Kangoos Geschichte bei PAT beginnt wie die vieler seiner Artgenossen irgendwo in den Bergwäldern Teneriffas er stromert auf der Suche nach Futter am Straßenrand umher und trifft hier auf unsere Elke, die im Rahmen ihrer Versorgungsfahrt für die herrenlosen Vierbeiner in den Bergwäldern auf eben dieser Straße im Auto unterwegs ist und ihre einzelnen Futterplätze anfährt. Natürlich bremst sie sofort, steigt aus und stellt einen ersten Kontakt zu dem Waisenkind her im Gegensatz zu etlichen Artgenossen, scheint Kangoo jedoch bereits mit Menschen Bekanntschaft gemacht zu haben; er verhält sich weder scheu noch ängstlich vielmehr ist er regelrecht dankbar, dass offenbar endlich  jemand Interesse an ihm zeigt. So bedarf es gar keiner großen Überredungskünste ... freudig wedelnd nimmt er das Angebot der Mitfahrgelegenheit in ein besseres Leben ohne zögern an ... er scheint schon eine Weile allein unterwegs gewesen zu sein, sein Fell matt, sein Appetit groß und die Rippen können durchaus etwas mehr Polster gebrauchen. Wir vermuten, dass er ausgesetzt wurde, da seine Kindertage inzwischen bereits ein paar Monate zurück liegen ... 

Kangoo lässt auch das Klinikprogramm widerstandslos über sich ergehen Kastration, großes Blutbild all das erträgt er bereitwillig als wüsste er um den späteren Lohn dafür  ... Hauptsache, da sind irgendwo diese Menschen, die ihn nicht vergessen, denn eins möchte er auf keinen Fall: wieder allein gelassen werden ... so integriert er sich problemlos in unserem Hunderudel auf der PAT-Finca und genießt das neue Lebensgefühl, sich satt, umsorgt und inmitten von Freunden auf vier Pfoten geliebt zu wissen.

Einige Wochen vergehen und Kangoo erhält bereits erste sehr nett gemeinte Wohnungsangebote, die wir jedoch leider ablehnen müssen, da er eben nicht gerne allein sein möchte ... und so üben wir uns noch eine Weile in Geduld, bis uns die Anfrage seiner jetzigen Familie erreicht. Familie Giese ihr Wohnungsangebot scheint maßgeschneidert: man ist bereits im Ruhestand, hat langjährig Hunderfahrung und man möchte nach fast einem Jahr der Trauer um den geliebten Vierbeiner, der krankheitsbedingt verstarb, Haus und Garten wieder mit einem treuen Freund auf vier Pfoten teilen. Verliebt hat man sich via Internet, Frau Giese hat Kangoo gesehen und er ließ sie gedanklich nicht mehr los und so ging dann eigentlich alles recht schnell Kangoo ist ja seit Wochen ausreisebereit, nach den ersten Telefonaten, übernahm unsere Bettina zeitnah die Vorkontrolle und kurze Zeit später hatte Kangoo bereits sein Ticket nach Deutschland in der Tasche ... die Flugdaten sorgten noch für einige Verwirrung, waren gleich zwei verschiedene Abflugzeiten mit seltsamen Kennungen hinter den jeweiligen Flugnummern ausgewiesen eine liebe Bekannte im heimischen Reisebüro klärte uns auf und nach diesem Telefonat sahen dann alle mit nur noch einem Flug wesentlich entspannter seiner Ankunft entgegen, natürlich mit Ausnahme seiner neuen Menschen, die schon ziemlich aufgeregt der ersten Begegnung entgegenfieberten ...

Trost fand sich jedoch schnell am Flughafen Frankfurt, denn Kangoo reiste zusammen mit Luna und auch Lunas Menschen warteten gespannt auf den Flieger aus Teneriffa und geteiltes Leid ist eben doch halbes Leid und dann endlich kamen sie ... 

Kangoo begrüsste seine neuen Menschen bereits schwanz wedelnd aus der Box, welche er dann am Auto angekommen endlich verlassen durfte (... jetzt mit ganz entspanntem Frauchen ;-)). 

Die zweistündige Autofahrt nach Hause wird neben Frauchen auf dem Rücksitz verschlafen, sodann wird kurz das neue Zuhause inspiziert. Ein Bächlein wird vorbildlich im Garten gemacht und anschließend geht es geradewegs in das das erste eigene verlockend weiche Körbchen, in dem sich so wunderbar schlafen lässt und das gleich bis zum nächsten Morgen. 

Es folgt die erste Gassirunde mit Herrchen auf deutschem Boden, danach wird erst einmal der Garten ausgiebig beschnuffelt und anschließend fröhnt 'man' dann diesen wunderschönen Kuscheleinheiten, die Kangoo von nun an mit niemandem mehr teilen muss ...  das muss es sein, das Hundeparadies, denkt sich wohl Kangoo, von dem wir ihm immer erzählt haben ... 


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