Große  Aufregung  und  schlaflose  Nächte  bescherte  uns  am
Sonntag, den 04.08., unsere  Podenca  Nina,  sozusagen  Elkes
„bestes Stück“, die sie vor vielen Jahren als einen  ihrer  ersten
Hunde nebst ihren Welpen aus den Bergen gerettet hat. 

Manfredo hatte sie  gemeinsam  mit  Benny,  Blanca  und  Vengi
zum  Sonntags“ausflug“  in  die  Berge  mitgenommen,  bei  dem
sich  regelmäßig  die  eigenen  Roßmannschen   Vierbeiner  nach
Herzenslust mal richtig  austoben  dürfen.  Wohl  wissend,  dass
unsere Nina nur allzu gerne beim Anblick eines jeden Kaninchens
die  Verfolgung  aufnimmt,  kam  sie   während   des   gesamten
mehrstündigen  Spaziergangs  nur  an  die  Laufleine,  damit  sie
uns  nicht   entwischt,   zumal  auch  leider  schon   wieder  die
Jagdzeit begonnen hat. Die anderen drei  gehen  zwar  ebenfalls
alle regelmäßig auf Inspektionstour und fegen  durch  die Wälder
was das Zeug hält,  doch kommen  sie  alle   wieder  zurück. So
hatten sich dann alle  ausgepowert   nach   mehrstündiger Tour
durch  die  Berge  wieder   mit   hängende   Zungen   am   Auto
eingefunden, als Manfred feststellte,  dass  die Rückleuchte des
Wagen   defekt  war.  Sollten   die  Hunde   ruhig  noch   etwas
verschnaufen, bevor´s zurück ging, in  der Zeit   könnte  sicher
schnell die Lampe repariert  werden.  Gesagt  getan,   doch  da
waren es  dann  nur  noch  3.  In   den  wenigen   Minuten  der
Reparatur hatte Nina  sich    davongestohlen   und   wart  nicht
mehr gesehen.  2 ½ Std.  suchte   und  rief  Manfred  nach  ihr,
während  er  die Bergstraßen  immer wieder rauf und runter fuhr.
Der   Sprit   ging  zur  Neige  und  die  Hupe  (auf  unsere  Hupe
reagieren   all  unsere  Hunde  wie  auf  Zuruf)  hatte  ebenfalls
ihren  Geist aufgegeben.  Inzwischen war  es  dunkel  geworden
und  er musste wohl  oder  übel  den  Heimweg  antreten,  ohne
Nina ... 

Der Weg aus den Bergen  bis  zu uns  nach  Orotava beträgt mit
dem Auto ca. 40 km. Um  zurückzufinden,  muss sie Ortschaften
umwandern   und   Barrancos    durchqueren    –    es    scheint
ausgeschlossen, dass sie das packen könnte.  Wir  planen,  Nina
an der Stelle ihres  Entlaufens   einen   Futterplatz  einzurichten,
damit sie wenigstens  versorgt  ist  und dann erneut nach ihr zu
suchen .... – ohne Erfolg.

Wir  machen uns große Sorgen. Die Pass-Straßen  sind  gesäumt
von den Autos der Jäger  und  welcher  Jäger könnte nicht noch
eine  Podenca  gebrauchen?   Wir  beten  zum  Himmel,  dass ihr
nichts passiert ...

Mittwoch Nachmittag – 3 Tage   nach   Ninas   Verschwinden - : 
Nina steht bei uns in  La  Orotava  vor der  Haustür.  Über 40 km
hat   sie   zurückgelegt,  um  wieder  nach   Hause  zu  kommen.
Entkräftet, durstig u.  hungrig  ist  sie  und  wir  alle  sind  über-
glücklich, dass sie wieder bei uns ist. 

Wie sie das geschafft hat und den weiten Weg aus  den  Bergen
bis zu uns zurück  gefunden  hat,   wird   uns  immer  ein  Rätsel
bleiben.

Nina verfiel nach erfolgter Stärkung vollgefuttert  und  getrunken
übrigens in einen 2-tägigen  Dauerschlaf   und  träumte sicherlich
von ihren Abenteuern auf dem Weg nach Hause ....

[zurück]