Nieve

31. Januar 2009

Hallo liebe Frau Flössel,
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dann will ich nun mal berichten:
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Nivie lebt sich langsam ein und sie ist einfach nur traumhaft!
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Nachdem wir sie ja am Flughafen abgeholt hatten, dachten wir uns, dass sie bestimmt ganz dringend muss. Das sie das letzte mal konnte war ja nun auch schon etliche Stunden her. Meine erste Befürchtung war natürlich, dass sie sich vielleicht noch im Flughafen erleichtert, darum hiess es: bloss nicht stehen bleiben sondern schön zügig weiter laufen ;)) Das Einsteigen ins Auto war dann nicht so ihr Fall – sie schien nicht so recht zu wissen, was wir denn nun eigentlich von ihr wollen. Aber als wir sie dann kurzerhand nach einigen Bestechungsversuchen ins Auto hoben, wurde dies auch anstandslos akzeptiert. Als wir dann aus dem Flughafen raus fuhren, hielten wir nach einem Rastplatz Ausschau, um sie endlich an die Luft zu lassen… aber siehe da: sie hatte sich in Ihrem Körbchen schon zusammen gerollt und war so friedlich am schlummern, dass wir sie dann auch gar nicht groß noch wach machen und aufregen wollten und sind kurzerhand bis zu Hause durch gefahren. Kaum stand das Auto und der Motor ging aus, kam aber auch schon der Kopf wieder hoch und alles wurde neugierig beäugt. Und natürlich wurde sich sofort auf dem Rasen ausgiebig erleichtert. Warum wir dabei so quiekende Laute machten, da hatte sie nur ein verständnisloses Naserümpfen für übrig – alberne Menschen;))
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Das Haus war dann ganz furchtbar aufregend und jede Ecke musste beschnuffelt werden. Natürlich mehrmals. Und alles, aber auch wirklich alles musste mal beknabbert oder zumindest kurz angeleckt werden. Wie ein Kind, was alles mit den Händen untersuchen muss. Es war wirklich zu putzig. Erst recht, als sie die Knüpfknötchen von unserem Badeteppich beknabbern wollte! Die waren sehr spannend! Bis wir dann irgendwann einfach die Badezimmer Türe zugemacht haben. Spielverderber-Mensch. Aber gut, gab ja noch genug anderes zu beknabbern. Da waren doch noch so komische Knubbel an den Schrankschubladen….
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Dieses zärtliche Beknabbern hat sie aber auch nur am Ankunftstag gemacht. Danach wusste sie wohl, dass nichts Essbares dabei ist ;))
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Wie die restliche Nacht verlaufen ist, hatte ich Ihnen ja bereits telefonisch berichtet ;) Aber was hier unbedingt noch erwähnt werden muss: sie ist stubenrein! Wir waren ganz überrascht. Ich hatte mich schon auf Putzstunden und Zeitungsausleg-Arien eingestellt, aber nichts. Bisher gab es nur 2 „Unfälle“ aber die war ich wirklich selber schuld, bzw. habe einfach nicht schnell genug die Leine geholt gehabt… aber auch da habe ich sie schnell noch bei unterbrechen können und dann ging es natürlich auf dem schnellsten Wege raus. Natürlich bin ich auch mittlerweile davon überzeugt, dass meine Nachbarn denken, ich hätte nicht mehr alle Latten am Zaun, so wie ich mich vor Freude immer überschlage, wenn sie denn dann ganz brav draussen macht ;)))
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Sie ist leider noch sehr unterwürfig und erschreckt sich häufig. Gerade wenn es ums Fressen geht. Dann ist sie immer ganz besonders schreckhaft. So als hätte man sie früher nach oder beim Fressen davon gejagt. Aber sie wird jeden Tag interessierter und zutraulicher.
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Am Anfang hat sie sich für uns Menschen, oder vielmehr für unsere Aktionen und Geräusche (die wir von uns gegeben haben, um ihre Aufmerksamkeit zu wecken) so überhaupt nicht interessiert. Es schien mir eher, dass sie zwar weiss, dass es von Menschen hin und wieder Futter gibt aber mehr hat man von Menschen wohl auch nicht zu erwarten. Jegliche Gestik und Akustik wurde einfach schlichtweg ignoriert. Als hätte sie sich irgendwann vom Menschen abgewandt, weil sie mit diesem nur schlechte Erfahrungen gemacht hab, bis halt auf ein paar touristische Ausnahmen, die ihr dann wohl hin und wieder was gegeben haben…
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Aber das ändert sich jetzt mit jedem Tag mehr. Wenn ich die Leine raus hole, fängt sie vor Freude schon an zu hüpfen. Auf Ihren Namen reagiert sie mittlerweile ganz toll. Manchmal kommt sie dann schon auch, aber zumindest reagiert sie mit Blickkontakt.
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Natürlich hatte die Maus in der ersten Woche auch gleich eine Kehlkopfreizung mit Husten. Der Wetterumschwung, evtl. der klimatisierte Flieger… aber der Besuch beim Tierarzt war absolut unproblematisch. Es wurde alles beschnuppert (jaaaa richtig und auch wieder alles beknabbert) aber sie hatte keinerlei scheu und war nach ein paar Minuten total entspannt. Selbst unser Tierarzt ist von ihrem Wesen absolut begeistert. Er sieht ja viele Hunde, aber selten so gutmütig, ruhig und einfach nur lieb.
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Wir nehmen sie auch jeden Tag mit in die Firma, dort liegt sie dann den ganzen Tag und schlummert. Ob nun Kunden oder Mitarbeiter sich massenhaft ihn ihrer Nähe aufhalten oder der Postbote oder andere Lieferanten sich die Klinke in die Hand geben: vielleicht schaut sie mal mit einem Auge interessiert hin aber die meiste Zeit scheint sie die Ruhe in ihrem Körbchen einfach nur zu genießen.
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Perfekter hätte Nivie nicht zu uns passen können!! Gerade weil wir einem aktiven, jungen, sportlichen Hund gar nicht das richtige zu Hause bieten könnten.
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An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei allen Beteiligten bedanken. An erster Stelle bei Frau Roßmann, ohne deren unermüdlichen Einsatz diese Hilfe für solche Seelen gar nicht möglich wäre. Dann ganz speziell bei Frau Flössel, die mir jegliche Bedenken vor einem „Spanier“ genommen hat und natürlich auch bei Frau Kämper. Die ich sogar persönlich kennen lernen durfte, die uns allen auf Anhieb sympathisch war und die sich sogar die Mühe gemacht hat, zusammen mit uns unsere blonde Spanierin abends um 23 Uhr am Flughafen abzuholen. Danke.
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Ich werde natürlich weiter fleissig Bilder machen und sie weiter auf dem Laufenden halten!
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Viele liebe Grüße,
die 4.O. ;))

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Unsere Spanierin ;))

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Hallo Frau Flössel,

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Die kleine Maus lebt sich langsam ein und taut wirklich jeden Tag mehr auf und interessiert sich mehr für uns. Den ausführlichen Bericht habe ich schon  angefangen, aber da dieser noch nicht fertig ist, wollte ich Ihnen die "Wartezeit" ein wenig mit unserem "Nivie-Daumenkino" versüßen ;))) (obwohl sie jetzt schon gar nicht mehr gern auf der Couch liegt. wir haben ihr nämlich so ein Mega-Riesen-Kuschel-Kissen gekauft und das ist wohl das Beste wo gibt. Denn sie bewegt sich davon keinen Millimeter mehr weg. Den ersten Tag sogar nichtmal zum trinken, das hat sie mit langem Hals und im Liegen getan - bloss nicht aufstehen! - sah zu komisch aus und natürlich haben wir auch das auf Foto festgehalten) 

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Erstmal lieben Gruß und bis zur nächsten Bildersendung ;)

Anita O.

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