Liddy´s Tagebuch
06. Mai 2006:

25. März:

ankunft köln bonn um 2.30h nachts (alter zeit) de facto also 3.30h. ich bin unter drogen, reizüberflutet und auf gar keinen fall aus meiner reisekiste zu bewegen! ne! wenn ihr euch einen hund anschauen wollt, dann kauft euch eine tierzeitschrift! ich jedenfalls habe für heute genug und vor allen dingen- angst! 2 stunden fahrt nach dem flug. das gerappel und gebrumme will kein ende nehmen. dann endlich ruhe!!! die vögel zwitschern schon als ich irgendwo zwischen hier und dort an einem ort namens trier (das ist definitiv nicht spanisch!) ankomme, in meiner reisekiste zwei etagen hoch geschleppt werde und schliesslich und endlich zum stehen komme!! so! macht ihr was ihr wollt.. ja, öffnet ruhig die kiste… ich bleibe hier in meiner ecke auf meiner decke... das reimt sich ja, und was sich reimt…puh, bin ich mmmmmüde, hunnnndemmmmm…… 

26. März:

das sind sie also, ein wenig übernächtigt, meine neuen besitzer, denn ich habe mich schon gegen 10h in meiner kiste bewegt und irgendwie hat das die frau aufgeweckt..sie haben meine kiste neben ihr bett gestellt. vielleicht haben sie auch meine lauten darmgeräusche unsicher gemacht. ach ja, erwähnte ich es bereits?- ich bin nicht stubenrein? ich will aber weiterschlafen,nicht rauskommen, mich hat diese ganze reise, das hin uns her so enorm geschlaucht und meinen neuen besitzern könnten ein zwei stunden mehr schlaf auch nicht schaden. wieder aufgewacht. in meiner kiste fühle ich mich sicher. ich komme hier nicht raus. säuseln und gut zureden können alle, aber was passiert wenn ich erst mal draussen bin?!!!! mein darm rumort. die beiden sind hellwach und kommen auf die idee den deckel von der kiste zu trennen. das macht nicht nur grauenvolle geräusche, sondern mit einem mal habe ich mein unmittelbares dach über dem kopf nicht mehr!!! ich bleibe hier in meiner ecke, das ist klar! jetzt folgt ein langes prozedere der annäherung. sie streicheln mich, setzen sich wieder aufs bett, streicheln mich, setzten sich wieder aufs bett, streicheln mich…. nun, ein handlecken kann nicht schaden… aber aus meiner ecke in der kiste gehe ich ganz bestimmt nicht raus!!! mein darm macht fürchterliche geräusche! jetzt kippen die beiden mich sanft aus der kiste raus und bringen alle teile in einen anderen raum. mein gott! ich stehe tatsächlich hier. ich zittere vor aufregung und…angst! nun, die nächsten minuten und stunden sind eine echte herausforderung. ganz zu schweigen von der für meinen darm!!!! ich muss, aber ich kann nicht! die angst schnürt mir nicht nur die kehle zu. ich lerne eine ganze menge kennen: den garten, geschirrhandtücher, die katze, treppen, sisalteppich, vorhänge, noch mehr treppen… und nicht zuletzt… meine neuen besitzer…schnupperstunden…

na, ich find sie eigentlich ganz nett, wenn ich nur nicht so angst! 

hätte! sie freuen sich auf jeden fall, und ich glaube das nächte bild ist extra für frau flössel gemacht worden, weil, die hat sich nämlich, neben all den anderen, sehr eingesetzt und , ich glaube sie hatte auch die befürchtung, dass die hier vielleicht enttäuscht von mir sind, mich gar nicht haben wollen, wenn sie mich sehen, oder vielleicht enttäuscht sind, weil ich so viel angst habe. aber ich glaube, die finden das gar nicht schlimm.

die mögen mich einfach so. und da habe ich mir gedacht, das ist auf jeden fall einen versuch wert und bin konsequent meine ängtse angegangen. und um zu zeigen, dass ich es auch ernst meine, bin ich erst mal treppen gestiegen. ganz schön aufregend, habe dann meinen darm befreiht (und meine neuen besitzer auch?) und nach einem langen tag, voller entdeckungen, annäherungen, treppen und katzenbuckeln .. . nach all diesen abenteuern, haben wir uns alle gemeinsam aufs sofa gelegt- und das ist eindeutig die groosartigste erfindung nach dem hundefutter! 

einen müden gruss aus trier an alle die mich kennen liddy

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