Luna

03. Dezember 2007:

 

Hallo Ihr Lieben,

 

mal wieder ein kleiner Gruß von Jeanette und Luna. Luna hat sich in den vergangenen 10 Monaten prächtig entwickelt. Endlich ist sie in topform, lange genug hat es gedauert. Jetzt können wir joggen, Fahrradausflüge machen, ... eine Leine brauchen wir fast gar nicht mehr... sie hört so gut! Seit September gibt es Zuhause ja nun auch einen zweiten Hund, das absolute Gegenteil von Luna. Während Luna nun doch eher zu den hyperaktiven Vierbeinern gehört, ist Lucy auf den ersten Blick ein wenig träge, sie will nur gestreichelt werden und genießt voll, das Prinzesschen meiner Familie zu sein. Nur wenn Luna dann zu Besuch ist geht die Post ab, dann wird zusammen gespielt, geschwommen, gerannt, die Welt entdeckt... Wieder Zuhause sind sich beide dann absolut einig, dass der schönste Platz fürs Mittagsschläfchen das Sofa ist. Noch vor einem Jahr hätte niemand vermutet, dass zwei Hunde plötzlich so selbstverständlich zur Familie gehören und sogar von meinen Eltern so ins Herz geschlossen werden; besonders die Begeisterung meiner Mutter ist sehr deutlich zu erkennen.

In Hamburg warten auf Luna dann Freunde mit sehr langen Ohren. Während der zarte Herr Osterwald meistens vor Luna flieht, hat sie in Uschi eine neue Freundin gefunden. Vor einiger Zeit habe ich angefangen, die Kaninchen die ganze Nacht frei laufen zu lassen und eines nachts konnte ich meinen Augen nicht trauen, als ich Uschi in Lunas Körbchen entdeckt habe. Dort liegt das faule Stück nun fast immer, denn das Körbchen ist scheinbar gemütlicher als mein Bad mit der Kaninchenhütte. Auch Luna scheint das Kuscheln an Uschis draller Hüfte sichtlich zu genießen. Und wenn Luna doch mal wieder zu wild wird, wird sie sofort von Uschi zurecht gewiesen, und wenn Luna dann von einem 7 Kilo Karnickel angegriffen wird, merkt man sofort Lunas Respekt.
LuniPuni ist mittlerweile total unkompliziert, die Anfangsschwierigkeiten sind längst vergessen. Ich hoffe, dass sie sich auch so gut aufführt, wenn wir ab Mitte Januar für vier Wochen im Hotel wohnen, weil ich an der Nordseeküste arbeiten muss. Aber dort kann sie sich ja jeden Tag am Strand schön auspowern.

Zu dir, liebe Elke wäre ich im Winter gerne gekommen, aber die Arbeit in Deutschland geht vor. Seit Mai arbeite ich nun durchgehen, und diese Woche beginnt ein neuer Job, der sich dann bis Ende Februar durchzieht. ... und dann? ... kommen vielleicht direkt Anschlussprojekte. Sollte ich aber mal zwei Wochen frei haben, komm ich gerne zurück nach Teneriffa. Ich verfolge immer wieder die PAT-Seite, und sehe was bei euch passiert. Besonders gefreut habe ich mich, als ich gelesen habe, dass der wundervolle Pin gerettet wurde und ein Zuhause gefunden hat.

So, genug geschrieben ... liebe Grüße an Lidi, Anabelen, Gila, Christina, Rita & Jennifer (beim Tierarzt), ..... von
Luna & Jeanette

 

 

 

 


Luna wurde von einem Urlauber im Süden Teneriffas aufgelesen. Herrenlos und völlig alleine war unser treues Seelchen dort unterwegs.

Zur gleichen Zeit war Jeanette, eine freiwillige Helferin, bei uns vor Ort. Schnell wurde beschlossen, dass Luna bereits eine Familie gefunden hat. Nämlich Jeanette. Von da an wurde alles gemeinsam unternommen: Luna fuhr mit zu den Flughafenfahrten, Luna fuhr mit in die Berge usw. einfach herrlich mit anzusehen wie bereits vor Ort eine so tolle Beziehung geschlossen wurde.

Dann war die Zeit des Abschiedes gekommen. Jeanette und Luna haben ihr Köfferchen gepackt und nach 7 Wochen Teneriffa Arbeits-Aufenthalt wurde es Zeit für den Heimflug.

Einige Tage später bekommen wir eine tolle E-Mail von Jeanette:

16.02. Ankunft in der neuen Heimat. Luna hat den Flug allerbestens überstanden, sie lag bei der Sondergepäckübergabe ganz ruhig in ihrer Box, erst als ich sie angesprochen habe, hat sie sich fast ein Bein abgefreut! Dann Fahrt nach Hause, kurzer Spaziergang, erster Blickkontakt mit meiner Mama (... verlief ganz positiv!) und endlich um 01.30 Uhr ins Bett. Dieses hat Luna mit mir geteilt, aber was soll´s ich hätte mich auch im Bett eingenistet, wenn die Alternative eine olle Decke gewesen wäre!

17.02. der erste Tag ... Luna hat morgens gleich den Collie von gegenüber, die Rottidame von nebenan, den DSH-Mix von schräg gegenüber und die zwei Labbis von anderen Nachbarn kennengelernt.... aber das waren nicht die einzigen Hunde auf unserem ersten Spaziergang durchs Feld. Zurück Zuhause dann das richtige Kennlernen mit meiner Familie. Es zeigt sich, dass Luna ein „Weiber“hund ist, meinem Papa gegenüber zeigt sie sich verhalten, aber lässt sich problemlos von ihm streicheln, meine Schwester und Mama hat sie sofort wedelnd ins Herz geschlossen. Mittags Fahrt zum Fressnapf wo wir eine Grundausstattung gekauft haben. Luna war im Laden ganz artig, außer dass sie einen Stoffhund in Augenhöhe angebellt und angeknurrt hat. Erst nach langem guten Zureden hat sie sich davon überzeugen lassen, dass es sich um KEIN Lebewesen handelt. Zuhause hat Luna dann unser Kleinvieh kennen gelernt – OHA! Während sie Angst vor „Schwein“ im Käfig hat (unsere Meersau ist aber auch ein böses Stück!), möchte sie „Uschi“ und „Herrn  Osterwald“ wohl am liebsten auffressen.  Hoffentlich geht das gut. Die Karnickel laufen frei im Keller und Lunita kann Türen öffnen ... ich hoffe nicht, dass irgendwann das Schlimmste passiert! Am späten Nachmittag haben wir einen kleinen Ausflug zu Charlie gemacht. Der erste Kontakt mit dem Pferd war sehr gut. Während ich Charlie geputzt habe, hatte Luna nix besseres zu tun, als mein Putzzeug zu klauen.  

18.02. der Tag der Gartenzwerge! Luna hat unseren Garten entdeckt und unser Garten wird seit 16 Jahren von „Heini und Ferdi“ bewohnt. Der erste Augenkontakt verlief nicht ganz so positiv! Als Luna sie entdeckt hat, ist sie total ausgerastet. Obwohl sie bereits zwei Tage Zuhause ist, hat meine Familie jetzt auch mal erlebt das Luna bellen und böse knurren kann. Das Fell aufgestellt, lief sie vor „Heini und Ferdi“ auf und ab, und hat es ihnen so richtig gegeben. Irgendwann habe ich es geschafft, Luna zu überreden, mal an den beiden zu schnuppern. Das hat dazu geführt, dass „Ferdi“ böse gebissen wurde, aber endlich war der Frieden wieder eingestellt! Ansonsten ist nix aufregendes passiert.... kleiner Ausflug zu Charlie, Spaziergänge, Besuch bei Uschi und Herrn Osterwald (die armen Tiere). Luna macht sich im Haus übrigens sehr beliebt. Bellt nicht, bettelt nicht, dreckt nicht, .... erst zwei Tage da, und hat schon das Herz meiner Mama erobert. Und das ist für Tiere fast unmöglich. Meine Schwester und ich können kaum glauben, dass meine Mama mit Luna ständig redet und sie dauernd streichelt. Luna durfte sogar schon an ihren Fingern rumkauen! SOWAS hat es noch nie gegeben!!!!

19.02. Ausflug zum Tierarzt! Am Montag habe ich Luna röntgen lassen, damit mir meine Tierärzte etwas zum Verlauf der Arthrodese sagen können. Grosses Lob an Alejandro, denn alles sah wunderbar aus! Die Platte sitzt gut, das Gelenk wächst langsam zusammen. Nur trägt Luna jetzt wieder einen Verband und das noch mindestens 2 bis 3 Wochen. Da sie sehr agil ist, hat mir meine Klinik dazu geraten, denn die Versteifung eines Gelenkes ist eine sehr langwierige Sache und man muss sehr aufpassen damit sich die Schrauben bei zu viel Bewegung nicht lösen. Der Verband ist da eine sehr gute Stütze. Also auch noch Leinenpflicht für die nächste Zeit ... keine Hundeschule und auch noch keine Ausflüge mit der Kutsche! Hauptsache es verheilt gut. Im Nachlass unseres letzten Hundes habe ich noch zwei spacige silberfarbene Hundeschuhe gefunden die Luna unheimlich gut kleiden und gut den Verband schützen. Abends habe ich noch einen Ausflug zum Pferd gemacht. Luna macht sich im Stall gut, besonders wenn sie neben Charlie steht und beide zufrieden nebeneinander fressen. Bei Charlie ist es nur Heu, doch Luna scheinen die Pferdeäppel zu schmecken. Na lecker, bin mal gespannt wann sie sich zum ersten Mal darin wälzt.

20.02. ein normaler Tag! Heute ist nicht viel passiert. Luna will noch immer auf die Kaninchen losgehen, ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. Hab´ ja noch ein paar Wochen Zeit bis wir vier uns eine Wohnung in Hamburg teilen müssen. Da ich Luna ein wenig in der Bewegung zurückhalten muss, verbringen wir viel Zeit im Garten. Da laufen wenigstens keine Hunde rum, mit denen sie spielen möchte. „Heini und Ferdi“ werden übrigens noch immer misstrauisch beäugt. Luna hat das Fussballspielen für sich entdeckt. Scheint mit ihrem silbernen Schuh besonders gut zu klappen ... aber auch da müssen wir uns noch sehr zurückhalten.

Im Haus ist es dann kein Ball sondern ein grünes Krokodil mit dem sie immerzu spielen möchte. Das Krokodil wird überall hingetragen: Wohnzimmer, Körbchen, Schlafzimmer, Küche, Flur.... Es ist sehr lustig Luna dabei zuzusehen, wie sie sich selbst bespaßt indem sie das Krokodil durch die Gegend schleudert und es anschließend vollspeichelt. 

Übrigens Fortschritte am Nachmittag: heute wurde zum ersten Mal mein Papa ganz vorsichtig angewedelt!

Erst vier Tage in Deutschland, aber Zuhause bereits voll integriert. Luna wedelt den Weg für den nächsten Hund frei, der dann eventuell im Mai, spätestens im Juni einziehen kann. Wäre schön wenn das vielleicht Mäxchen sein könnte! Spätestens im Mai ist der Umbau unseres Hauses fertig und ich bin wieder in Hamburg. Dann ist viel Platz für einen zweiten Vierbeiner vorhanden! Ich halte euch auf dem Laufenden! 
Ich hoffe, dass es euch und den Vierbeinern gut geht! 
Gruß und Kuss an Alle (sowohl Zwei- als auch Vierbeiner!)
Jeanette
 
 

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