März 2006:

  


lange hast Du nun schon nichts mehr von mir gehört. Das war und ist vielleicht ein langer Winter. Und da sich alle sooo sehr nach dem Frühling und der Sonne sehnen, habe ich mir gedacht, mache ich mich mit Lucie mal auf die Suche nach dem Ding, was sich da Frühling nennt.

Doch zuerst will ich Dir einmal schildern, was sich so in den letzten Monaten ereignet hat.

Im Dezember habe ich einen ganz tollen Typ, den Kevin, kennen gelernt. Er beschützt mich vor allen Gefahren, tobt mit mir durch den Schnee und hat mir einen riiiiesig großen Knochen geschenkt. Über Silvester durfte ich dann sogar bei ihm mit im Körbchen schlafen und im großen Hundehaus herumtollen.

Ist er nicht ein Prachtkerl und der Knochen erst, das sind schon Geschenke, da muss man einfach schwach werden. 

 

Wie Du auch auf diesen Bildern erkennen kannst, ist mir ein schöner dicker Pelz gewachsen und mein Bauch ist auch nicht mehr nackt. So habe ich auch richtig Gefallen am Winter gefunden. 

Besonders Spaß machte das Schneeballfangen und auf einem Haufen stapeln. Hoffe, dadurch halten die Schneebälle etwas länger oder sollte Frauchen diese doch lieber in die Frosttruhe legen?!? 

  


Saftig und lecker, ein hervorragender Durstlöscher und Pipi kann man danach machen...

Nachdem ich dann eine Portion Schneebälle gesichert hatte, machte ich mich dann mit Lucie auf die Suche nach dem Frühling. 

Wir stiefelten durch den tiefsten Schnee, auf Leitern und Holzhaufen, suchten unter dem Schnee, ob er sich vielleicht da versteckt hat, aber ohne Erfolg.

  

  

Doch dann, was war denn das ?!? 
Kann man den Frühling vielleicht auch hören ???
Es zwitscherten schon ganz vergnügt die Vögel 

Noch einmal die Ohren gespitzt, ja dass muss er sein.

Und Düfte stiegen mir da in die Nase, hm einfach umwerfend. Aber ob es nun frühlingsduft oder etwas anders war, musste ich erst noch näher untersuchen.

Aber wie Frühling sah D A S wohl eher nicht aus !

Obwohl nun schon ganz schön müde hieß es also weiter suchen.

Und plötzlich, wieder zu Hause angekommen, traute ich meinen Knopfaugen nicht. Das muss der Frühling sein. Ein Duft und welche Farben. Das musste gleich näher untersucht werden. 

Toll so ein Frühling, einfach umwerfend. So lag ich nun auf meinem Sessel und musste das alles erst einmal verarbeiten. 

Nach den ganzen Anstrengungen aber super glücklich und entsetzlich müüüüde.

Dieser Tag war wieder etwas ganz Besonderes.

Frauchen trug mich dann auf’s Sofa und dort konnte ich herrlich schlafen und träumen, von all den schönen Sachen, die ich bei der Suche nach dem Frühling entdeckt hatte.

Wenn man ganz still ist hört man mich sogar ganz leise schnarchen, so erschöpft war ich.

Alle sind nun glücklich und freuen sich, dass der Frühling auch in Deutschland angekommen ist.

Auch Dir und all Deinen fleißigen Helfern wünschen wir eine schöne Frühlingszeit. - In die Hompage spitzen wir immer mal rein und Frauchen zeigt mir dann die Neuzugänge und was so meine Schwestern machen. Es ist doch schön, wenn man sieht, wie gut es Maya, Morla und Mausi geht. Leika hat es ja bei Mama Helma auch ganz toll getroffen. Aber was ist nur mit meiner kleinen Schwester Minni? Vielleicht gibt es da auch mal Neuigkeiten. 

Für heute ganz liebe Grüße nach Teneriffa von
Mimmie, Petra und Jochen Schmidt mit Lucie.

Selb, Frühlingsanfang 2006


Dezember 2005:

Hallo, liebe Elke Rossmann

wünschen Dir und Deinen vielen fleißigen Helfern
Mimmie, sowie Petra und Jochen Schmidt mit Lucie.

Ja, nun haben wir die Bescherung in doppelter Hinsicht. Es ist Winter geworden und da habe ich ganz schön dumm aus der Wäsche geguckt, wie kalt es da sein kann. 

Wenn die Sonne scheint, so kann man es ja noch aushalten, aber bei der Suche nach Mäusen wird es dann schon ganz schön kalt und die Pfoten kommen nicht in den harten Boden rein.

Komisch, im Sommer hatte ich damit kein Problem und konnte tieeefe Löcher buddeln. 

Na ja, da es mir aber bei längeren Ausflügen immer noch mächtig kalt war und ich wie ein Rehpinscher zitterte, bekam ich kurzer Hand ein paar zünftige „Kleider“ verpasst. So stand dann dem Ausflug in den Bayrischen
Wald nichts mehr im Wege. 

Man beachte den Trachtenlook, ganz stilecht!

So konnte ich dann auch durch den höchsten Schnee toben ohne Frostbeulen zu bekommen. Das hat schon ganz schön Spaß gemacht. 

Aber die Weihnachtsmärkte fand ich schon ganz schön ätzend. Überall bleiben die Zweibeiner stehen gucken, schwatzen und ab und zu kaufen sie dann auch was, aber selten sind es Leckerli. 

Der Glühwein, den Frauchen und Herrchen tranken konnte mich leider auch nicht erwärmen. Also alles in allem ein ziemlich langweilige und kalte Angelegenheit so ein Besuch vom Weihnachtsmarkt. Ich glaube, man sieht es mir auch auf dem Bild an. Und aufpassen muss man dabei auch noch, dass einen keiner die Pfoten platt drückt. Nach so einem Tag in Eis und Schnee, ist es doch zu Hause am Schönsten.

Ich darf dann auch zu Lucie in den Korb kommen und unser Asylant, den wir Seppel getauft haben, darf dann auch mal eine Runde in meinem Hundebett schlafen.

Aber am Schönsten ist es dann in der Stube, wenn  der Kachelofen eingeschürt wird und das Holz im Ofen  knistert, und ich sitze/liege dann in der ersten Reihe. Habe den allerbesten Platz auf meiner Kuscheldecke und träume dann von der Wärme auf Teneriffa. Ja und so vergehen die Tage bis zur Bescherung 
wie im Fluge. Natürlich helfen Lucie und ich im Haus tüchtig mit z.B. bei der Weihnachtsumdekoration und denken uns immer wieder etwas Neues aus. 

Wie Du auf dem folgenden Bild sehen kannst, probt Lucie gerade wie man in so eine Krippe etwas Leben hineinbringen kann, indem man die Tiergruppe mit Hund und Katz erweitert. Nur mit den Proportionen klappt es noch nicht so ganz. Na ja, die Idee war wohl doch nicht so gut.  Doch nun freuen wir uns erst einmal auf das Weihnachtsfest und die Feiertage. Vorbereitungen gibt es schon einige Zeit. Und es richt immer so lecker aus der Küche. Hm, wenn dann erst der Festtagsbraten brutzelt, da fällt bestimmt für uns Zwei bzw. Drei auch etwas ab.

Selb, Weinachten 2005 


27. September 2005:
 

Hallo liebe Elke Rossmann!

Herbst im Fichtelgebirge oder das Ende einer Körnersammlerin (Maus)

Ja, es ist nun Herbst geworden. In den Wäldern und im Garten hat schon die Laubfärbung eingesetzt und die Erika, Sonnenhut und Herbstastern stehen in voller Blüte. 

Ich genieße die letzten warmen Sonnenstrahlen und lasse sie mir auf die Nase scheinen.

Die Bienen sind noch sehr fleißig, Schmetterlinge fliegen an mir vorbei und die Vögel zwitschern.

Auf der angrenzenden Wiese mäht der Bauer noch einmal das Gras und vom Nachbarfeld wird das Stroh  zu Ballen gebunden.

Auch in unserem Garten werden Äpfel und Beeren geerntet und für den Winter eingelagert bzw. zu Marmelade verarbeitet.

Aber auch auf dem Feld herrscht mächtiges Treiben. Für den Winter sammeln die Mäuse und Hamster emsig die nötigen Vorräte ein.

Viel Zeit ist dafür nicht mehr, also muss man sich beeilen und so wird nicht immer die nötige Vorsicht an den Tag gelegt. 
Das ist natürlich Hochsaison für Lucie, denn wie sie sagt, müssen auch wir Vierbeiner uns einen Winterspeck anfuttern, denn wenn der Winter kommt, ziehen sich die schmackhaften lieben kleinen Mäuschen in ihre unterirdischen Gänge zurück.

Also lange Rede kurzer Sinn, Lucie brachte mir gleich so ein Exemplar und ich konnte mit ihr toben, spielen (bis zum Herzinfarkt der Maus) und zu guter letzt sie auch vernaschen.

Das war vielleicht eine Aufregung. Doch siehe selbst.

Erst habe ich mich ganz vorsichtig angeschlichen, denn man weiß ja nie. Dann habe ich es mit knurren und bellen versucht. 

Keine Reaktion. Diese graue Maus wollte einfach nichts von mir wissen und hat mich nicht für voll genommen. – Unverschämt, ich war empört!

Habe es auch auf spanisch mit ihr versucht, sogar einen Tanz aufgeführt, aber sie wollte nicht mit mir spielen und toben. 

Eingebildetes kleines graues Ding.

Nach über einer Stunde wurde es mir dann doch langsam zu dumm und ich machte der Sache ein kurzes Ende.

Hm, eigentlich schade, denn wir hätten bestimmt noch so manches Spielchen miteinander machen können!?!

Aber irgendwie steckt eben doch ein Zipfelchen Jagdhund in mir.

Das nächste Bild ist dann aber nur für ganz magenfeste Leser. Mir hat es aber vorzüglich gemundet und trotz meines momentanen Zahnwechsels konnte mir keiner den Spaß verderben.

  

Danach war ich glücklich, zufrieden und müüüde….

Viele liebe Grüße aus Oberfranken von

                         Mimmie. 


10. September 2005:
 

Hallo liebe Elke Rossmann,

erkennst Du mich wieder, denn schließlich bin ich in den letzten zwei Monaten, die ich nun schon in Deutschland bin, ganz schön gewachsen? Wiege jetzt schon genau 2,0 Kg und habe eine Schulterhöhe von 20 cm.

Ja, ich bin es, Mimmie. Heute will ich Dir nun kurz berichten, was ich so in den letzten Wochen erlebt habe. Im August waren wir im Zittauer Gebirge im Urlaub. Da war vielleicht jede Menge Action, Wandern und Natur angesagt. Also das Richtige für einen Waldhund. Doch sieh selbst.

Im Hotel habe ich gleich am ersten Tag die Niederschlesischen Gänse aufgemischt und sie in den Schlossteich gescheucht. Irgendwie hat das bei den Gästen auf der Frühstücksterrasse großes Gelächter ausgelöst, doch Frauchen fand das aber gar nicht so lustig. Ab diesem Tag war ich dann beim Personal nur noch der „kleine Gänseschreck“. Nach diesem Stress musste ich dann erst einmal abruhen, bevor es auf zur Wanderung ging.

Es ging über Stock und Stein. Pilze haben wir auch gesammelt und ich habe sie dann immer wieder aus dem Korb geholt und verkostet ob es auch wirklich gute sind. Da ich mit meinen kleinen Füßen nicht auf die großen Felsen klettern konnte, hatte ich meinen persönlichen Lastenträger dabei. So kam ich dann auch auf jeden Berg, wo man eine herrliche Aussicht hatte. Und das Schönste war dann die Einkehr im Biergarten, da der Träger dann einen mächtig großen Durst hatte.

Ich bekam auch gleich einen Napf voll Wasser und ein ganzes Paar (!) Wienerwürstchen schon mund(maul)gerecht geschnitten. Die haben vielleicht gut geschmeckt Danach war ich aber genudelt und müde.

Das war schon ein ganz schön aufregender Tag.

Letzte Woche hat man mir nun gezeigt, wo die Milch für die leckere Sahne, den Quark und den Käse herkommt. Da der Weg aber quer über die Alm ging, musste ich leider an die Leine, was mir überhaupt nicht gepasst hat, aber auf Grund der Gänsegeschichte traut man mir nun so langsam alles zu. Außerdem wälze ich mich gern in so grünen Fladen von Gänsen und Enten. Könnte ja sein, dass mir diese auch von Kühen zusagen. Danach muss ich dann immer gleich unter die Dusche, was mir dann auch nicht sonderlich gefällt. Aber der Duft ist eben stärker…. 

Heute hat Frauchen auf der Terrasse zu tun gehabt. Da hatte sie etwas dabei, das sah aus wie ein Igel, den wir an den letzten Abenden auf der Wiese gesehen hatten. Wollte ihn ihr immer wegnehmen, aber sie gab ihn mir nicht. Vielleicht war es auch etwas anderes, denn da war so ein langer Schwanz dran und es roch auch nicht nach Igel.  Mit komischen Sachen spielen die Menschen.

Hab es dann auch gleich Lucie erzählt. Wir spielen lieber mit einem Tennisball,  Mäusen oder gehen gemeinsam durch die Siedlung spazieren.

So, das waren die Neuigkeiten der letzten Wochen. Es ist mächtig aufregend alles. Lerne jeden Tag etwas Neues dazu. 

Mal sehn, was das mit dem Winter auf sich hat, von dem Frauchen so immer redet. Da muß es ganz schön kalt werden. Aber mir wächst zur Zeit schon ein dicker Pelz. Lucie rüstet auch schon auf.

Beim Abend- / Morgenspaziergang war mir bei nur 4°C ganz schön kalt und ich musste dann ganz oft pipi machen. 

Werde Dich aber weiterhin auf dem Laufenden halten.

Für heute ganz liebe Grüße aus Oberfranken von Mimmie. 


23. Juli 2005:

Hallo liebe Elke Rossmann,

heute sollst Du nun endlich mal Post von Klein-Mimmie erhalten. Ja, heute ist es nun genau zwei Wochen her, als Du Sabrina und mich auf den Flughafen, für die Reise nach Deutschland gebracht hast.
Wie Dir  bekannt ist, so waren schon am Flughafen alle gleich von mir angetan. Den Flug habe ich auch sehr gut überstanden und habe mir natürlich auch große Mühe gegeben, mich gut zu benehmen.

Nun einige Bilder, die Dir zeigen sollen, was sich nun so in den zwei Wochen ereignet hat und wo ich nun zuhause bin. 

09.07.2005 16.45 Uhr Flughafen Frankfurt Main:  Frauchen und Bettina warten auf den Flieger aus Teneriffa

Der Flieger ist superpünktlich und da kommen auch schon die Flugpaten.

Mein neues Frauchen findet mich ganz süß und drückt mich ganz lieb. Bei Herrchen werde ich mich später auch noch von der besten Seite zeigen. Doch jetzt muss er uns erst einmal 350 km bis ins Fichtel-gebirge fahren. Wo das wohl sein mag??? Ich bin erst einmal müde und verschlafe die ersten Kilometer.

Gegen 21.00 Uhr bin ich dann in meinem neuen Zuhause angekommen.

Begrüßt mit einem lauten Miau wurde ich auch gleich und natürlich auch von allen Seiten beschnuppert.

Wer oder Was war denn das??? 

Es war Lucie, meine beste Kumpeline, die mit mir spielt, alles zeigt und sogar
das Futter mit mir teilt. Nur einmal gab sie mir bisher eine Schelle, als ich ihr Milchgeschäft untersuchte. Da war aber nichts zu holen. Deshalb brachte sie mir neulich eine Babymaus. Vorzüglich kann ich Dir nur sagen, aber Herrchen hat fast einen Schock bekommen, als sie ratz fatz in meiner Schnauze verschwunden war.
Danach musste ich zur Strafe gleich drei Tage lang bittere Pillen schlucken. Hatte Frauchen sich beim Tierarzt geben lassen zur Entwurmung. Man könne ja nie wissen meinte sie. Der Appetit ist aber immer noch da und wenn mir Lucie mal wieder eine Maus bringt, so kann ich bestimmt nicht widerstehen. 

Übrigens habe ich auch selbst Futternäpfe und extra Welpenfutter, aber gemeinsam aus einem Napf Katzenfutter fressen, schmeckt einfach besser. 

Ab und zu will ich mich auch mal in Haus und Garten nützlich machen und so habe ich die Designertage erfunden. Die Ohren von der Holzkatze habe ich auch schon neu gestaltet.

Auch habe ich für das Bad ab und zu mal neue Ideen. Alle Badvorleger und Hand-bzw. Duschtücher und was sonst noch so an Wäsche zu erwischen ist, wird kunterbunt neu verteilt. Ebenso im Hauswirtschaftsraum habe ich die Läufer schon umdekoriert. Mächtig schwere Arbeit. 

Im Wohn- und Esszimmer die Teppiche sind leider zu schwer und die Gardinen sind zu fest montiert. Danach bin ich dann immer ziemlich kaputt und muß erst einmal schlafen und neue Kräfte sammeln. 

Übrigens der Plüschkochen von Bettina ist mein Lieblingsspielzeug. Mit dem kann man so richtig rumtoben.

Meinen Namen als Waldhund mache ich  auch alle Ehre. Wenn Frauchen im Garten ist, so helfe ich tüchtig mit. Grabe Löcher in den Beeten, bis nur noch das Schwänz-chen aus dem Loch schaut, lege Mäuselöcher frei (könnte ja mit leckeren Babymäusen gefüllt sein) und sortiere den Kompost um. So werden die Eierschalen im Garten verteilt, sowie auch die Holzrinde vom Kaminholz im Garten breitgetragen. Ja man tut was man kann. Aber leider bin ich eben mit 1300 g nur eine halbe Portion. 

Wenn ich mich nicht an den Hausarbeiten beteilige, lasse ich es mir gut gehen, wie Du aus den folgenden Bildern sehen kannst.

Also mach Dir um mich keine Sorgen, mir geht es gut, wenn es hier auch nicht so schön warm wie auf Teneriffa ist.

Am kommenden Wochenende fahren wir in die Sächsische Schweiz, da werde ich dann der Verwandtschaft vorgestellt und muß im Hotel schlafen. Na hoffentlich geht das gut. Aber wenn Frauchen dabei ist, klappt es meistens. Sie hat schon den Blick dafür, wenn ich ein Plätzchen für Pipi suche. Na ja, bekommen wir auch noch in Griff.

Ich werde Dich jedenfalls weiter auf dem Laufenden halten.

Für heute ganz liebe Grüße aus Oberfranken von Mimmie. 
 

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