war sicherlich eines unserer größten Sorgenkinder der Vereinsgeschichte. Als er zu uns kam, war so irgendwie überhaupt kein Hoffnungsschimmer am Horizont für ihn zu sehen. Er konnte offenbar nichts sehen, lief , wenn er  überhaupt lief, überall vor, hörte offenbar nichts, sein Rücken krumm verformt zu einer Sichel drehte sich unentwegt im Kreis, bei Regen lief er raus, um dann klatschnass irgendwo auf der Wiese zu liegen ... die Gemüter spalteten sich ... sollten wir ihn erlösen? Sein Leben erschien wirklich alles andere als lebenswert .... wir zögerten diese Entscheidung immer wieder heraus und kaum merklich machte er Fortschritte, sie waren anfangs so klein, dass man sie kaum bemerkte, aber irgendwie hatten wir doch das Gefühl, dass er leben wollte, so suchte er die Nähe zu den Welpen, fühlte sich bei den Kleinen geborgen. Späterhin genoss er wenn auch kurz mal einzelne Sonnenstrahlen und wir alle wollten u. konnten ihn nicht einfach aufgeben ... er brauchte jedoch eine intensivere Betreuung als wir sie ihm geben konnten (inzwischen waren 4 Monate bei uns vergangen) und so nahmen wir das schier hoffnungslose Unterfangen in Angriff, Menschen zu finden, die bereit waren, sich seiner anzunehmen ... mit allen Konsequenzen, auch der, ihn vielleicht erlösen lassen zu müssen – UND WIR HABEN SIE GEFUNDEN! Bei Steffi Joswig u. ihrer Familie fand Raffa ein Zuhause, so, wie er es besser wohl nicht hätte finden können. Auch 2 unserer Mülltonnen-Katzenkinder hielten zeitgleich mit ihm im Hause Joswig Einzug ...  ein deutscher Tierarzt fragte Steffi Joswig, ob ihre Tierliebe nicht ein bisschen weit gehe – mit „so was“ könne man doch nicht leben ... nun, Gott sei Dank gibt ja nicht nur einen Tierarzt in der BRD ... eine deutsche Tierklinik diagnostizierte bei Raffa einen Wasserkopf (ähnlich wie das Down Syndrom bei Menschen), sprach ihm jedoch - wenn auch vielleicht nur ein verkürztes - Leben zu .... und wenn wir heute die Bilder von ihm sehen, dann wissen wir nur eins:  dass es richtig war, diesem Hund ein zweites Leben zu schenken... 

DANKE STEFFI, Menschen wie Du machen diese Welt ein bisschen wärmer... 
 

Die ersten Bilder:

 

und noch mal ein paar Wochen weiter ....

  

nun wir denken, dass diese Bilder sicher aussagekräftig genug sind, um zu beweisen, dass auch behinderte Tiere ein Recht auf Leben haben! Links Raffael, als er zu uns kam, rechts heute ...

  

Juni 2003
Elke Rossmann/Tanja Groenhoff - Pro Animal de Tenerife

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