Mackie
16. Juni 2007:

Liebe Frau Flössel, Liebe Frau Müller,

ich schicke mal wieder ein Lebenszeichen vom mir (Mackie) vom Neckar und hoffe, Sie erinnern sich noch an mich. Ich bin inzwischen ganz ausgewachsen und gar nicht so groß geworden, wie die Menschen um mich herum gedacht haben. Es geht mir richtig gut und obwohl erwachsen, habe ich noch immer den Schalk im Nacken und treibe sehr viel Schabernack. Am liebsten treibe ich mich noch immer im Wasser rum und suhle mich in jedem noch so kleinen Wasserloch. Dass mein helles Fell dann meistens ganz schlimm aussieht, stört mich überhaupt nicht! Mit den Katzen und meiner Freundin CLeo verstehe ich mich prima und deshalb schicke ich Ihnen anbei ein paar Bilder von mir und meiner Familie.

Viele Grüße aus dem Süden
Mackie
 

  

13. November 2006:

Mackie entwickelt sich prächtig und wird so langsam ein bißchen mehr beige. Am liebsten liegt er stundenlang auf dem Rücken (wie auf dem Bild) mit den Hinterbeinen von sich gestreckt und wartet auf Streicheleinheiten am Bauch. Er hat einen eigenen Sessel auserkoren, den er heiß und innig liebnt. Inzwischen mag ihn auch unsere Hündin Cleo gerne und die beiden spielen stundenlang miteinander "ins Ohr kneifen". Mackie ist ein bißchen traurig, dass die Badesaison aufgrund der Kälte jetzt zu Ende ist. Der teich war nämlich keinen Tag vor einem Badeausflug sicher. Er ist ein ganz schmusebedürftger Zeitgenosse und deshalb läßt die Wachhundaktivität sich noch nicht so gut an. Er begrüßt jeden noch so unbekannten M;enschen mit Schwanzwedeln und feut sich, wenn er neue Leute sieht. Er ist einfach zu süß. 
Ich danke Ihnen noch einmal dafür, dass mackie jetzt bei uns sein kann.
Viele liebe Grüße
Maren R.

 

Als geplantes Produkt einer Hundeliebe zwischen den Moderassen Labrador und Golden Retriever wurde ich auf Teneriffa geboren. Leider ging die Rechnung unserer Vermehrer nicht ganz auf, von uns sechs süssen Welpen wurden nur zwei verkauft. Wir übrigen hatten das Welpen-Verfallsdatum mit 10 Wochen längst überschritten und standen damit auch schon auf der Entsorgungsliste. Glücklicherweise konnten wir mit Hilfe eines tierliebenden Menschen auf der PAT Finca Einzug halten und in Ruhe die besten Wohnungsangebote studieren. 

Ich selbst musste nicht lange darauf warten. Mein zukünftiges Frauchen brachte die allerbesten Vorraussetzungen mit, mir ein hundelebenswertes Dasein zu bescheren. Grosses Haus mit tollem Garten und das Beste daran war: es gab Cleo, die schon sehnsüchtig auf mich wartete und auch ein Foto geschickt hatte, damit man sich ganz so fremd ist. 

So ging es alsbald per Flieger nach Deutschland. Heike, Peter und ihre Kinder, die schon einigen meiner Kollegen die Ausreise ermöglicht hatten, waren gerade wieder auf der Insel, so dass ausser mir noch Ariko und Naza mitreisen durften. 

Es war ganz schön warm in Deutschland, eben Hochsommer und so waren wir angenehm überrascht von diesem fremden Land.  Ariko war noch ein bisschen schüchtern, aber Naza und ich waren voller Energie als sie uns endlich aus den Boxen liessen. Ich fuhr dann mit Bettina nach Bonn, weil mein Frauchen Helma mich erst einige Tage später abholen konnte. 

Wir kamen also mitten in der Nacht an und kaum hatte ich den Garten betreten, waren da auch schon diese kurzbeinigen weissen Krawallratten um mich herum. Erst dachte ich, das sind mindestens zehn, aber dann kam ich doch dahinter, dass sie nur zu zweit waren. Candy und Cindy waren alles andere als reizend zu mir, sie haben vielleicht eine Show abgezogen, aber dann haben sie mich doch aufgefordert, mal mit reinzukommen und mich von oben bis unter sehr aufdringlich abgeschnüffelt, na typisch Frau eben... die wollen ja alles ganz genau wissen...

Dank des schönen Wetters haben wir jeden Tag eine ausgiebige Badetour an den Rhein unternommen, denn unter uns gesagt, ich hatte nicht allzu viel Lust auf dieses ziellose Herumlatschen. Lieber direkt ins Wasser, da planschen, rumstehen und durch die Gegend gucken... selbst die Weiber waren im Wasser immer gut gelaunt, so dass ich am liebsten den ganzen Tag dort verbracht hätte.

Wir waren auch mal in einem tollen Auslaufgebiet, wo man auf einem Spaziergang bestimmt 80 Hunde trifft. Da war so eine Gruppe ganz Grosser, die sind immer den Stöcken hinterher in den Rhein gesprungen. Ich glaube, meinem Pflegefrauchen ist das Herz stehengeblieben, als ich einfach hinterher polterte und mit einem Satz in`s Wasser plumpste und schwamm wie ein Fisch! Na, die hat eben keine Ahnung, was in unserer Rasse alles steckt. Hätte sie sich mal besser vorher meine Schwimmhäute zwischen den Zehen angeschaut! 

Ich war aber dann ganz schön müde und die 2 Ratten auch, so dass wir uns friedlich nebeneinander ausgeruht haben...

An einem Samstagabend wurde mir zu Ehren auch noch eine Grillparty gegeben. Für mich hatte man die kleine Jack-Russel-Hündin Lili als Tischdame eingeladen. Mann, war die süss...und im Gegensatz zu meinen Gastgeber-Schrappnellen überhaupt nicht zickig. Wir haben uns blendend verstanden und einen schönen Abend zusammen verbracht. 

Lili my Love!!!

Nach ein paar Tagen kam dann endlich mein Frauchen mit ein paar Freunden angereist. Ich war ja schon ganz gespannt! Die peinliche mopsige Cindy bekam direkt vor Aufregung eine Durchfallattacke und so standen wir erst einmal in einer bräunlich-breiigen Bescherung in der Diele mit übelsten „Odeur“ . Mein neues Frauchen nahm`s mit Humor, so eine Begrüssung gibt es ja nicht alles Tage, während mein Pflegefrauchen mit Maximalpuls und karottenroter Rübe den Fussboden und die Wände desinfizierte. Als die Torpedospuren beseitigt waren, stand ich endlich im Mittelpunkt und liess mich ausgiebigst bewundern. Wir hatten noch eine längere Autofahrt gen Süden vor uns, so dass ich schnell meinen Lieblingskauknochen und meine Gummikröte einpackte. Ab ging es nach Heidelberg!

Jetzt schaut mal, wie schön es hier ist. Cleo und ich sind ein Herz und eine Seele. Ich muss mir noch so Einiges von ihr abgucken, denn man nennt mich auch den „Schelm“. Na, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen und die Jugend ist zum Geniessen da! Wir liegen gern zusammen im Gras, beobachten die Gegend und lassen uns ordentlich durchkraulen von unseren Liebsten.

Also, ihr seht, Heidelberg ist unter Kontrolle! Bis bald, euer Sonnenschein Mackie.

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