Macao
26. April 2006:

Hallo, Rudelchefin Elke,

also ich war ja erst verblüfft, als mich Dein Hundehelfer Peter so mir nix
auf dem Fliegehafen Teneriffa diesen anderen Zweibeinern in die Hand
drückte. Ich dachte, jetzt komme ich wieder zur Polizei und von da zu Dir,
aber die haben mich einfach in eine Hundehütte gesetzt.

Da war es zwar sehr bequem und warm, aber dann wurde es dunkel und brummte ganz schrecklich. In anderen Hütten waren noch zwei Hundekollegen, die waren sehr ängstlich. Ich war aber tapfer.

Dann haben mich die Zweibeiner wieder aus der Hütte genommen. Mir ging es
gut, ich war allerdings etwas schläfrig. Alles roch sehr aufregend. Zunächst bin ich meinen Zweibeinern nicht von den Füßen gewichen und habe aufgepasst, ob sie mich auch an einen Zaun binden und wegrennen, aber das taten sie nicht.

Hier gibt es feines Pedigree zu fressen und ein schönes Körbchen, von dem
ich Dir ein Foto beifüge. Es gibt auch große Hunde, aber die spielen noch
nicht mit mir. Ich traf auch 3 Hunde, die hatten ganz dicke Bäuche und
dünne Beine und rochen nicht nach Hund. Herrchen meint, die heißen "Schaf".
So
einen Hundenamen habe ich noch nicht gehört. Und wenn die bellen, klingt es wie "Määäh". Vielleicht haben die Husten.

Manchmal juckt mich das Fell. Dann werde ich von Frauchen gebürstet. Das
wäre gegen Gäste. Aber eigentlich ist sie gastfreundlich.

Du solltest hier mal schnuppern ! Es riecht wunderbar nach Katzen,
Kaninchen und Gänsen. Gänse sind eine Art Westhighländer mit enorm langen,
dünnen Hälsen. Die haben nur 2 Beine, wie traurig.

Jetzt grüße mal die anderen Hunde. Sag ihnen, es gehe mir bellissima, obwohl ich gar nicht belle, sondern friedlich bin.

Meine Menschen lassen Dich auch grüßen. Wir sind schon ein wenig Freunde
geworden und es wird täglich mehr. Bleib gesund und beiße keine Katzen.

Dein Freund Puschkin


April 2006:

Macaos neue Besitzer haben sich vor Ort auf Teneriffa in ihn verliebt.

 

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