Floyd
19. August 2007:

Hallo Ihr Lieben,

two young brothers and a lot of    l o v e  ! Gestern war es endlich so weit! Fredo traff nach langen Monaten wieder sein Brüderchen Floyd - es war ganz zauberhaft! Ja, ja, ich weiß. Alle Experten sagen ja, dass Tiere sich nicht erinnern können und sich auch nicht wieder- erkennen. Aber in diesem Fall kann ich das so nicht stehen lassen. Es war von Anfang an ein gewisser "Zauber" in Luft. Wenn Fredo mit seinem Freund spielt, darf ich Nicki nie anfassen, geschweige denn knuddeln. der arme Kerl wird sofort verprügelt!!!!!  Bei Floyd war das ganz anders! Floyd durfte ich sogar in den Arm nehmen (Susan kann das bestätigen!), ohne auch nur den geringsten Widerstand von Fredo zu spüren.  Die beiden haben 3 Stunden gespielt, geschmust und es einfach genossen. Und für Susan und mich war es auch ein unvergleichbarer Nachmittag. Es war einfach herrlich! So schön kann Leben sein .....  :-) Frau Rossmann, Ihnen wünsche ich weiterhin alles Gute bei Ihrer schweren Arbeit vor Ort und Frau Flössel und Bettina, euch wünsche ich - trotz des ganzen Elendes auf Teneriffa - eine schöne Zeit auf der Insel und hoffe, das sich das ganze Elend in Grenzen hält. Um Floyd, Happy und Fredo braucht Ihr euch keine Sorgen mehr zu machen, die 3 sind bestens versorgt!!!!  Liebe Grüße aus dem sonnigen Rheinland

Hedi + Fredo und all' den anderen .....


03. August 2007:

Liebe Frau Flössel,

Floyd ist der schnellste weit und breit. Floyd rennt bzw. er fliegt. Am liebsten rennt er gerne den Hasen hinterher - es gibt ein paar Hasen, die schneller sind als er. Wenn ein Hase etwas langsamer läuft, dann rennt er auch etwas langsamer, weil Floyd eigentlich ein bißchen Angst vor ihnen hat - einmal ist ein Hase sitzen geblieben statt  wegzurennen; der Hase hat einfach Floyd angeschaut, da hat Floyd sein Schwanz eingezogen und war sofort bei mir - normalerweise ist er nur bei mir, wenn ich bestimmend "hierher" gerufen habe. 
Vor großen Hunden hat Floyd keine Angst - weil er weiß, dass er schneller ist - manchmal ärgert er sie sogar, weil sie ihm nicht schnell genug sind. Die Kühe auf der Weide mag er gar nicht leiden - er bellt sie so lange an bis sie weichen, aber leider bleiben die Kühe immer auf ihre Plätze liegen, so dass ich Floyd gut zureden muß, sich zu beruhigen und ihn von dort wegzuziehen, damit wir vorankommen. Katzen mag er überhaupt nicht, da wird er richtig wütend. Vögel verjagt er nur, wenn keine Hasen oder Hunde weit und breit zu sehen sind. 
Im Wald bei uns gibt es ein kleines Bächlein, da flitzt Floyd über die Wasseroberfläche - das hört sich sehr schön an - ungefähr so: pitsch-pitsch-pitsch. Wenn ich denke, er ist dort, dann ist er schon hier und wenn ich denke, er ist hier irgendwo, ist er schon da weit hinten - obwohl, das gleiche denkt er auch von mir, weil ich immer auf meinem Klappfahrrad flitze, um mit Floyd mithalten zu können.

Herzliche Grüße 
Susan 



Liebe Frau Flössel,

es ist genau ein Monat vergangen, seit Floyd bei uns ist. Wir haben den schönsten Hund - vom Wesen ist Floyd - eine ungewöhnlich sanfte, verspielte, treue, feine, sehr kluge und mutige Wolke. Was sein Aussehen betrifft: Sein naturweiß und beige Fell ist sehr weich wie Daunen. Seine schlanken, langen Beine hat er von einem Rehkitz, seine Rute von einem Husky, seine Ohren von eine Golden Retriever. Seine Schnelligkeit und Gewandtheit von einem Panther. Seine beweglichen Ohren sind so fein wie von einem Hasen und seine Zärtlichkeit ist wie die von einem Kätzchen. Seine Leichtigkeit ist wie eine Feder. Floyd ist einmalig schön.

Wir haben in diesen einem Monat auch viel erlebt. 

Floyd kam nicht alleine zu uns. Er kam mit einer Herde von Flöhen.  Ich mußte ihn mit Öl und mit Flohkamm bearbeiten - er ließ sich gefallen. Ich dachte, er würde vor der seltsam riechenden Ölflasche heulend weglaufen, aber nein, er wollte damit sogar spielen. 

Dann kam die ganze Prozedur mit der Stubenreinheit - ich war nur am Putzen und Tausende von Tücher etc. verbraucht. Aber schon nach wenigen Tagen war er stubenrein.

Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, dass er eher eine "sie" war als ein "er", weil "sie" fraß so wenig (obwohl er seelisch und körperlich kerngesund ist - wir haben am zweiten Tag gleich bei einer Tierärztin checken lassen) und nur wenn ich beim Fressen in seiner Nähe bin. Aber nun frißt er ganz normal wie ein er.

Und sehr bald hat Floyd mir auch gezeigt, dass er doch von dem Wolf abstammt, als wir vom "Fressnapf" rauskamen. Floyd hat zwei sehr große Boxer hinter einem Gitterzaun getroffen - sie haben ihn angebellt, da zog Floyd seinen Schwanz ein und wollte zuerst weglaufen, aber dann hat er sich anders überlegt und ihnen gestellt und seine kleinen scharfen Milchzähne gezeigt und wie wild zurückgebellt und dabei gleichzeitig Pipi gemacht. Nach diesem Vorfall war er so erschöpft, dass er zwei Stunden tief geschlafen hat.

Als er noch seinen Sommerwelpenfell aus Teneriffa trug, stand ich Frühmorgens auf den Rasen - meine Schuhe durchdrungen von Morgenstau - und sammelte mit ganzer Kraft meine ganze Freude und rief "Floyd" - was macht Floyd? Er kam leise und sanft wie eine Feder zu mir, aber nicht auf den Rasen, sondern dem trockenen steinigen Gehweg. Nun hat er seinen Winterfell - Made in Germany - angezogen. Jetzt macht ihm der Wind nichts mehr aus und er rennt wie der Wind. Floyd rennt so schnell wie ein Panther-Kind. Manchmal kriegt er seine eigene Kurve nicht hin und knallt auch mal gegen eines unseres Chinakohls in unseren Gemüsegarten. Oder wenn er nicht rechtzeitig seine Hinterbeine stoppen kann, obwohl seine Vorderpfoten auf der Wiese bremsen, dann purzelt er auch mal über seinen Kopf. 

Floyd liebt seinen kleinen völlig zerfledderten und zerfetzten Bär (seine Beute aus geflochtenen Seil, der Bär hat sein linkes Bein verloren und seine Arme und sein rechtes Bein sind nur noch Fransen) und den Laubhaufen und die Salatköpfe benutzt er zum Hürdenlauf.

Floyd kann "Sitz", "Platz", "Aus", apportieren und sehr gut an der Leine gehen. "Bleib" kennt er auch schon, aber er macht es nur, wenn ich auch bleibe oder wenn gleich sein Futter kommt. Aber Floyd knabbert nie an etwas, was ihm nicht gehört.

Bevor Floyd auf seinen Platz (er liebt seinen weichen mit Daunenkissen gefüllten Hundebett mit hohen Rand, er schläft dort manchmal sogar auf dem Rücken) schlafen geht, döst er gerne eine Weile auf unserem Schoß - Floyd wiegt ca. 3800 gr. - er ist unser Baby.

Herzlichst 
Ihre Susan - gerade mit Floyd auf dem Schoß


 

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