18.03.2004 Der Urlaub ging – so wie es ja eigentlich immer ist – viel zu schnell vorbei. Angefangen beim Schnee (wegen des Skifahrens) bis hin zum Wetter (wegen der Hundespaziergänge) – es stimmte einfach alles. Und was das wichtigste ist – für uns steht fest: Hund und Urlaub: Kein Problem ! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich schon ein bisschen Bammel – wie wird das so mit dem Schäfchen im Gasthof ? Darf sie im Zimmer bleiben bei den Mahlzeiten ? Wird sie im Zimmer bleiben ? Wird sie „heulen wie ein Schlosshund“ ? Oder gar bellen ? Werden sich die Zimmermädchen fürchten (hieran hat aber keiner von uns ernsthaft geglaubt) ? Was ist mit der Autofahrt ? Und überhaupt ... ?!?! Also.... Sonntagmorgen, noch vor dem Morgengrauen machten wir uns auf den Weg. Wer uns gesehen hat, der war sicherlich geneigt zu glauben, wir seien säumige Mieter, die sich bei Nacht und Nebel aus dem Staub machten. Aber nein, das war nicht der komplette Hausstand, sondern eher – ich würde sagen – das „Rundumpaket“ für alle Fälle *g*. Man(n) mag sich darüber streiten können, ob vier verschiedene Hundedecken (Auto, Gasthof, falls eine mal nass ist und eine nur so) nötig sind. Man(n) mag sich auch darüber streiten, ob die Hundenapf-Bar unbedingt mit muss oder ob nicht auch der einfache Napf gereicht hätte. Und ob man unbedingt 5 kg Hundefutter und fünf große Dosen für ein „10,5-Kilo-Schäfchen“ (Frau Flössel: 10,5 (!!!!) ) braucht, mag auch dahinstehen. Aber Man(n) muss sich halt einfach seinem Schicksal beugen... *fg*. Wie auch immer. Los ging es. Nachdem wir unsere Freunde, die uns in den Urlaub begleitet haben, dann auch „eingeladen“ hatten (anders kann man das kaum noch nennen), sah das Auto aus, als ob ... na ja, das können sie sich vorstellen. Ich sag nur so viel: Die einzige, die wirklich bequem gesessen hat, war – unsere Madam. Nachdem es unserem Hundi zu Anfang doch eher genehm war, auf Frauchens Beinen zu schlummern, zogen wir uns sodann in den Fußraum zurück, um dort ein gepflegtes Nickerchen zu halten. Abgesehen davon, dass wir die Kurze dann an den Raststätten genötigt (=> dieser Blick: Wie ? Ich soll jetzt hier aussteigen ? Hey, es ist kalt, ich hab geschlafen und überhaupt – mach doch deine Pfütze alleine !!!!) haben, mit auszusteigen und zumindest mal ein Pfützchen zu machen, konnte sie sich, glaub ich, nicht beschweren. Jedenfalls kam unser Hund nach rund 6 ½ Stunden erholt am Zielort in Schruns an. Im Hotel wartete dann schon „Glen“ (ein Traum von einem „Hundemann“) auf uns. Wie wir schnell feststellen mussten, einer von Chichas heißesten Verehrern in dieser Zeit – das einzige Problem war, glaub ich, dass Glen doch zwei, drei oder auch zwölf Nummern größer war... aber: einen verliebten Hund kann das nicht schrecken ! Glücklicherweise waren auch die Zimmer schon fertig und, nachdem das gesamte Personal nunmehr einen Blick auf das Schäfchen („hihihi...guck mal, ist das ein Schäfchen ? Oder kann es auch bellen ?“) geworfen hatte, konnten wir „einziehen“. Es dauerte dann nicht einmal eine halbe Stunde und wir waren in die Schrunser Geheimnisse der bekennenden Gassigeher eingeweiht – irgendwie scheint da jeder irgendwie einen Hund zu haben, gehabt zu haben oder jedenfalls Leckchen und gute Tipps parat zu haben. Wir wussten jetzt jedenfalls, wo der Hund von Welt Gassi geht und machten uns sodann auf den Weg. Habe einige Fotos angehängt, die wir auf der Gassi-Promenade oder jedenfalls in unmittelbarer Umgebung gemacht haben. Die Welt war wunderschön, wäre da nicht der Schnee gewesen *lach* - das heißt: der Schnee war gar nicht das Problem: die Höhe war`s *lol* - wir sind über die Wiese und unser Hund war verschwunden: zu viel Schnee – oder aber: zu kurze Beine! Zum Glück wurde der eigentliche Spazierweg jeden morgen frisch gewalzt – ist doch schrecklich, wenn Hund das Wasser oder besser der Schnee bis zum Halse steht ;-)
Die nähere Umgebung war nun also erkundet. Jetzt musste geplant werden: Was macht Schäfchen, wenn Herrchen und Frauchen auf die Piste gehen ? Klare Antwort: Schlafen. Wie sind also mit einem gaaaanz schlechten Gewissen und einem etwas mulmigen Gefühl in den ersten Ski-Tag gestartet. Ausgerüstet mit Handy pp. zogen wir also los – und haben unseren Hund, als wir zurückgekommen sind, nein, nicht etwas geweckt, oder ???? Zugegeben, als wir die Tür aufgemacht haben, stand unser Schätzeken wild wedelnd vor uns. Aber: die Decke war warm und der Hund wirkte doch etwas verschlafen.... aha. Also doch geratzt.
So lief es dann auch in den folgenden Tagen. Wir haben am Nachmittag dann immer einen recht großen Spaziergang gemacht und ich glaube, so manches Mal war die Kurze richtig froh, dass sie dann morgens ihre Ruhe hatte und sich bis auf den frühmorgendlichen Rundgang „erholen“ konnte. Alles in allem haben wir wieder einmal feststellen müssen: Alle lieben Schäfchen! Ein Ehepaar aus der Nähe von Köln wollte sie sofort „adoptieren“, die Inhaber der Gasthofes hätten sie am liebsten dabehalten und wir: wir würden sie auf keinen Fall mehr hergeben ! Ich kann nur sagen: Urlaub mit Hund
– immer wieder !
Bis bald, Tanja K.
![]() February 10, 2005 12:01 PM .... die erste Woche ..... Die Zeit vergeht manchmal wie im Fluge – die kleine Chicha ist nun schon über eine Woche bei uns ! Irgendwie kann man aber auch sagen: sie ist erst eine Woche bei uns, denn eigentlich haben wir das Gefühl, dass die Kurze schon immer irgendwie dazugehörte. Zwischenzeitlich ist es uns gelungen,
auch die letzten „Mitbewohner“, die sich irgendwo in der Unterwolle versteckt
hatten, erfolgreich zum Auszug zu bewegen – viel Spaß hatten die
wohl eh nicht mehr, denn Bürste und Kamm sowie Wasser und Waschlappen
gehören mittlerweile zum gewohnten Programm. Welcher Floh macht das
schon lange mit ?! Und: mittlerweile ist das weiße Fell auch wirklich
schon fast richtig weiß ! Aber wir haben auch schon hart daran gearbeitet,
dass es nicht lange so bleibt.... Vorgestern waren wir auf der Halde spazieren.
Chicha war total begeistert von den großen Wiesen, den vielen Büschen
und den ach so gut riechenden Hasenkügelchen... nur die Leine hat
einfach gestört – wenn man so kurze Beine hat, verheddert man sich
da nur drin. Also haben wir all unseren Mut zusammengenommen und Schäfchen
von der Leine „befreit“. Natürlich erst, nachdem wir uns nach allen
Seiten hin abgesichert hatten – wer kann
Hm. Haben dann alle Register gezogen, Entertainerqualitäten an den Tag gelegt und – unser Hund ging ab wie`n Flitzebogen ! Über die Wiese, Hügel rauf und runter. Wir waren begeistert. Noch begeisterte waren wir allerdings, als ich sie dann gerufen habe und unser Schäfchen freudestrahlend und schwänzchenwedelnd zurück kam !!! Nun gut, haben wir uns gedacht – Anfängerglück. Also ein neuer Versuch ! Und: Fast haben wir uns für unser Misstrauen geschämt... denn wir mussten (mit dem Stolz des frischgebackenen Hundebesitzers im Bauch) feststellen: Unser Hund hört auch noch auf uns !! Gibt`s das ?? Das hat den Spaßfaktor für Hundi natürlich auch um einiges erhöht, denn richtig spielen, ohne Leine, ist doch noch vieeeel besser (Was dazu führte, dass Shorty zwischenzeitlich wieder in Tarnfarben umher lief ;-), aber wir wissen ja jetzt, wie`s geht – Kurzwäsche bei 90°C und die Welt ist wieder in Ordnung *fg*). Fest steht – Chicha hat jede Menge Bewunderer... und zwar nicht nur vierbeinige. Wie sagte meine Mitarbeiterin gestern Morgen: „Werde grün vor Neid. Da nehmen die so eine kleine, vierbeinige Fellkugel zu sich auf und haben plötzlich einen Hund, der hört, der nicht käfft, der lieb ist ... und unsereins geht jahrelang in die Hundeschule und wenn`s drauf ankommt, klappt doch nichts ! Ist das gerecht ????!“ Hmmm... wenn das nicht runter geht wie Öl.... ;-) Einmal im Leben alles richtig gemacht :-) Viele und Liebe Grüße,
Chicha – viele Jahre kennen wir unser kleines Schäfchen schon, war sie immer mit ihrem Hundekumpel Maxl bei mir in Pension, wenn ihre Besitzer im Sommer für einige Monate Teneriffa den Rücken kehrten, die Hunde aber auf der Insel in meiner Obhut ließen. Dieses Jahr sollte dann auf einmal alles anders sein. Chichas Besitzer kamen zurück auf die Insel und verkündeten, dass sie Chicha nicht mehr haben wollten, sie sei inzwischen zu alt und man habe sich bereits ein jüngeres Tier angeschafft ... ich bin im ersten Moment sprachlos, kann ich nicht glauben, was ich dort höre, aber es sollte dabei bleiben ... Nun finde mal einer für eine
sechsjährige Hündin noch einmal ein richtig schönes Zuhause
... aber das Glück sollte Chicha hold sein, denn ihr neues Frauchen
Tanja K. aus Gladbeck war in Deutschland schon längere Zeit im Internet
auf der Suche nach ‚ihrem’ Vierbeiner, bei dem es auf Anhieb funken sollte
– und als sie Chicha entdeckte, war er endlich da, der Funke, der übersprang
und die innere Stimme, die ihr sagte ‚die und keine andere ist es!’. Frau
K. brauchte unsere Vermittlerin Fr. Flössel nicht lange überzeugen,
dass sie die ideale Frauchen-Besetzung für Chicha wäre, denn
auch hier stimmte die Wellenlänge sofort und die obligatorische Vorkontrolle
bestätigte bereits unsere Vermutung, dass sich hier Topf und Deckel
eigentlich schon gefunden hatten ... Im Hause K. stieg die Aufregung, am
02.02.2005 dann der große Tag: Chicha kommt!!! (moralische Unterstützung
bekommt Chicha von ihrer Mitreisenden Freundin Sergia, die zu
Am Flughafen Köln/Bonn steigt die Spannung für Chichas Frauchen dann von Minute zu Minute und dann sind sie endlich da ...
Das erste gemeinsame Foto mit dem neuen Frauchen .... Chicha ist noch etwas ‚durch den Wind’, aber wer hätte nach so einer langen Reise hierfür kein Verständnis?
Wir sind jedenfalls richtig glücklich, dass unsere kleine Chicha bei Frau K. noch eine 2. Chance bekam und möchten ihr an dieser Stelle hierfür von Herzen danken!! 03.02.2005: Chichas Frauchen schickt den ersten ‚Newsletter’:
Ja... wie war
„die erste Nacht mit Hund“.... ?! Unser Schätzeken hat sich, als wir
uns für die Nacht fertig gemacht haben (und ich entgegen aller Proteste
(J) das Deckchen direkt vor meinem Bett plaziert habe), selbständig
gemacht, ist zum Körbchen gegangen und hat sich darin lang gemacht
(und herzhaft geschnarcht). Heute morgen um kurz nach 6 Uhr hab ich sie
dann auch wecken müssen – unser Schäfchen schläft schlicht
und ergreifend „den Schlaf der Gerechten“ J. Was soll ich sagen ? Die Kurze
ist noch viel lieber und noch vieeeeel süßer, als wir es gedacht
haben. Auch, wenn wir beide gestern Abend nicht schlecht
Gestern Abend hatte mein Freund noch eine kleine letzte Runde vor dem Schlafengehen mit „Shorty“ gedreht. Als wir heute morgen unsere Runde gedreht haben, war Schäfchen schon überall bekannt – „Ist das nicht unser kleiner Inselgnom ?“ (Ich hab geguckt wie Auto, nur nicht so schnell.) und „Ist die süüüüß !“ Braucht`s da noch Worte ??? Heute morgen
sind wir dann das erste Mal alleine zusammen (also nur Hund und ich) Auto
gefahren. Chicha hat, gleich nachdem ich die Tür geöffnet
hatte, Platz genommen. Es brauchte sodann einige Überzeugung, dass
ein Hund von sechs Jahren nicht fahren darf, sondern dass dies mein Part
ist...
Viele Grüße,
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