08.06.2005:

Hallo Frau Flössel,
Heute waren wir in nem anderen Gebiet mit den beiden Rabauken Gassi. Fand Fina ja uuuuurig spannend alles. Das ist so ein riesen See wo früher für den Bau der Autobahnen hier der Sand ausgebaggert wurde. Heute ist das Naturschutzgebiet und man dort ganz klasse laufen weil die alles sehr schön angelegt haben. Um den See direkt kann man zwar nicht laufen aus naturschutzgründen, aber weit herum. Da läuft man etwas über eine Stunde wenn man gemütlich geht. Führt halb um den See herum und dann über so Feldwege. Jedenfalls sah Fina in einem Land eine Taube hocken und läuft und läuft und läuft...die Taube schreckt hoch, Fina will Gas geben, sieht den Graben nicht der vor ihr ist weil das Gras extrem hochsteht und PLATSCH...VOLL in den Gülle-Graben gehopst. Olaf und ich haben uns nur fragend angesehen weil wir nur das PLATSCH gehört haben und Fina weg war...dauerte keine 2 Sekunden da stand sie wieder vor uns. TOTAL geschockt und bestialisch stinkend. Die sah aus wie ein Wildschwein. Leider leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei sonst hätte ich das bestimmt geknipst. Dafür hab ich aber gestern einige neue Bilder gemacht. Zwei davon schicke ich Ihnen im Anhang.

Achjaaaa...*seufz*...arbeiten gehen. Ich mag nicht mehr arbeiten gehen. Ich mag lieber mit den Hunden was unternehmen und die beiden beobachten. Wir haben Fina und Luna noch nicht allein gelassen. Ich wollte stückweise eigentlich diese Woche damit beginnen. Im Auto haben wir die beiden schon mal kurz allein gelassen. Das war aber nur für ca. 15 min und das war überhaupt kein Problem. Ich bin zwischendurch immer mal wieder hin und hab geschaut. Aber Fina und Luna lagen friedlich nebeneinander und haben geschlafen. Wir testen das hier in der Wohnung aber auch nochmal in ganz kleinen Schritten. So haben wir es bei Luna auch gemacht und das hat gut
geklappt. Am Samstag fahre ich dann mit Fina in die Welpenschule. Ich denke sie kann das vertragen. Die Leiterin der Huschu ist auch schon GANZ gespannt auf Fina.

Momentan liegen beide Mäuse auf dem Sofa und auf dem Sessel und schlafen. War wohl doch ein ziemlich anstrengender Spaziergang heute Mittag ;0)
Herzliche Grüße
Tina O. & Rabauken


 


05.06.2005 Finas 2. Wo. im neuen Zuhause

Hallo Frau Flössel,

am liebsten hätte ich Sie heute Nacht um kurz vor 3 aus dem Bett geklingelt, weil ich soooo außer mir war vor lauter Freude ;0) Eigentlich schläft ja jeder normale Mensch um diese Uhrzeit...wohl aber nicht die, die grad eine Woche eine kleine Spanierin bei sich haben und NUR noch am beobachten sind ;0)

Ich hab Fina gestern die Tür von der Box aufgelassen. Stubenreinheitsmässig ist es noch nicht 100%ig gut, aber schon seeeeehr viel besser. Wenn überhaupt, dann pinkelt sie nur noch in die Wohnung, ihr großes Geschäft macht sie zu 95% nur noch draußen. Außerdem war für uns die Nacht letzte Woche um 5 Uhr morgens zu Ende, weil die kleine Maus sich lautstark bemerkbar machte und dann war eh nix mehr mit schlafen ;0) Also hab ich gestern abend zu meinem Männe gesagt: "Wir probieren 's einfach mal und gucken was passiert!" Ich habe dann alle Türen geschlossen (bis auf die Küchentür zum Wassernapf und die  Schlafzimmertür) und beiden ihren "gute Nacht-Keks" gegeben und Luna ist in alter Manier ins Bett gesprungen und zu mir unter die Decke gekrabbelt. Hat dann nicht lange gedauert bis Fina nachkam. Fina ist dann zu meinem Männe gekrabbelt und der meinte zu ihr: "naaaa... magst du auch unter die Decke kommen?" Mochte sie. Also ist sie zu meinem Männe unters Zudeck gekrabbelt und hat sich da ganz ganz klein zusammengerollt. Ich konnte einfach nicht anders als das noch STUNDEN zu beobachten. Fina rollte sich auf die eine Seite, auf die andere Seite und schlussendlich lag sie mit ihren Vorderpfoten auf dem Kopf von Luna. Das war soooooooooooooooooo niedlich Frau Flössel. Luna kriecht dann irgendwann nach ein paar Minuten unter der Decke weg und wechselt ans Fußende. Fina aber nicht. Die blieb stumpf bei uns in der "Besucherritze" liegen und machte es sich gemütlich. Und siehe da... wir haben bis heute morgen um kurz vor 9 ganz in Ruhe geschlafen und es ist nirgends ein Missgeschick passiert.

Ansonsten macht sie sich echt gut. Uns sprechen so viele Menschen an, dass sie soooo niedlich ist und was für eine Rasse sie denn wäre und woher sie käme und wie alt sie wäre und und und. Zur Rasse kann ich dann leider immer nichts sagen.

Gestern war dann noch meine Schwester da, um ihre neue "Nichte" zu begrüßen. Luna ist auf meine Schwester zugelaufen und Fina stand dem in nichts nach. Meine Schwester sagte nur: "ääääääh..- und wo ist DIE bitteschön ängstlich?" Keine Spur von Angst Frau Flössel. GAR NICHTS. Gestern im Park traf ich auch zwei Kinder und das eine von denen wollte Fina so gern streicheln. Ich habe gesagt, dass sie sich bitte hinhocken
möchte und warten soll, bis Fina von selbst auf sie zukommt. Hat das kleine Mädchen dann auch gemacht und Fina ist SOFORT schwanzwedelnd zu ihr hingegangen und hat ihr das Gesicht abgeschlabbert. GANZ anders als Luna. Luna würde NIE zu einem Fremden (schon gar nicht zu einem Kind) so hingehen wie Fina das macht. Aber man merkt, dass Luna von Fina`s Aufgeschlossenheit profitiert. Luna wird merklich lockerer.

Alles in allem also: Einfach nur noch schnuffig. Wir haben sie so ins Herz geschlossen die kleine Fina, dass es manchmal schmerzt, weil sie so lieb und niedlich ist ;0)

Natürlich kann die Fina auch GANZ anders. Sie knabbert hier alles an, was nicht niet- und nagelfest ist und klettert auf die Tische, wenn dort was Leckeres steht oder rennt wie ne Irre durch die Wohnung. Für die Knabbereien an Teppichen etc. pp. und das auf die Tische springen habe ich mir jetzt aber eine Wasserflasche besorgt und inzwischen reicht ein FIINAAA!!! NEIN und sie hört auf. Echt 'ne schlaue kleine Maus ist das. Ich denke, dass wir evtl. sogar nächste Woche mit der Hundeschule anfangen können so gut wie Fina drauf ist.

Herzliche Grüße
Tina O., Luna & Fina


01.06.2005 verliebt, besucht und weit (nach Hause) gereist ...

Fina hat inzwischen in ihrem neuen Zuhause bei Familie O. Einzug gehalten. Frauchen Tina hat für die Zuhause gefunden-Rubrik noch einmal Revue passieren lassen, wie alles begann ...

Der Wunsch nach einem Spielgefährten für unsere Hündin Luna war schon immer da. Es war schon lange geplant; eigentlich von Beginn an, wo wir Luna bekamen; dass irgendwann, wenn Luna aus dem Gröbsten heraus ist,  ein zweiter Hund bei uns sein Zuhause finden sollte. Unsere Luna wurde dann sehr krank und somit schwand der Wunsch nach einer zweiten Fellnase und der Wunsch, dass Luna`s Gesundheitszustand sich bessert, rückte natürlich in den Vordergrund. Dann im Januar diesen Jahres war es endlich soweit, dass wir alle Medikamente bei Luna absetzen konnten und unserer Hündin ging es zusehends besser. "Och", dachte ich, "da kannste nun ganz langsam mal schauen was es so für Hunde gibt, die dringend ein neues Zuhause suchen" 
Dass der zweite Hund ein Hund aus dem Tierschutz sein sollte, stand eigentlich von Anfang an fest. Nachdem ich mich durch sämtliche Homepages der hiesigen Tierheime durchgeackert hatte landete ich auf der Seite von zergportal.de. Und was entdecke ich da? Ein Bild von einer kleinen, 4 Monate alten Hündin - Fina. Nie habe ich geglaubt, dass man sich über ein Bild so in einen Hund vergucken kann. Es war aber sofort um mich geschehen. Schnell habe ich mit der Vermittlerin von Fina, Frau Flössel, den ersten Kontakt per email aufgenommen. Die Antwort kam umgehend. Fina sei noch nicht vermittelt. HURRA! Aufregung. Fina....den ganzen Tag über ging mir nur noch Fina durch den Kopf. Weitere Telefonate mit Frau Flössel folgten. Die Aufregung stieg. Dann ein Datum. Fina landet am 26.05.05 in Frankfurt und wird von dort in eine Pflegestelle
verbracht. Wir dürfen einen Termin mit der Pflegefamilie vereinbaren, um uns Fina einmal LIVE anzuschauen. 
Ich brauche Urlaub. Wenn wir Fina mitnehmen, dann brauche ich DRINGEND Urlaub. Mein Chef ließ mit der Genehmigung des Urlaubs auf sich warten... man, war ich sauer. Also erst einmal einen Termin mit der Pflegefamilie machen, der Rest regelt sich schon irgendwie. Der Termin mit der Pflegefamilie steht. Sonntag, 29.05.05, 11.00 Uhr. 

Eine lange Fahrt vom norddeutschen Ostfriesland ins süddeutsche Hessen steht bevor ....

Die brütende Hitze bringt uns dazu,  einen Leihwagen zu mieten. Natürlich MIT Klimaanlage. Start am Samstag Mittag; erst einmal Richtung Giessen. Eine Freundin hatte uns angeboten, dass wir in ihrer Wohnung nächtigen dürfen, um dann am nächsten Tag frisch und munter in Frankfurt anzukommen. Die Fahrt Richtung Giessen wäre allein schon eine Geschichte wert, weil wir uns richtig dick verfahren haben und ca. 100 km über Land fahren mussten. Aber Hessen ist ja ganz schön. Da kann man viel gucken; auch wenn der Kopf nur bei Fina ist. Was wird sein, wenn Luna und Fina sich nicht mögen? Was ist, wenn Fina so ängstlich ist, dass sie niemanden an sich ranlässt? WIE funktioniert das überhaupt genau mit zwei Hunden? Füttert man zusammen oder getrennt? Wer schläft wo? Und und und. Fragen über Fragen, die uns immer wieder gerne von Frau Flössel mit einer Engelsgeduld beantwortet wurden (danke nochmal an dieser Stelle)...

Dann Sonntag morgen der Aufbruch in Richtung Pflegestelle. Jede zweite Raststätte mit Toilette war meine. Man war ich aufgeregt. Noch schlimmer wurde es, als wir den richtigen Ort nicht fanden. Die Straße hatten wir gefunden, aber der Ort war der falsche. Kann eine Truppe Ostfriesen denn wissen, dass es so viele Orte mit der gleichen Postleitzahl gibt,  wo es auch noch überall die gleiche Strasse gibt? Egal.  Anruf bei der Pflegestelle. Wir finden`s nicht. Kurze Erklärung über`s Handy. Mein Akku ist fast leer. Ich krieg die Krise. Dann noch mal schnell bei der nächsten Tankstelle zur Sicherheit nachgefragt. UND: Noch mal schnell zur Toilette. Weiterfahrt in Richtung Pflegestelle. Ich krieg Bauchschmerzen vor lauter Aufregung. Mein Männe versucht mich zu beruhigen; zwecklos. Dann endlich ... die richtige Strasse, der richtige Ort, an der Strasse vor dem Haus stand schon Herr E., der 'Pflegestellen-Vater' und grinste. 

Raus aus dem Wagen, Luna angeleint und rein in der Vorhof. Und da kam sie angerannt. Fina !! - Meine Güte.... Soooooooooo eine Zuckerschnecke. Fina entdeckte Luna, Luna entdeckte Fina... - der große Moment. Werden sie sich zerfleischen? Nichts. Es passierte gar nichts. Luna ignorierte Fina und wir waren verdattert. Ich habe es mir auf dem Boden gemütlich gemacht und meine Schmacko`s ausgepackt. Aha... Fina mag Schmacko`s. Aber Fina mag noch nicht so ganz nahe kommen. Macht nichts. Kurzes Beschnuppern von Luna und Fina. Immer noch kein Zerfleischen. Fina krabbelte mir ganz vorsichtig auf den Schoss und ich verfütterte alles an Schmacko`s was ich dabeihatte (und das waren eine Menge ;0)) Ein richtiges Gespräch mit der Pflegefamilie war gar nicht möglich, weil ich nur Augen für Fina und Luna hatte (ein dickes SORRY
nochmal an dieser Stelle; wir Ostfriesen sind nur dann so wortkarg, wenn uns etwas so sehr begeistert wie uns Fina begeistert hat)...

Ich musste nicht sehr lange überlegen, ob es mit Luna und Fina klappt. Es klappte einfach. Nach einer Weile verschwand Herr E. im Haus und kam mit der Transportbox, in der Fina angekommen war und einer kleinen Leine zurück. Fina ging sofort in die Box, wir schlossen die Tür und mein Männe trug die Box zum Auto. Ich sagte: "Box nach hinten auf den Rücksitz, Luna nach vorne in den Beifahrerraum, ich nach hinten, DU fährst!" ZACK ZACK. Ein Dankeschön noch an die Pflegefamilie und dann los ins irgendwas in Richtung des in um die 500 km oder so entfernte Leer. Wird Fina jammern? Wie oft müssen wir anhalten? Kommen wir in einen Stau? 

Kein Jammern, kein Stau. Aber die übernächste Raststätte war wieder unsere. HUNGER! UND: Fina muss aus der Box raus. Das kann ja keiner mit ansehen. Also Fina an die lange Leine, kurz aus dem Auto gehüpft zum Pipi machen, die Box nach vorne auf den Beifahrersitz und Luna, Fina und ich wieder auf die Rückbank. Fina schnell angeschnallt und weiter gings. Immer noch kein Jammern. Stattdessen wurde mir das Gesicht abgeschlabbert. Schön erfrischend so eine spanische Hundezunge ;0) ... Irgendwann Stunden später: Ortsschild Leer. GOTT SEI DANK! Wir hatten auch keine Lust mehr. Unsere Energiereserven waren aufgebraucht. Die von Fina aber nicht ;0) Also kurz in die Wohnung und dann raus zum ersten kleinen Spaziergang. 

Wir müssen ins Bett. Können nicht  mehr. Sind platt, erledigt und müde. Fina ist auch müde. Luna sowieso. Fina`s Box an den alten Platz, wo Luna`s Box sonst stand, gestellt, Fina krabbelt rein, legt sich hin und schläft. SO EINFACH IST DAS?? Ich erinnerte mich an die ersten Nächte, die wir mit Luna verbrachten und war fest davon überzeugt, dass Fina unter Drogen steht,  so wie die geschlafen hat. Also dann: Licht aus... Gute Nacht John Boy, gute Nacht Fina... gute Nacht Luna. Kaum eingeschlafen wurde ich durch lautes Husten wieder wach. Fina hustet. Raus aus dem Bett und zur Box zu Fina. Fina´s Rute schlägt vor Freude dutzende Male gegen die Boxwand *dong dong dong* Aber sie hustet ziemlich heftig. Also mitten in der Nacht um kurz vor halb 2 Uhr
unsere Tierärztin aus dem Bett geklingelt. Die war zwar arg müde, aber  hilfsbereit wie immer. Kurze Diagnose übers Telefon. Wahrscheinlich Überanstrengung von der ganzen Aufregung. Trotzdem gleich am nächsten Tag um 8 Uhr vorbeikommen *gähn* .... Um 6 Uhr stand ich schon wieder in den Schuhen und war mit Luna und Fina zusammen einen kurzen Gassigang gelaufen. Dann zum Tierarzt. Alles okay. 

Der erste Tag: Luna ignoriert Fina zwar immer noch weitestgehend, ist aber doch auch neugierig, wer das nun wohl ist. Immer wieder geht Luna zu Fina und beschnuppert sie. Dann abends: die beiden toben das erste Mal!,  Fina an der langen Leine, Luna ohne Leine. Die Leine wickelt sich dutzende Male um einen Strauch bei uns im Garten. Fina ist gefangen. So gehts nicht. Also Fina mutig abgeleint und die beiden rennen wie die Bekloppten im Garten herum. WAHNSINN! Das nach nur einem Tag und das mit MEINER Luna, die sonst immer sehr wählerisch ist in Bezug auf die Hunde, mit denen sie tobt. Immer wieder kommt Fina auch zu uns und
schleckt uns das Gesicht und die Hände, als wollte sie 'DANKE' sagen. 

Der übernächste Tag: Fina und Luna toben im Garten. Der Tag danach: Luna und Fina toben in der Wohnung. 

Luna lässt Fell weil, Fina so spitze kleine Milchzähne hat ;0)... Der heutige Tag: Luna und Fina toben durch unsere Betten. Wir lachen uns schlapp. 

Alles in allem hat sich KEINE einzige Befürchtung meinerseits auch nur im Ansatz bewahrheitet. Okay; Fina IST noch schüchtern. Sie IST noch nicht stubenrein und manchmal bei gewissen Berührungen macht sie unter sich. Sie ist aber ein von Grund auf freundlicher Hund und Luna mag sie sehr. Das ist uns die Hauptsache gewesen. Wir hoffen, dass es so bleibt, wenn Fina geschlechtsreif wird; aber darüber mache ich mir jetzt erst mal keinen Kopf, denn ansonsten ist die nächste Toilette wieder meine ;0)

Lieben Dank an dieser Stelle an Frau Flössel die uns immer hilfreich zur Seite gestanden hat und an Frau Müller, deren Herz sehr an Fina hängt und an Frau Roßmann, die gute Arbeit auf Teneriffa mit Fina gleistet hat. 

Willkommen Fina im kühlen, verregneten Norden Deutschlands. An den Regen hier wird sie sich auch noch gewöhnen. 

Tina O.
 
 
 

 

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