Henni

02. April 2009:

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Haaallooo, Ihr da! Bevor ich mich wieder ins Vergnügen stürze, möchte ich mich kurz vorstellen:

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Ich bin Henni vom Itzfelderhof. Ja, genau die Kleine, die vor kurzem in Düsseldorf noch halb besoffen vom Beruhigungsmittel aus der Transportbox gewackelt ist. Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass mein blondes Schwesterchen auch kaum besser beieinander war. Na egal, jetzt bin ich aber sowas von wach.

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Ihr seht mich hier im Garten bei der Arbeit. Jawohl, Arbeit, denn Holzstückchen fabrizieren ist nicht so einfach, wie Ihr Euch das so vorstellt. Schließlich habe ich noch meine Milchzähne. Herrchen und Frauchen finden das an sich sehr löblich, wenn ich ihnen ein wenig helfe, nur im Haus sehen sie es nicht so gerne. Ich verstehe das zwar nicht, denn wenn ich helfe, dann auch richtig, egal, wo ich mich gerade befinde, aber von mir aus, lasse ich es eben.

Es ist, wie Ihr sehen könnt, endlich wärmer geworden, und das nutze ich natürlich aus und bin fast nur noch draußen. Nicht nur ich, denn ich habe in meinem neuen Zuhause ein paar Spielkameraden vorgefunden, mit denen ich mich bombig vertrage.

Da ist zunächst mal Jule. Nett, aber schon ein wenig alt und müde.

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Rechts im Bild seht Ihr noch so eben das Chefchen. Ja, Chef-chen, denn Herrchen ist der Oberchef, dann kommt Frauchen und dann eben Chefchen. Ein netter Kerl, auch aus Spanien, darum habe ich ihn auch direkt verstanden. Hilft auch oft und gerne beim Holzkleinmachen.

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Klar, da konnte ich nicht untätig zusehen und habe mir direkt den zweiten Holzklotz organisiert.

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Zwischendrin, um die Kaumuskeln nicht zu überanstrengen, haben wir dann ein wenig gespielt. Ja, Ihr seht richtig, da gibt’s noch andere Spielkameraden, die ich ärgern kann.

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Die kleine Graue, hinten links, ist Flöhchen, auch aus Spanien. Schon manchmal ein wenig unleidlich, denn sie behauptet, sie sei Frauchens Hund und sonst keiner. Herrchen hat mir aber verraten, dass das nicht stimmt. Nachdem ich ihr des öfteren einen Spielantrag gemacht habe, ist sie auch schon nicht mehr ganz so grantig.

Zwischen Jule und dem Chefchen, Pirri heißt der übrigens, seht Ihr noch ein schwarzes Köpfchen. Das gehört Tina. Ja, genau, auch aus Spanien. Und die knöttert immer rum. Bei allen. Aber keiner nimmt sie ernst. Und ich tue das auch längst nicht mehr. Mit Tina kann man aber prima kuscheln. Wenn sie nicht gerade bei Herrchen auf dem Schoß sitzt.

Und, bevor ich es vergesse, meine Stiefschwester Lisa ist auch hier auf dem Hof. Na, klar, auch aus  Spanien, sogar von Teneriffa. Ich konnte mich nicht mehr so richtig an sie erinnern, aber das ist egal, wir toben inzwischen wie verrückt übers Grundstück. Lisa ist übrigens die Einzige, die mich einholen kann. Die anderen mit ihren kurzen Beinchen, ach herrje. Lisa beobachtet alles aus der Entfernung. Sie hat das Knäuel nicht so gerne, das wir anderen schnell bilden. Da verliert sie den Überblick und liegt darum gerne wie ein Minilöwe da und passt auf, dass ich nichts falsch mache.

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Oder, dass Chefchen mir nichts tut.

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Ich schaue dann zu ihr rüber um ihr zu signalisieren: „Alles in Butter, keine Sorge, ich habe alles im Griff!“

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Irgendwann aber hat sich mein Alter bemerkbar gemacht. Nein, nicht Herrchen, nein, nein, mein Alter meine ich. Oder besser gesagt, meine Jugend. Ich bin zwar schon größer als diese Minihundchen Pirri, Flöhchen und Tina, aber was das Training angeht, haben sie mir doch die größere Ausdauer voraus. Na, wartet mal ab, ich kriege euch schon noch ein. Wenn’s mir dann zu viel wird, nimmt Frauchen mich auf den Schoß und schmust noch was mit mir. Dafür bedanke ich mich immer sehr herzlich.

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Und dann, ja, was soll ich sagen, weiß ich nicht mehr, wie’s weiterging. Ich habe einen Filmriss. Ich war aber auch sowas von fertig!

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Frauchen hat mich ins Körbchen gebracht, und ich habe prima geschlafen. Aber nicht lange, hehe, da war ich wieder munter und habe erwartungsvoll auf den nächsten Morgen gewartet.

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Und, was soll ich Euch sagen, es ging am nächsten Morgen wieder genauso weiter, wie es am Abend vorher aufgehört hatte.

So, nun macht’s mal gut, ich hoffe, es hat Euch ein wenig Freude gemacht, von mir zu hören.

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Bis bald mal wieder

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Eure Henni vom Itzfelderhof

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