Jerome

 

21. September 2008:

 

Hallo PAT und natürlich Frau Flössel...


Pelle (alias Jerome) hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Er ist überaus liebenswert, anhänglich, schmusig, verspielt und interessiert an Allem. Anfangs war er nur etwas ängstlich, wir nehmen mal an, dass er in der Hundemeute auf Teneriffa nicht viel zu sagen hatte. Leider ist bei ihm der Jagdtrieb ziemlich ausgeprägt, aber das halten wir eigentlich für normal, zudem ist unsere Umgebung hier derart bevölkert von Wildtieren, das es schon unnatürlich wäre, wenn ein Hund hier keinerlei Interesse zeigen würde. Wir träumten immer schon davon, mal einen Hund ohne Leine ausführen zu können, weil es bei unserer Podenco-Hündin Monty absolut unmöglich ist. Pelle hat hier einen großen Vorteil, seine Ängstlichkeit. Wenn er einer Spur oder einem Tier folgt, so wird er spätestens nach 50-100 Meter unsicher und kommt zurück. So hört er eigentlich sehr gut - momentan hat er nur eine Phase, wo er zunehmend selbstsicherer wird - und sich natürlich auch schon mal traut, in ein Maisfeld hineinzugehen, weil ein Fasan dort verschwunden ist. Wir möchten zwar einerseits durchaus, dass er mehr Selbstvertrauen kriegt, andererseits hoffen wir, das er nicht zum Komplett-Ausbüchser wird. So traut er sich inzwischen, Kühe und Pferde anzubellen, am Anfang hatte er mächtig Angst vor denen. Mit fremden Hunden gibt es sehr wenig Ärger, am besten reagiert er, wenn er nicht an der Leine ist. An der Leine fühlt er sich schon mal stark und verbellt den einen oder anderen Hund. Fressen ist seine Leidenschaft und wir müssen sehr darauf achten, das er sein Gewicht hält. Wählerisch ist er dabei kaum, er nimmt fast alles, was er kriegen kann. Mit unserer Podenco-Hündin spielt er lange und ausdauernd - manchmal ist er dabei ein richtiger Rüpel - aber er kann auch selbst viel wegstecken, ist beileibe kein empfindlicher Hund. Und den Boß, unsere 14jährige Gran-Canaria-Mischung, akzeptiert er  ohne Wenn und Aber. Obwohl wir schon seit über 20 Jahren Hunde haben, macht man doch immer wieder mal Fehler. So haben wir im Anfangs erlaubt, ein altes Kissen zu zerfleddern. Sehr schwer, ihm jetzt beizubringen, das das nicht endlos so weitergehen kann..... Anbei ein paar Bilder von unserem geliebten Pelle.


Herzl. Grüße
Regina + Jürgen A.und die Hundeschar

 

 

 

 

 

 


 

Hallo, Frau Flössel,

Jerome hat eine etwas unruhige Nacht verbracht, weil er nicht so recht wußte, wo er sich nun für die Nacht hinlegen soll. Irgendwann hat er sich dann neben dem Bett auf dem Teppichboden niedergelassen. Die beiden Hündinnen prüfen momentan das neue Rudelmitglied. Ich schätze mal, die ältere Hündin hat unmißverständlich klar gemacht, das sie der Boß ist. Jerome ist ja eher ängstlich und beileibe kein Macho. Das wird schon klappen, schätze ich mal. Nach zwei ausgiebigen Spaziergängen heute Morgen wurde einmal zusammen mit der großen und einmal mit der kleinen Hündin die Umgebung erkundet. Und nach dem Fressen werden die vielen neuen Eindrücke und der Streß des gestrigen Reisetages verdaut, auf der Couch natürlich.....
Herzl. Gruß
Regina + Jürgen A.

PS: Obwohl wir finden, das der Name Jerome zu dem Hund paßt, haben wir ihn umbenannt in >Pelle<

 

 

 

Hallo, Frau Flössel!
Wir durchleben momentan eine aufregende Zeit. Und sind immer wieder erstaunt, wie schnell Jerome lernt. So war für ihn von Anfang an klar, dass man nicht in die Wohnung macht. Ohne unser Zutun macht er das nur draußen. Sogar diskret am Rand und nicht auf dem Weg. Da wir ihn jetzt so nennen, sprech ich mal nur noch von "Pelle". Unsere große Hündin akzeptiert er ohne Wenn und Aber als Boß, und in regelmäßigen Abständen kriegt er von ihr "mitgeteilt", das dies uns jenes nicht geht. So steht auch von uns der Satz "nein, Pelle" ziemlich oft im Raum. Denn natürlich testet er momentan so ziemlich überall aus, was denn so erlaubt ist. Auf unserem Grundstück läuft er jetzt schon ohne Leine. Natürlich wird er hier noch ziemlich durchgehend beobachtet, ob er keine Versuche macht, "auszubrechen".
Aber sonst ist er ein sehr aufgeweckter lebenslustiger Kerl, der unglaublich schnell begreift. Mit unserer kleinen Hündin, die in etwa so groß ist wie er, lieferte er sich schon einige "Nachlaufen-Rennen" auf unserem Wald-Grundstück
.
Herzliche Grüße
Regina und Jürgen A.

 

 

Hallo, Frau Flössel,
wir müssen einfach noch mal berichten, was Pelle für ein toller Hund ist. Und ein schlaues Kerlchen dazu, der enorm schnell dazulernt.
Schon nach zwei Wochen war klar, Pelle ist im Rudel akzeptiert. Er genießt sogar schon eine gewisse Narrenfreiheit, er kann sich schon sehr viel erlauben bei den beiden anderen Damen. Nur wenn sein jugendlicher Übermut mal wieder zu heftig durchbricht, wird kurz verwarnt.
Wenn wir gemeinsam Gassi gehen, ist er schon ziemlich sicher, da er sich sehr stark an den beiden anderen Hunden orientiert. Alleine ist er noch etwas ängstlich, vor allem Fremdem gegenüber. So hatte er am Anfang mächtigen Bammel vor Pferden und Kühen. Straßenverkehr dagegen scheint er zu kennen.
Von der Beobachtung schließen wir darauf, dass die Hunde bei Frau Roßmann zu mehreren aus einem Napf fressen. Das dauerte denn auch ein paar Tage, bis er begriff, dass hier jeder "seinen eigenen" Napf hat. Dass er nach dem Fressen immer nochmal die Fremdnäpfe nachlecken muß, wird inzwischen von den anderen akzeptiert.
Vorübergehend macht Pelle uns zum Frühaufsteher, denn spätestens, wenn es hell wird, ist für ihn die Nacht zu Ende. Für uns dann natürlich auch. So machen wir unsere Runde mit ihm und den anderen schon zu einer Zeit, (zwischen 7 und 8 Uhr) wo alle anderen Hunde in der Nachbarschaft noch tief und fest schlafen. Das hat leider den Nachteil, das wir so gut wie keine fremden Hunde treffen zu dieser "nachtschlafenden" Zeit. Aber auch das wird sich schon geben.
Sehr angenehm finden wir, dass er ausgedehnte Ruhephasen braucht (auch tagsüber), die er anscheinend auf Teneriffa nicht kriegen konnte.
Wir bedanken uns hiermit nochmals für diesen prächtigen Hund mit ein paar Bildern
und herzliche Grüße von
Regina und Jürgen A.

 

 

 

 

 

 

 

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