann  doch  eine  Familie  und  wir
alle waren sicher, dass hier alles zusammenpasst ...  Faisan  würde
Zweithund werden und auch mit den  Katzen  würde  es  sicherlich
keinerlei Probleme  geben.  Weit  gefehlt ...  Faisans  neue  Familie
war verzweifelt  –  auf  der  einen  Seite  liebten  sie  ihren  neuen
Hausbewohner bereits wie verrückt, das Fatale  daran  nur,  er  sie
auch und da war einfach kein Platz mehr für jemand anderen außer
für ihn. Das erste Mal in seinem Leben wurde er  geliebt  und  diese
Liebe sollte er nochmals teilen?  Niemals!  Faisan  entwickelte  der-
artige  Verlustängste,  die  er  den  anderen  Tieren   in  Form  von
massiver Aggressivität entgegenbrachte,  dass  es  nur  noch  eine
Alternative gab: Faisan  musste  noch  einmal  umquartiert  werden
zum  Leidwesen  seiner  Familie,  die  noch  heute  Tränen   um  ihn
vergießt. Wieder begann die Suche nach  einer  geeigneten  Familie
und wie so oft im Leben nahm der  Zufall  Faisans  Schicksal  in  die
Hand. Er kam zu Petra u. Carsten in Pflege,  Petra  wiederum  hatte
einen Kollegen mit Frau und Kind ohne weitere Tiere,  die  eigentlich
schon immer einen Hund haben wollten und so  beschnüffelten  sich
die 3 und der kleine Faisan erst mal bei  Petra  und  Carsten,  bevor
er endgültig umgesiedelt wurde. Mit Hilfe  von  einigen  Kauknochen
wurde auch klein Faisan der Abschied  nicht  ganz  so  schwer  ge-
macht und inzwischen hat er  sich  prima  eingelebt  und  alle  sind
sehr  glücklich  miteinander  und  Faisan  kann   nun  die  uneinge-
schränkte Aufmerksamkeit seiner Menschen genießen,  ohne  diese
nochmals teilen zu müssen.

Im Gegensatz zum kleinen Faisan  stand  für  CHRISSIE das Telefon
vor lauter Interessenten nicht mehr still und so manche Familie war
traurig und enttäuscht, als sie  eine  Absage  erhielt,  da  der  „Zu-
schlag“ bereits an Familie Steinfach gegangen  war.  Aus  CHRISSIE
wurde  nach  vielen  Diskussionen  dann  Kim,   obwohl   die   kleine
meistens nur KIMI gerufen wird ... und das weiß KIMI  so  über  ihre
neuen Besitzer zu berichten:

Als wir in meinem neuen zu Hause angekommen sind, habe meiner
neuen Familie zuerst einmal einen dicken Haufen  in  die  Wohnung
gelegt. Als sie diesen "Schaden" beseitigt hatten, wollte  ich deren
Belastbarkeit direkt noch einmal  auf  die  Probe  stellen  und habe
noch ein kleines Geschäft in der Wohnung  erledigt. Sie haben aber
gar  nicht  geschimpft,  sondern  gelacht.  Schon   komisch  diese
neuen Menschen, aber ich kriege sie schon noch! 

Die erste Nacht war schon noch schlimm für  mich,  da  ich  noch
gar keinen gewohnten Platz hatte und die Menschen  dort  ja auch
noch nicht kannte. In mir war  eine  Mischung  aus  Angst, Freude
und Trauer.  Deshalb habe  ich  wohl  auch  Durchfall  bekommen
und den dann auch in  der ganzen  Wohnung  verteilt.  Aber  auch
damit konnte ich sie nicht aus der  Ruhe  bringen.  Statt  mit  mir
zu schimpfen haben sie mich gleich nach  draußen  gebracht  und
auch noch lieb  gestreichelt.  Also  jetzt  weiß  ich  aber  langsam
auch nicht mehr, was hier eigentlich los ist. Jedes  Mal, wenn  ich
mich in der neuen Wohnung hinsetzen  will,  um  ein  Geschäft  zu
erledigen, nimmt mich einer  von  dieser  komischen  Familie  auf
den Arm und bringt mich  nach  draußen.  Ich  will  ja  echt  nicht
beschweren, aber das ist echt  anstrengend.  Was  soll  ich  denn
immer da draußen, wo es doch in der  Wohnung  viel  wärmer  ist
und auch nicht regnet?!  Festellen  möchte  ich  aber  schon  mal
eines: Die Couch, zumindest aber ein Teil von  Ihr,  gehört  schon
einmal mir. Das hatte ich schon am ersten Tag  beschlossen  und
auch konsequent umgesetzt. Hier bekommt man mich nicht mehr
weg, trotz des neuen schönen Körbchens, das mir zur  Verfügung
gestellt wurde. Da  soll  doch  reingehen,  wer  will.  Die Couch ist
doch viel weicher. So blöd ist  auch  ein  kleiner  Hund  nicht. Nun
haben  sie  aufgegeben  und  die   Ledercouch   mit   Laken   und
Handtüchern abgedeckt, zumal  hier  vor  mir  doch  auch  schon
ein Hund gelegen haben muss. So etwas rieche ich doch sofort. 

Ansonsten kann ich mich erst einmal nicht beschweren. Ich werde
ziemlich verwöhnt mit allerlei  Welpen-Leckerchen. Sogar Spielzeug
hat meine neue Familie extra und nur für mich gekauft. Da kommt
mir nun auch kein anderer mehr  dran. Mein ist nun  mal mein. Alle
sind echt lieb zu  mir  und  ständig  muss ich mir anhören: Ach, ist
die aber süß, nein, wie niedlich und ähnliche  Dinge.  Manchmal  ist
das schon lästig, aber ich mache  erst  einmal  mit,  denn  oft  be-
komme ich schon für einen freundlichen  Blick  oder  ein  Schwanz- wedeln ein Leckerchen. Das die auf so alte  Tricks  noch  reinfallen,
verstehe ich zwar nicht, aber was soll`s. 

Halt stop, eine  Beschwerde muss  ich  doch  noch  vorbringen: Ich
habe hier ein neues Wort kennen gelernt, das  ich  fast  ständig  zu
hören bekomme: Nein!!!!! Immer wenn ich etwas möchte,  das mir
furchtbar Spaß macht, höre ich: Nein. Erst gerade wieder  habe ich
etwas  von  dem  Nudelauflauf  genascht,  der   genau   in   meiner
Kopfhöhe auf dem Tisch stand.  Was  soll  ich  Euch  sagen:  Schon
wieder kam dieses Nein. Ich darf hier nichts  anknabbern,  nicht  in
die Wohnung machen,  nichts  vom  Tisch  essen,  keine  Mülleimer
aufmachen, keine Treppen laufen,  eigentlich  darf  ich  gar  nichts.
Das finde ich nicht so toll, aber sie lassen sich  selbst  von  meinem
allerliebsten  Blick  nicht  erwichen.  Nur  eines  will   ich   nochmals
klarstellen: Die Couch gehört mir. 

So, ich lege Euch jetzt noch ein paar Bilder von  mir  bei, damit Ihr
auch seht, dass es mir wirklich gut geht, obwohl........, dieses Nein,
also das stört mich dann doch etwas, aber ich will nicht klagen. 

In absehbarer Zeit melde ich mich wieder,  um Euch neues von mir
und meiner Familie  zu  berichten.  Eine  allerletzte  Neuigkeit  aber
noch zum Schluss: Mein Herrchen hat sich jetzt  zwei  Wochen  frei
genommen, um mich "Stubenrein" zu bekommen,  was  immer  das
auch heißen mag. Meine Frauchen  (gr0ß und klein) haben  schon in
dieser Woche damit angefangen. Ob  das  wohl  etwas  mit  diesem
ständigen raus müssen zu tun hat? Also das möchte ich  schon mal
sofort festhalten: Das finde ich sowieso nicht  gut.  Immer  soll  ich
dann laufen, aber nicht mit mir. Wenn ich  nicht  mehr  will,  setzte
ich mich einfach hin und dann sollen die mal sehen, wie  sie  mit mir
klar kommen. Ich habe das Gefühl, als  wenn  ich  mit  denen  noch
viel Spaß haben werde. 
Eure Kim(i)  ehm. Chrissi


Georgys Hundeleben begann in einer Sickergrube in Caletillas, wo er
zusammen mit 6 Geschwistern von spanischen Kindern als Spielzeug
missbraucht  wurde.  Hatten  sie  ihre  Pflicht   getan,   wurde  eine
Matratze über  die  Grube  geschoben,  damit  sie  nicht  weglaufen
konnten...  dass   kleine   Hundekinder  auch  Futter   und   Wasser
brauchen interessierte weder die  Kinder  noch  deren  Eltern  –  ein
Hund ist eben nur ein Hund.  Eine Tierfreundin aus  Berlin  entdeckte
die arme kleine Hundemannschaft einen Tag vor ihrem Rückflug nach
Berlin und ließ von Zuhause aus die  Telefondrähte  heiß  glühen, um
den Kleinen irgendwie das Leben zu retten. Wir versprachen, uns auf
die Suche zu begeben und nach vielen Stunden  der  Kraxelei  in den
Barrancos von Las Caletillas  waren  wir dann  auch  erfolgreich  und
wurden fündig. Begleitet von viel Ärger  mit  den  Eltern  der  Kinder,
denen wir ihr Spielzeug entrissen,  machten wir  uns  damals  an  die
Rettung der kleinen Racker, von  denen zwei zwischenzeitlich bereits
verstorben  waren ...  Alle  waren  nach  einigen  Wochen  des  Auf-
päppels vermittelt,  nur  Georgy  hatte  noch  kein  passendes  Heim
gefunden und so  beschlossen Rita und ihr Mann  Henry  damals  den
letzten ihrer Findelkinder selbst zu  sich  zu  nehmen  und  so  wurde
GEORGY ein waschechter  Berliner,  der  heute  lieber  die  Welt  von
oben  betrachtet...  GEORGY  und   Herrchen   Henry   sind   nämlich
leidenschaftliche Bergsteiger und nun schon seit  einigen  Jahren  ein
unzertrennliches Gespann ....



Santos Geschichte  beginnt natürlich bei uns auf Teneriffa, wo wir
ihn im „zarten“ Alter von  ca. 6 Monaten  in den Bergen fanden, er
jedoch schon etliche Kilos  auf die Waage brachte und eher einem
kleinen Kalb als einem Welpen  glich.  Eine  Familie  für Santos? ... 
ein schwerer Fall lag vor uns, dachten wir ... doch es kam anders.
Brigitte fand gleich mehrere Interessenten für unser liebes Riesen-
baby und  den „Zuschlag“ bekam  letztendlich  Familie  Ahrenz aus
Oldenburg.  Als  leidenschaftliche   Fallschirmspringer  viel  an  der
frischen Luft  sollte Santos Gelegenheit haben, die beiden auf den
Flugplatz zu  begleiten und auch ein Heim  mit  großem  Haus  und
Garten war genau  das,  was  wir  für  unser  „Kälbchen“  gesucht
hatten, denn  er  würde noch größer werden, das war klar und da
kam nur eine Familie mit viel Platz in  Frage  und  so  begann dann
sowohl für Santos als auch  für  Familie  Ahrenz  eine lange Reise,
bis man sich das erste Mal in die Arme  schloss ...  Viele  Stunden
vergingen, bis Santos 3.600 km per Flugzeug  und  Familie Ahrenz
ca. 700 km aus dem nordischen Oldenburg  im  Auto  mit dem Ziel
Flughafen Düsseldorf zurückgelegt  hatten – und  dann  stand der 
„Liebe auf den ersten Blick“, die auch von  einigen  Freudentränen
begleitet wurde nichts mehr im Wege ... 

Santos Minuten, nachdem 
wir ihn fanden ... 

die Freude ließ auf beiden 
Seiten die lange Reise schnell
in Vergessenheit geraten –
Santos endlich gelandet ...

Familie Ahrenz aus Oldenburg nun komplett ...


Enzos Weg ins  Hundeglück  beginnt im Parque Nacional del Teide,
wo er völlig entkräftet  aufgelesen wurde. Als hübscher Kerl hatte
es Enzo nicht so schwer,  das  Herz  seiner zukünftigen Menschen
zu erwärmen und so fand er bei Thomas und Ramona ein Zuhause,
die auch bereits Wochen vorher unserer Bocca ein Dach über dem
Kopf gegeben hatten und so  fanden  sie  wieder  zusammen,  die
zwei, die schon auf Teneriffa immer am liebsten zusammen waren:
Enzo und Bocca …



ist Boccas Schwester  und  wohnt  gar  nicht  so  weit von Bocca
entfernt,  nämlich  bei  Anke Richter  und  ihrem  Lebensgefährten
Frank und die waren auch schon einige Male zu Besuch …

Richter heißt auch die neue Familie von Paula,  die  früher auf den
Namen Ismi hörte. Paula blieb sozusagen in der Pro-Animal-Familie,
denn  sie  fand  ein  Zuhause  bei  Tanjas  Tante/Onkel  in  Hagen
Westf., die sich Monate nach dem Tod ihrer  geliebten Katze dazu
entschlossen, einem armen  Tier  ein  Zuhause  geben  zu  wollen,
stellten sie doch fest, dass ein Leben ohne Tiere nicht das Wahre
ist ... Da die beiden schon in Rente sind, ist Paula 24 Std. am Tag
mit von  der  Partie,  im  Sommer geht´s  den  ganzen Tag in den
großen Garten und im  Winter  sind  Richters  froh,  endlich  einen
Grund zu haben, der sie auch  bei  schlechtem Wetter vor die Tür
gehen lässt ...

und  bei  dieser  Vermittlung  gab´s  dann  am   Flughafen  gleich
doppelte Tränen, denn als Flugpatin fungierte Tanjas  Mutter aus
Teneriffa, die nach  einigen  Jahren  „BRD-Abstinenz“  dann auch
ihre Schwester wieder einmal in die  Arme  schließen  konnte, der
wir natürlich vorher nichts gesagt  hatten  und so war die Freude
buchstäblich riesengroß...



nachdem wir uns Anfang des Jahres gemeinsam mit  seiner  neuen
Familie große Sorgen  um  ihn  –  damals  hießt  er  noch  Pointi -
gemacht   haben,   weil   er   sehr   krank   geworden   war   (wir
berichteten), ist nun Gott  sei  Dank  die  sorgenfreie  Zeit  ange-
brochen ... Jemmy ist riesig gewachsen und  ist  einfach  nur  ein
süßer Kerl geworden bzw. geblieben ... das macht  wohl  die gute
Pflege von Familie Löttgen, bei der wir uns bei  dieser Gelegenheit
für  die  vielen  tollen  Pakete  bedanken  möchten,  die für all die
anderen „Jemmys“ bestimmt  sind,  die  noch  kein  Zuhause  ge-
funden haben.



wurde eingedeutscht  und  heißt  heute  Johann  und  wohnt  bei
Beate Siewert in Wethau. Johann ist nun  stetiger  Begleiter  von
Beate und darf sogar mit ins Büro,  wobei  er  ständig größer wird
und der Platz unter  Frauchens  Schreibtisch  nun  langsam  nicht
mehr ganz so ideal ist, da man öfters mal mit dem Kopf aneckt ...
aber da Johann ein schlauer Hund ist,  wie  Frauchen  Beate  uns
schreibt, so wird er sicher kurzfristig seine Taktik ändern und erst
unter dem Tisch hervorkriechen und sich dann  aufrichten.  Wenn
Johann von irgend etwas beeindruckt ist, setzt er sich immer erst
einmal hin und Frauchen hat dann das Gefühl, als ob Johann dann
darüber nachdenkt, was er von der  Situation  halten  soll ...  an-
sonsten ist Johann eine Seele von Hund und „hilft“ gerne,  wo  er
kann – z. B. beim Aufwickeln der Bandagen  für  die  Pferde-Beine,
das klappt am besten, wenn er das Ende festhält  (und dies meist
schön straff!) und Beate die Bandagen aufrollt ...
Liebe Grüße nach Wethau von uns aus Teneriffa und danke für die
schönen  Bilder –  ach  und  bevor  wir´s  vergessen:  Johann  ist
übrigens der Bruder von Carlos  (seine  Bilder  findet  Ihr  auch  in
dieser Rubrik).



Nero bezog Anfang Juli  sein  neues  Heim bei Familie Schievelkamp
und hat sich prima eingelebt und gleich  in  drei (!)  Hündinnen aus
der  Nachbarschaft  verliebt,  die  jedoch  nícht  allzu viel von ihm
wissen wollen. Da er noch ein junger  Quirl  ist, wird er noch jeden
Morgen zur Oma gebracht, um nicht alleine sein zu  müssen, wenn
buchstäblich seine Leberwurstbrote verdient  werden. Nero ist ein
kleiner Sturkopf und setzt in der Regel immer seinen  Willen  durch,
so wird  grundsätzlich  sein  persönliches  Hundebett  verschmäht,
schläft es sich doch in Tochter  Sandras  Bett  auf dem Kopfkissen
viel besser – Pech nur, dass auch Sandra  gerne  auf  ihrem Kissen
liegen würde und so gibt es allabendlich und nachts  einen  kleinen
Kissenkampf  zwischen  den  beiden.  Sein  Lieblingsspielzeug  sind
übrigens die Schuhe der Familie, die  nun  immer  in  Sicherheit ge-
bracht werden müssen, denn obwohl er extra  einen  ausrangierten
Turnschuh bekommen hat, gefallen ihm die „richtigen“ Schuhe doch
viel besser ....



Diese  Augen  waren  es,  die  sich  Pepes  neues  Frauchen  ins
Gedächtnis gebrannt hatten  und  den  kleinen  Kerl  nicht  mehr
vergessen  ließen.   Von  Beruf  Tiertherapeutin  hatte  sie  sich
insbesondere  der  Therapie  besonders  ängstlicher   Tiere  ver-
schrieben  und  da  war  Pepe  ja  genau der richtige „Kandidat“. 
Ständig verschanzte er sich  irgendwo  im  hintersten Winkel und
ließ keinen an sich heran – das  würde  sicher  ein  hartes  Stück
Arbeit werden, aber wir alle haben uns  getäuscht. Nach Wochen
der Zurückhaltung bei uns, taute Pepe innerhalb von nur wenigen
Tagen in seinem neuen  Heim  dermaßen  auf,  dass  wir,  als  wir
diese Fotos erhielten, dachte das muss  ein  anderer  Hund  sein.
Aus dieser Vermittlung wird wieder einmal ganz deutlich, wie sehr
all unsere geretteten  Vierbeiner  „ihre“  ganz  persönliche Familie
brauchen, in der sie Mittelpunkt sind  und  endlich  kennen lernen
dürfen, was es heißt  Liebe  und  Zuneigung,  und  zwar ganz für
sich alleine, zu erfahren ... Pepe und  seine  neue  Familie  haben
sich gefunden und sind  sehr  glücklich  mit  einander  und  wenn
Hunde vielleicht doch miteinander sprechen  können,  wird  er  an
Frauchens  Seite  vielleicht   einmal   ein   guter   Therapeut  für
seinesgleichen ...
 
Pepe als „neuer Hund“ mit Frauchen zu Besuch bei seiner „Vermittlerin“ Brigitte (hier mit Enzo)

Mach´s gut „kleiner“ Mann ...




Vor Monaten kämpfte  Wassi  auf  Teneriffa  in  der  Tierklinik  am
Tropf um´s Überleben (ihre Geschichte findet ihr in unserer Rubrik
„Berichte“ – heute hat sie eine Familie und  bei  Familie  Platte  im
schönen  Sauerland   haben  sie  buchstäblich  alle  „zum  fressen
gern“ ...
Vergessen hat sie die Zeit, als sie auf  dem  Teide i n  sengender
Sonne auf der Suche nach  Futter  und  Wasser  die Pass-Straße
entlang wanderte ...  aber  ein  bisschen  Teneriffa ist doch  ge-
blieben – als waschechter Podenco lässt  man  sich  auch  in der
BRD nicht vom Kaninchen-Jagen abhalten ...
 

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