Die Akira Chroniken (5)

Hola Amigos, que tal¿

Hallo, meine Freunde im Süden, ich habe lange nichts von mir hören und sehen lassen, aber jetzt gibt es wieder ein paar Zeilen und Impressionen.

Die folgenden sind von heute vom Spielen im Garten, damit ihr seht, dass es mir gut geht:

Den langen und kalten Winter habe ich gut überstanden, ich hatte sogar jede Menge Spaß in diesem weißen Zeug, dass sie hier Schnee nennen (vor allem mit Shannon). Schade, dass viele von euch das nicht erleben können. 

Mittlerweile haben wir wieder wunderschönes Spanienwetter. Da machen die täglichen
langen Spaziergänge am Nordseestrand richtig Spaß. Dort treffe ich meine Freunde und
kann herrlich mit ihnen im Sand herumtollen.Mittlerweile bin ich eine richtige Wasserratte geworden. Erst habe ich mich ja nicht so recht ins Wasser getraut, insbesondere bei diesen Wellen! Da habe ich lieber vom Rand aus zugeschaut, wie meine Kumpels die Stöckchen und Bälle aus dem Wasser geholt haben. Aber Frauchen hat nicht locker gelassen und mich immer wieder motiviert. Irgendwann bin ich dann doch meinem Spielzeug hinterher gelaufen und plötzlich war der Boden unter meinen Füßen weg! Da habe ich mit den Pfoten gepaddelt, was das Zeug hielt – und es hat super geklappt. Da gab’s richtig viele Leckerli und Streicheleinheiten, obwohl ich beim Schütteln alle nass gemacht habe, und ich musste es immer wieder zeigen. Inzwischen habe ich auch keine Angst mehr vor den Wellen, und tauchen kann ich auch schon ein wenig.

Tja, Amigos, das zeigt, dass auch ein Waldhund Spaß im Meer haben kann. Ich drücke euch alle 4 Pfoten und wünsche euch, dass ihr es auch so gut treffen werdet wie ich.
(Pssst: ich weiß, dass Frauchen und Herrchen immer wieder nach einem Spielkameraden für mich suchen. Sie schauen mindestens einmal die Woche auf eure Internetseite. Also, macht ein schönes Gesicht, wenn sie euch fotografieren. Vielleicht gehen wir ja bald gemeinsam schwimmen.) 

Bis bald wieder mal, Grüße von der Nordsee von



Die Akira Chroniken (4)

Ola amigos, que tal¿ Oder, wie man bei uns sagt: moin moin, wie geit di dat. Ich will mich mal wieder melden, nach fast 8 Monaten im Norden und nach 4 Monaten seit meinem letzten Bericht Ende Juni. Kurz nach meinen letzten Zeilen setzte plötzlich der norddeutsche Sommer ein: Regen, Wind, Gewitter. Super für eine feurige Spanierin wie mich, ich war ebenso begeistert wie meine Zweibeiner. Die täglichen Ausläufe waren fast wie Drachen steigen mit mir als Drachen an der Leine. Triefend nasses Fell und matschbespritzte Pfoten konnte auch der künstliche bunte Himmel, den Herrchen und Frauchen mitnahmen, nicht verhindern. Nasses Gras am Hintern, igitt igitt. Hundeschule im Regen – ganz toll, da schmeckten mit der Zeit auch die Leckerli nicht mehr. Ich bin doch kein Seehund! Doch es hatte auch was Gutes: zuhause wartete immer ein weiches Handtuch auf mich, manchmal sogar ein warmes Bad. Danach rein ins Körbchen und was Leckeres futtern: Schweineohr, Kopfhaut, Hühnerhals oder, wie hier, eine Karotte. Unter uns, die hat nicht besonders geschmeckt, ich habe sie nur zerkaut.

Irgendwann war wohl oben das Wasser alle, es wurde langsam wieder schön. Da machte es auch wieder Spaß, am Strand rum zu laufen und alles zu erkunden. Da gibt es eine Mauer aus Reisig, welches mit Draht gesichert ist. Irgendwann hat mich Herrchen dort hoch gelockt, jetzt laufe ich immer ein paar Schritte drüber und springe dann in den Sand.

Tja, und dann war’s August, Ihr seht, auch hier ist es noch trüb, aber wenigstens einigermaßen trocken.

Am 3. August wachte ich morgens auf und fühlte mich etwas merkwürdig. Ich lief ein paar Schritte und merkte, dass ich eine Tropfenspur hinter mir herzog. Meine Zweibeiner wurden etwas hektisch, verpassten mir eine etwas seltsame Hose und ließen mich in den nächsten Tagen nicht von der Leine. Das war doof, denn die andern Hunde in der Umgebung interessierten sich alle sehr für mich. Sie beschnüffelten mich und versuchten alles Mögliche, um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Sogar in der Hundeschule, wo ich ja die Älteste in der Gruppe war, kamen alle und schnupperten an mir rum. Nach ca. 10 Tagen hatte ich Gefallen daran gefunden, im Mittelpunkt zu stehen, besonders bei den Männern. Junge Junge, bekam ich Komplimente. Sogar von Rüden, die ich gar nicht kannte. Da war schon der eine oder andere bei, bei dem ich schwach geworden wäre, aber die Zweibeiner passten höllisch auf. Zum Ende des Monats legte sich dann die Aufregung wieder, alles wurde normal.

Das Wetter und das Fressen wurden besser, bald konnten Markknochen im Garten serviert werden, sehr zu meiner Freude.

Da durfte auch keiner dran. Die Reste hab ich in meinem Körbchen unter dem Handtuch versteckt. So gingen August und September ins Land, der Junghundkurs der Hundeschule war absolviert, und dann kam der 25. Oktober. Morgens packten sie mich in meine Transportbox und fuhren mit mir zu den netten Ärzten. Dort bekam ich einen Pieks und schlief in Herrchens Armen ein. Als ich wieder wach wurde, tat mein Bauch weh und ich hatte ein T-Shirt von Shannon an. Dadurch kam ich nicht an meinen Bauch ran, um die schmerzende Stelle zu lecken. Außerdem war mir sehr seltsam zumute, ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Dafür durfte ich dann auf Frauchens Arm, bis es besser wurde. Sie erklärte mir, dass ich nun keine Tropfenspur mehr legen würde und auch keine
Hundebabies bekäme – aber auch keine Krebsgeschwüre.

Abends ging’s mir schon wieder besser und am nächsten Tag störte eigentlich nur dieses T-Shirt. Einen Tag später fuhren wir wieder zum Arzt, der untersuchte meinen Bauch und zog mir ein neues T-Shirt an. Das muss ich jetzt tragen, bis die Fäden gezogen werden.
Aus modischer Sicht ist dies ja schon ein Fortschritt gegenüber dem Klinikweiß des ersten Stücks, aber so richtig dran gewöhnen kann ich mich nicht. Es zwängt mich ein, ich kann meine prächtigen Locken nicht richtig schütteln und komme mit der Zunge nicht an alles ran. Hoffentlich gehen die zehn Tage schnell rum.

Tja, es ist mal wieder eine Menge passiert, das Schreiben hat mit müde gemacht, deshalb folgt jetzt ein Nickerchen. Bis bald, ich melde mich wieder.

Akira


Akira – das erste Vierteljahr

Moin moin, Freunde. Ihr habt lange nichts von mir gehört, deshalb jetzt das Neuste in Kürze, natürlich mit ein paar Fotos.

Hier stehe ich am Gartenbeet, die Holzpalisaden sind 15 cm hoch. Wie ihr seht, bin ich doppelt so groß, ich bin ca. 50 cm lang und wiege 6200 Gramm. Ich bin inzwischen zum überzeugten Nordseeküsten-Bewohner geworden. Aufregend, das Leben an der Küste. Was die so alles machen mit mir: jeden Tag raus, lange Spaziergänge, mit den Hunden in der Nachbarschaft spielen, und später gegen Abend noch mal am Strand rumlaufen. Neuerdings sogar noch einmal pro Woche Hundeschule, ganz schön anstrengend, das alles. Hier seht ihr mich mit meinem Freund Barry. Er ist ein Rottweiler und schon etwas älter als ich, aber ein Super-Kumpel und immer sehr fürsorglich und vorsichtig mit mir. Manchmal muss ich aber auch alleine rumbutschern. 

Hohes Gras mag ich am meisten, da verstecke ich mich und sause dann raus, um alle zu erschrecken. Was für ein Spaß!

Anfangs war ich ja skeptisch, ob es mir bei den Zweibeinern im hohen Norden gefallen würde, kalter Wind, viel Regen, salzige Luft, aber: inzwischen möchte ich hier nicht mehr weg. Ich hoffe, die überlegen sich das nicht anders und schicken mich wieder zurück. Ich verstehe ja jetzt auch die Sprache und gebe mir große Mühe, das zu tun, was die immer
so wollen. Hat ja Vorteile, auf die Wünsche einzugehen: es gibt immer ein Leckerli, viel Lob und jede Menge Streichel- und Schmuseeinheiten. Und jetzt noch ein paar Fotos vom Strand. Ich glaube nicht, dass ich die kommentieren muss:

Na, hab ich euch Lust auf Nordsee gemacht? Noch ein paar Infos: war mal wieder bei den netten Ärzten, die haben mir Blut abgenommen und mich geimpft. Befunde sind alle in Ordnung, jetzt muss ich erst in einem Jahr wieder hin. Meine Milchzähne habe ich gegen neue Zähne ausgetauscht. Mit den neuen kann ich die Schweineohren viel besser kauen.
Das viele Schreiben und die gute Luft haben mich jetzt doch schläfrig gemacht. Also, bis
demnächst mal wieder
Eure Akira


Akira nach den ersten 4 Wochen

Ja, ihr Lieben, ich melde mich nach dem ersten Monat bei meiner Familie an der Nordseeküste.

Heute war ich wieder bei den netten Ärzten! Tolle Leute dort, die bestätigt haben, dass es mir gut geht:
Schulterhöhe: ca. 20 cm (vorher ca. 12 cm)
Länge: ca. 45 cm (vorher ca. 20 cm)

Gewicht: 3600 gr (vorher 1900 gr)
Alles in Allem also gut gewachsen, kerngesund und immer gut drauf. Mein Frauchen hat mir auch schon alles Mögliche beigebracht: Sitz, Platz, Bei Fuß, Komm. Klappt meistens gut, weil da gibt’s auch schon mal ein Leckerli und immer ganz viel Lob. Super. 

Beim Spazierengehen tue ich mich etwas schwer, da jammere ich herzerweichend. Aber die nehmen nicht so recht Notiz davon, sie lassen mich immer laufen, so’n Schiet. 

Bei den anderen Hunden der Nachbarschaft hab ich mich gut in Szene gesetzt. Ich spiele nicht nur mit Emily, sondern auch mit dem großen Barry. Tini und Charleen belle ich so lange an, bis sie Notiz von mir nehmen. Dann suche ich mir ein paar Beine, hinter denen ich mich verstecken kann.

Ansonsten jage ich mit Shannon durch den Garten, hinter Bällen, Stöcken, Kastanien und anderen Gegenständen her und bringe sie zu Frauchen oder Herrchen. Wenn sie „AUS“ sagen, lege ich die Sachen hin und die werfen sie wieder weg, damit ich sie wieder holen kann. Das könnte ich stundenlang machen.

Hier noch ein paar Bilder ohne Kommentar:

Also Freunde, letztendlich bin ich ganz zufrieden mit meinen Zweibeinern. Sie kümmern sich um mich und helfen mir, die neue Welt zu verstehen. Und jetzt, wo das Wetter mehr spanisch wird, lässt es sich auch im Norden leben. Also dann, bis demnächst Eure
Akira


Akira, die ersten 10 Tage

Wie geht es einer feurigen Spanierin, wenn sie ins kalte Deutschland mit Temperaturen von bis zu minus 10 Grad kommt? Sie friert!
Mensch, war es kalt. Bei einem solchen Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür, wisst ihr das nicht? Aber ich musste. Der Leitwolf nahm mich unter sein künstliches Fell und lief dann stundenlang bis zu einem Platz, wo es sehr nach anderen Hunden roch. Da setzte er mich dann gnadenlos auf den kalten Boden. Nachdem ich mich warm gezittert hatte, versuchte ich, meine Geschäfte möglichst schnell zu erledigen, damit ich wieder unters Fell durfte.
Aber, Pustekuchen. Zurück musste ich laufen, über die kalte Erde, durch dieses grässliche weiße Zeug, echt ätzend!
Es dauerte keine zwei Tage, da hatte ich eine beste Freundin: Emily, ein Yorkie. Kaum größer als ich, aber viel Erfahrung. Sie ist ja auch schon fast ein Jahr alt und weiß sich durchzusetzen. Sie spielt auch mit den großen Hunden, da habe ich noch etwas Angst und verkrieche mich lieber hinter ein paar Beinen.
Da sind aber auch große Viecher bei: ein Bobtail namens Tini, ein Rottweiler namens Barry und ein Boxer namens Charleen. Ein paar andere Kleine gibt’s aber auch noch. Wer soll sich all die Namen merken?


Hola, amigos

Dann packt mich der Chef doch mit Janosch ins Auto und wir fahren zum Tierarzt. „Antrittsbesuch“ bei meiner Gynäkologin, meinem Allgemeinmediziner, meinem Psychiater und was noch alles, alles in einer Person. Da war was los. Schon im Wartezimmer alle Sorten Tiere: Hasen, Meerschweinchen, Katzen, Hunde und viele Zweibeiner. War ganz lustig da. Wir mussten dann in ein anderes Zimmer, wo ich diese Medizinfrau kennen lernte: die war wirklich toll und alle Helferinnen auch. Vielleicht täusche ich mal Kopfschmerzen vor,
damit wir noch mal hinfahren. Sie hat sich meine Papiere angesehen und mich dann gründlich untersucht. Dann hat sie alle gelobt, die mich vorher betreut haben: Papiere tiptop, ich absolut sauber und gesund, alle Impfungen durchgeführt und sauber dokumentiert: ein dickes Lob an die Leute von Pro
Animal de Tenerife, sowohl in Spanien als auch in Deutschland. Dann haben meine Leute angefangen, Papier von den Wänden zu reißen und neues
dranzukleben. Toll, wie ich helfen durfte: beim Kleister umrühren, beim Ankleben, überall war meine Nase dabei. Es hat ihnen aber nichts ausgemacht, sie hatten immer noch Zeit, mich zu streicheln, auf den Arm zu nehmen, und natürlich auch, um mit mir raus zu gehen. Dem Großen durfte ich sogar beim Sägen helfen, das war toll. Nun ist alle neu im Flur und es riecht ein wenig nach frischer Farbe. Eine große Erfahrung habe ich auch gemacht: wenn ich nicht in die Wohnung pinkle, gibt’s Lob ohne Ende. Also tue ich Ihnen seit 2 Tagen den Gefallen und renne an die Tür, wenn ich muss. Ich muss zwar dann raus, aber das weiße Zeug ist inzwischen weg und die Temperaturen sind nicht mehr gar zu eisig. Und wenn es sie glücklich macht … Ich tue es eigentlich meinem Frauchen zuliebe, die ist immer so nett, gibt sich so viel Mühe und schmust so lieb mit mir. Außerdem hat sie meistens ein Leckerli in der Tasche. Sie hat mir auch beigebracht, mich beim Kommando „Sitz“ hinzusetzen. Meist gibt’s dann was
Gutes, immer aber ein paar Streicheleinheiten und ein dickes Lob.


Streicheleinheiten von Frauchen

Nun ja, die ersten 10 Tage waren voller Aufregungen. Ich habe viel gelernt, alle haben mich lieb und ich mag sie auch ganz gern, meine Zweibeiner. Am liebsten mag ich aber Shannon. Sie spielt so schön Fangen mit mir und freut sich, wenn ich hinter ihr her sause. Das haben wir auch heute Nachmittag gemacht, deshalb bin ich jetzt müde und muss mich ein wenig hinlegen.

Bis zum nächsten Mal
Akira


Der Beginn des Abenteuers Akira 

Ankunft verspätet, aber darauf haben wir gerne gewartet: 


Der neue Rudelführer, ein alter Grauwolf 

Nach dem weiten Weg durch die Nacht, immer dem Nordstern nach:


Mensch, bin ich fertig 

The morning after: Akira trifft Shannon 


Der Beginn einer wunderbaren Beziehung 

Dazu einige Impressionen ohne Kommentar:


Akira und Schnee – keine Liebe auf den ersten Blick 


Lieber schnell wieder zu Janosch auf den Arm, 
schön warm und trocken 


Da geh ich nicht wieder rein! Viel zu kalt. 
Wisst ihr nicht, dass Frauen immer frieren 
und vor allem kalte Füße bekommen? 

Ansonsten ist alles bestens, Essen schmeckt und bekommt auch gut. Die Mitglieder des Rudels bemühen sich sehr um mich. Alle Hunde in der Nachbarschaft haben mich schon beschnuppert, ich knurre sie erst mal an. Die sollen gleich wissen, dass ich kein Girl für eine Nacht bin! 
Wenn die nur nicht darauf bestehen würden, dass ich laufend in dieses kalte, weiße Zeug muss! Manchmal sind da auch noch sehr glatte Stellen bei, auf denen man sich kaum auf den Pfoten halten kann, brrr! 
Aber ich weiß ja schon, wo es wieder ins Haus reingeht. Sobald ich den Boden berühre, sause ich zurück zur Tür und jammere so lange, bis sich einer erbarmt. Ich werd sie mir schon erziehen, diese Zweibeiner. 
Bis bald, eure 
Akira
 

 

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