Ortszeit 4.00 Uhr Düsseldorfer Flughafen. Ein Mega-Gepäckwagen und eine Frau mittleren Alters bewegen sich in schlafwandlerischen Schlangenlinien gen LTU Schalter. Mit 50 kg Übergepäck bestehend aus Flugboxen, Wurmkuren, Ungeziefertod, Halsbändern, Babydecken, Medikamenten und anderen kuriosen Utensilien, freue ich mich wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal in den Märchenwald darf. 

Mein Zustand ist so eine Mischung aus Wachen, Schlafen und Wahnsinn. Ja Schlafen, das konnte ich natürlich nicht, und so habe ich dank Unmengen Espresso und viel zu vielen Zigaretten die kurze Nacht überstanden. Was um diese Uhrzeit hier schon los ist – aber es ist ja auch noch Ferienzeit. Mitleid habe ich natürlich auch mit der armen Irmi, die mir noch extra leere Boxen anschleppt und sicher auch lieber noch geschlummert hätte. 

Irgendwann bin ich dann in der Luft und kann für 2 Stunden auch in einen komatösen Zustand fallen. Als ich wieder zu mir komme, kreist der Flieger schon über dem kanarischen Eiland, das ich vorher noch nie gesehen habe: TENERIFE. 

Ihr majestätischer Wächter TEIDE, der höchste Berg Spaniens, hat sich wohl extra in besonders gutes Licht für mich gesetzt. Leider kann ich nicht zu lange aus dem Fenster gucken, da mir sonst schlecht wird. Bis jetzt lief alles wie geschmiert, nur bei der Gepäckausgabe bin ich natürlich wieder bei den Letzten. 

Und dann steht da auch schon Elke und wartet auf mich – was für eine Freude!!! Ruckzuck ist alles im Wagen verstaut und jetzt bin ich so was von gespannt auf die Hunde, die Elke gerettet und bei sich aufgenommen hat. Nach kurzer Fahrt ist es dann soweit. Kaum schließt Elke das Tor auf, rasen sie schon auf uns zu, und jeder will der Erste sein. Es dauert eine Zeit, bis wir alle das Rudel begrüßt haben. Und da sind sie, die ich bis dato nur per Foto kenne: Tigre und Tigra, Drogi und Droga, Toby, Esca, Moony, Mandy, Tere, Panda, Mundo, Marina, Juan, Jugo, Juana und und und.... So schnell kann ich gar nicht alle streicheln und Leckerchen verteilen. Was sind sie alle lieb!

Besonders freue ich mich, meinen Patenhund Aguas zu knuddeln. Er ist ein toller dicker Teddy und sooo süüüss! 



 

 

 

Aber ich bin ja nicht zum Faulenzen hier – und schon geht es ab ins Auto. Erst mal zwei Wildfänge zum Tierarzt bringen, die in Kürze nach Deutschland reisen werden. Ich nenne sie insgeheim die Geschwister Fürchterlich – einer ist schlimmer als der andere... aber man kann ihnen nicht böse sein, so lustig und liebenswürdig sind die kleinen Rüpelchen. 

Danach geht es in die Berge, denn die vielen ausgesetzten Kreaturen sind auf Wasser und Futter angewiesen. Meine Müdigkeit ist verflogen und ich bin hellwach. Wir fahren immer höher und höher. Von Zeit zu Zeit halten wir an, füllen Futterstellen auf und halten Ausschau nach den Ärmsten der Armen.... Es ist mir ein Rätsel, wie Elke hier die Orientierung behalten kann. In meinem Kopf ist völliges Chaos. Die unglaubliche abwechslungsreiche Landschaft dieser wunderbaren Insel, und das  immer gegenwärtige Tierelend an jeder Ecke, wie eine verheißungsvolle Verpackung mit verdorbenem Inhalt. 

Während der Fahrt erzählt mir Elke viele interessante Dinge, vor allem was die gegenwärtige Situation der Hunde auf der Insel angeht. Vieles hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, was aber nichts an der immer noch teils katastrophalen Situation vor allem der Jagdhunde ändert. 

Dass aktuell noch Jagdsaison ist, bleibt mir nicht verborgen. Jetzt um die Nachmittagszeit kommt uns ein Pickup nach dem anderen aus dem Gebirge entgegen. Abenteuerlich gekleidete Männer hinter dem Steuer mit angespannten Minen und kleinen Holzkisten auf den Ladeflächen. Es lässt sich meist nur ahnen, wie viele Podencos dort eingepfercht sind. Unwillkürlich frage ich mich auch, wie viele heute wieder oben in den Bergen absichtlich zurückgelassen wurden. Das sind dann diese armen, nur noch aus Haut und Knochen bestehenden Geschöpfe, die niemand vermisst, und die, wenn sie Glück haben, auf einen von Elkes Futterplätzen stoßen. 

Am Nachmittag nehmen wir noch Lucy in den Bergen auf. Sie wird von einem Restaurantbesitzer  versorgt. Allerdings hat sie gesundheitliche Probleme und muss in Behandlung. Lucy ist zur Matrone gefüttert worden. Wir haben echte Schwierigkeiten, Lucy von dem unabänderlichen Kliniktransport zu überzeugen. Erst mal büchst sie aus, kommt aufgrund ihrer Fülle aber nicht besonders weit. Ich habe noch nie in meinem Leben so einen dicken Hund gesehen. Elke hat allerdings den Restaurantleuten das Versprechen abgerungen, Lucy in Zukunft nur noch mit Diätfutter zu beköstigen. Nachdem wir ächzend die mindestens 60 kg Hund im Wagen verfrachtet haben, machen wir uns auf den Weg zur Tierklinik. Lucy wird dort bis zur Behandlung in einem Nebenzimmer untergebracht. 

In diesem Zimmer saß auch etwas für mich: Das Schicksal. Es saß dort wie ein großes gefräßiges Loch und sagte: Du kannst mir nicht entrinnen. Aber ganz ehrlich, versucht habe ich es wie wild. 

Allerdings sah es in diesem Moment nicht so besonders furchterregend aus. Es war winzig klein, hatte ein braun-weißes Teddygesicht und riesige Kulleraugen. Das einzig Störende an diesem Bild war die Riesenplastikhalskrause. Die wurde aber durch ein hektisch wedelndes schmutzig-gelbes Schwänzchen zur Nebensache. Elke sagte mir, das sei ein Fundhund von unserem Verein mit Namen CANDY, sie sei frisch kastriert und wir könnten sie am übernächsten Tag holen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon verbotene Visionen im Kopf, die ich schnell wieder an die Seite schob. 

Wir mussten wieder los, weil vor Elkes Haustür schon ein Fundhund nebst Findern wartete. Dieses schwarz-weiße Kerlchen war völlig zugewachsen.  Da, wo es wackelte, nahmen wir an, war hinten. Also erst mal ab zum Hundefrisör. Wenig später klingelt es wieder, noch ein Fundtierchen, eine Hündin, winzig klein und schwarz und auch bewachsen wie der brasilianische Regenwald – auch ab ins Haarstudio!! Danach waren beide nicht wiederzuerkennen. Tanja und Simona hatten auch schon  Namensvorschläge aus Deutschland gemailt. Der Gentleman hieß nun OSCAR und die junge Lady MICKY. 

 

(kaum im Internet auf unserer Homepage eingestellt, waren sie auch kurze Zeit später schon in deutsche Familien vermittelt und sind inzwischen im neuen Heim Freude strahlend begrüßt worden.)

Irgendwann kurz vor Mitternacht bin ich an diesem Tag in mein Bett geplumpst – aber in Spanien bleibt man ja als Frau nicht lang einsam, hatten meine Freundinnen gesagt, ... und so gesellte sich nach einer Testschlafrunde in meinem Koffer auch ein kleiner Siamkater (auch er ist inzwischen nach Deutschland geflogen und verstärkt dort Tanjas Katzenrudel ...) zu mir in die Federn - Simba...

 ... am nächsten Morgen aber sah ich – typisch Mann – nur noch seine Rückansicht.... adios amigo!!

 

Dieser Tag brachte etwas sehr Aufregendes. Eine große Mischlingshündin, die sehr scheu war, sollte eingefangen werden. Sie suchte immer die Nähe zu ihrem Gefährten, einem riesigen Doggen-Mischling, der seit ACHT !! Jahren an einer kurzen Kette hing. Elke konnte die Besitzer von seiner unverzüglichen Befreiung überzeugen.

Bis dahin vergingen allerdings noch Stunden. Mit Blasrohr, Betäubungsmittel und einer stinkigen Verlockung in Form von Kuhmagen bewaffnet machten wir uns auf den Weg. Der Kettenhund fraß sehr willig das Beruhigungsmittel-Innereien-Gemisch, was auch schnell seine Wirkung zeigte. Die Hündin war allerdings sehr misstrauisch und versteckte sich immer hinter der erbärmlichen Hütte ihres einzigen Freundes. Niemand konnte näher als 15 Meter an sie heran. Nach langem Warten kostete sie auch endlich den präparierten Kuhmagen. Dann entschloss sie sich unvermittelt zu einem Ortswechsel und wir verfolgten sie vorsichtig durch dichtes Unterholz. Mit 4 Leuten kreisten wir sie ein, und Elke musste dann den richtigen Moment abwarten, um mit dem Blasrohr zu pusten – und es gelang! Nach 4 Minuten war sie außer Gefecht und konnte zum Auto geschleppt werden. Die Arme war voller Zecken und Flöhe. Nun kam ihr Lebensgefährte an die Reihe. Unter großer Anstrengung und mit Hilfe von massivem Werkzeug musste er von seiner Kettengeissel befreit werden. Die freigelegten Stellen waren schorfig und blutig. 

Es macht einen fassungslos, wie jemand ein Tier so halten kann. Sein Leben lang an einer kurzen Kette mit einer Hundehütte, in die er höchstens als Welpe gepasst hatte. Unvorstellbar! Er und seine Freundin wurden zumindest von ihrem Schicksal erlöst und können endlich ein normales Hundeleben führen. 

In den nächsten Tagen fahren wir immer wieder los und holen entlaufene oder ausgesetzte Podencos aus dem Nationalpark. Nie werde ich diese Bilder vergessen, wenn wir durch die Wolkendecke fuhren und im Nebel ein torkelndes, bis auf die Knochen abgemagertes Wesen mit letzter Kraft versuchte, von der Straße in die Sicherheit des Waldes zu kommen. Viele sind so ausgemergelt, dass man sich überhaupt nicht vorstellen kann, was sie noch am Leben hält. 

Aus einem überfüllten Tierheim im Süden der Insel erreicht ein Hilferuf Elke. Hier warten 2 Podencas auf ihre Rettung. EUGENIA und LALA werden ins Auto gepackt. Die beiden haben wieder eine Chance – aber so viele andere hier nicht. Meinen Blick fesseln zwei Bassets. Nach Auskunft des Tierheimleiters sind es wohl Mutter und Sohn. Ihre Augen sehen mich traurig durch das Gitter an. Vielleicht bekommen sie Hilfe in Deutschland, wo es für viele Rassehunde entsprechende Organisationen gibt. Elke sagt natürlich JA!! und kurze Zeit später hat Simona alles in die Hand genommen. Die beiden treuen Schlappohren können nach Deutschland zu den Ks. von Basset in Not. (Elke organisierte die Ausreise. Zwischenzeitlich sind sie gut angekommen und warten auf ein liebevolles neues Zuhause - Herzliches Danke an Familie K. Simona und Elke!)

Auch ein anderer Hund war Hänschen im Glück: Eine junge deutsche Familie meldet sich telefonisch bei Elke, bei Icod lief ihnen ein kleiner junger Terrier am Strand zu. Seit drei Tagen ist er nun ihr Begleiter. Aber mitnehmen können sie ihn nicht. Zuhause gibt es schon einen Hund. Elke fragt ganz treuherzig, ob da nicht noch Platz für einen Zweiten sei. Wir verabreden uns mit der Familie in Puerto de la Cruz an der Strandpromenade, um den Hund in unsere Obhut zu  nehmen. Hier ist aber dann nur noch die Rede von: „Frau Rossmann, was müssen wir tun, damit wir ihn nach Deutschland mitnehmen können ;-)) ?

Und noch mal Glück gehabt: Unterwegs an einer Ampel fällt uns ein Aushang auf. Dort wird eine Schäferhündin gesucht. Schnell notieren wir die Nummer und prägen uns das Bild ein – wenige Stunden später klingelt Elkes Handy. Befreundete Tierschützer haben ein solche Hündin gefunden, wir geben die Nummer durch – und die Ausreißerin hat wieder nach Hause gefunden....

Wieder ein Notfall: Per Telefon erfahren wir von einem schwer verletzten angefahrenen Hund. Elke lässt ihn sofort in die Tierklinik bringen. Wir hören, dass es sehr schlimm um ihn bestellt ist. Er wird sofort operiert. Nach 4 Stunden Schwerstarbeit hängt das Leben des kleinen Kerlchens am millimeterdünnen Faden. Als wir in die Klinik kommen, steigen uns die Tränen hoch. Ein kleiner blonder Terrier. Da fragten wir uns unwillkürlich: War es richtig ihn noch operieren zu lassen... ? Doch der Blick aus seinen Augen spricht zu uns: „Ich will leben!“ Wir taufen ihn Lucas... (und wir haben ihn richtig verstanden. Lucas hatte einen langen Genesungsweg vor sich, aber es geht im nun sehr sehr gut. Und eine neue Familie hat er auch schon gefunden, wenn er wieder 100 Prozent hergestellt ist, vorausgesetzt unser netter Tierarzt rückt ihn wieder heraus, er hat sich auch schon sehr an den Kleinen gewöhnt...)

Am nächsten Tag fahren wir wieder auf Fütterungstour. Elke zeigt mir die „Bande“ bei Los Raices. Ihnen geht es sehr gut – sie haben Futter und Wasser und Menschen, die sich um sie kümmern, sogar Schlafhütten haben die Lokalbesitzer ihnen gebaut.

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Ein paar Meter weiter – am Franco-Denkmal – finden wir eine schwarzbraune kleine Hündin, die sich mit etwas Überredung einfangen lässt – Elke tauft sie FRANCA – sie ist sehr lieb und begleitet uns den Rest des Tages auf unserer Tour, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. 

 

An diesem Tag riecht es im Auto sehr merkwürdig, wir versuchen mit Frischluft Abhilfe zu schaffen, aber der Gestank wird immer schlimmer. Bei nächster Haltemöglichkeit stellen wir das Auto auf den Kopf, und tatsächlich, der Übeltäter wird gefunden. Ein Rest vom Kuhmagen hat sich ein super Versteck unter dem Sitz gesucht und stinkt vor sich hin. Danach geht es uns um Klassen besser. Noch eine halbe Stunde länger, und mein Magen hätte sich daneben gelegt. 

Abends wollen wir noch einen Golden Retriever und einen kleinen Labrador einfangen, die in einer Villengegend seit Tagen auf der Strasse rumstreunen. Einmal waren wir schon vorbeigefahren, aber die beiden ließen sich auf keine Diskussion ein und verschwanden im Nichts. An diesem Tag ist es genauso. 

Ein Lokalbesitzer, den Elke anschliessend fragt, gibt uns einen Tipp. Diese Hunde würden einer Familie gehören, die in dieser Strasse wohnt. Wir klingeln ziemlich spät bei der genannten Adresse. Es öffnet sich ein elektrisches Tor und gibt uns den Blick auf ein herrschaftliches Anwesen frei. Und wer begrüßt uns schwanzwedelnd: Unsere beiden Streuner! Die sich nähernde Dame des Hauses hat noch mindestens 5 Hunde im Schlepptau und lacht sich tot über unseren Bericht. Ja, die 2 sind Ausbüchser, die jede Gelegenheit nutzen, die Gegend unsicher zu machen. Aber ein neuer Zaun ist schon in Arbeit. Wir lachen noch mal herzhaft zusammen und machen uns nach einem langen Tag wieder auf den Heimweg. Während Elke noch die Hunde versorgt, nehme ich die unzähligen Mails im Postfach aufs Korn und beantworte alles, was schnell möglich ist. Jetzt sind wir ganz schön müde – aber andere auch...

 

Klein-Jugo kann auch die Augen nicht mehr aufhalten, während Schwesterchen Juana noch immer alles im Blick hat....

Ach ja, das „Wichtigste“ des Tages war aber Candys Entlassung aus der Klinik. Sie saß während der Fahrt auf meinem Schoß und nahm mein Herz im ganzen Stück...  Ich werde es nicht wiederbekommen...da bin ich mir sicher...

 

Auch Candy hat nach kurzer Zeit auf der Homepage mit Martinas Hilfe ein neues Zuhause gefunden – ich bin tapfer... und tröste mich mit meiner neuen Bettgenossin – Klein-Speedy, die immer sehnsüchtig auf mich wartet und mir schnurrend meine Kissen angewärmt hat... und sie ist am nächsten Morgen auch noch da!

Heute zeigt mir Elke das Tierheim von Anna Maria, mit der Elke auf Teneriffa schon viele Jahre zusammen arbeitet und sich das „Esperanza-Revier“ teilt. Es ist mit Abstand das schönste Tierheim, das ich gesehen habe. Blitzsauber und mit wunderbaren Häuschen für die Hunde. Anna Maria wohnt selbst auch dort und ihr Haus ist voller Tiere.

 

Die Hunde laufen in kleineren bis sehr großen Rudeln zusammen und machen alle einen sehr zufriedenen Eindruck. 

 

 

Als Schattenspender hat Anna Maria Mangobäume gepflanzt und uns direkt ein Kiste voll Früchte ins Auto gestellt. Elke hat dann damit einen wundervollen Shrimps-Cocktail zum Abendessen gezaubert. Während wir schmausen, kommen 2 nette hübsche Mädchen nebst Papa und Bruder und bereiten erst den Hunden das Essen, machen alles sauber und trainieren dann noch mit Mandy und Droga die Leinenführigkeit auf einem ausgedehnten Spaziergang.

Am letzten Tag machen wir noch einen Abstecher zu Angelikas Finca. Ich bin besonders auf Pferde gespannt. Der Weg dorthin hört nicht mehr auf. Mehrmals frage ich Elke, ob wir noch richtig unterwegs sind. Nach einer Ewigkeit kommen wir ins Paradies. Zwar liegt alles im Nebel und man kann die tolle Aussicht nur erahnen – beeindruckend ist es trotzdem. Und die Tiere haben es hier so schön. Manches deutsche Pferd würde von so einem Auslauf träumen....

 

Ich mache noch ein paar letzte Fotos auch von meiner tollen Unterkunft bei Angela und den Kätzchen...

  

Die Woche ist vergangen wie im Fluge, ich habe soviel gesehen und erlebt, dass ich schreiben und schreiben könnte...

Es war interessant, aufregend, manchmal auch traurig, aber auch sehr lustig mit Dir, Elke. Bald möchte ich wieder mit Dir und Kuhmagen und dem Zeug, was so schön zischt, auf Tour gehen!!! 

An meinem Abreisetag ist es dann vor allem für Elke sehr hektisch und stressig. Um drei Uhr morgens klingelt der Wecker und es geht zum Flughafen im Süden. Max und Oscar fliegen in ihre neue Heimat. Angela bringt mich und Toby im Affenzahn zum Nordflughafen. Dank Angelas Charme bekommen Toby und ich einen schmucken Spanier an die Seite gestellt, der uns eine Etage tiefer zum Zoll bringt. Eindringlich weise ich das Flughafenpersonal noch mal an, dass ich für Toby eine VIP-Behandlung erwarte! Sie klopfen mir väterlich auf die Schulter und lachen gönnerhaft...

 

Das kann doch nicht sein, dass ich schon wieder abfliegen muss, ich bin ganz verzweifelt. Zu allem Überfluss gibt meine Kamera auch noch den Geist auf, wie man unschwer erkennen kann. Für mich war die Welt zu diesem Zeitpunkt nicht so rosarot wie die Bilder (damit Ihr überhaupt was erkennen könnt, haben wir sie für diesen Bericht „grau“ eingefärbt). Der Flug ist ruhig und ich habe einen super Sitzplatz mit viel Beinfreiheit am Notausgang. In Düsseldorf bin ich schon wieder völlig nervös – wann kommt denn endlich Klein-Toby an den Sondergepäckschalter? Ich bin mal wieder die Letzte bei der Gepäckausgabe. Mein Liebster wartet aber schon treu am Ausgang auf mich und Toby. 

Vor unserem Haus wartet bei unserer Ankunft schon Frau Dr. R. mit ihrer Schwester samt Hund auf ihren Toby. Es ist von allen Seiten ein großes Hurra! Das Abenteuer Auslandshund über Internet hat wieder ein Happy-End ...

Toby fährt nun in sein neues Zuhause in Bad Neuenahr und ich packe meinen Koffer aus, fast glaube ich noch etwas Kuhmagen zu schnuppern...

Bei einer Tasse Kaffee gibt es dann erst mal einen Reisebericht und natürlich müssen meine beiden Doofies – Dino und Cindy – gebührend beschmust werden. Für den Abend gibt es ja noch ein kleines Bonbon für mich: Droga und Candy!! landen gegen Mitternacht in Köln/Bonn. Leider haben Candys Interessenten nun doch keinen Hund nehmen können, so bleibt sie bis zu ihrer Vermittlung bei mir in Pflege.

Claudia I. ist samt Freundin angereist, um die kleine Droga, die ab heute LAICA heisst, in Empfang zu nehmen. Dann ist es endlich soweit, und wir schießen schnell noch ein rosarotes Foto von einem rosaroten Augenblick...

Ja, und Candy möchte auch noch etwas mitteilen. Dass sie sich ihr Zuhause längst selbst gesucht hat... bei einer Frau mittleren Alters, die auszog mit 50 kg Übergepäck, ihr Schicksal auf Teneriffa zu finden... seid wachsam: Das Schicksal verbirgt sich oft hinter einer Plastikhalskrause und einem schmutziggelben Schwänzchen!

Candy - Mein kleines Stückchen Teneriffa...
 

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