23. Mai 2006:

27. Januar 2006:

Januar 2006:

Liebe Mama Pantera,

weisst du noch, letztes Frühjahr, als du mit uns allen in deinem ausgemergelten Körper unterwegs warst, auf der verzweifelten Suche nach einem sicheren Ort, wo du uns zur Welt bringen konntest. Irgendwann hattest du keine Wahl mehr und musstest einfach irgendeine Ecke in Kauf nehmen, denn es war unser Wunsch endlich das erste Mal von dir abgeschleckt zu werden. 

Da lagst du nun mit 9 kleinen Würmchen, die blind und taub nur noch trinken und liebevoll behütet werden wollten. Du hast dich Tag und Nacht um uns gesorgt, hast selbst nichts mehr gegessen oder getrunken. Und du warst so froh, als Elke dich in ihr Auto trug und du dir endlich keine Sorgen mehr machen musstest ...

Leider waren wir alle nicht so kräftig, wie man das für ein Hundeleben sein muss und so waren wir dann nach kurzer Zeit nur noch fünf Geschwister. Aber einmalig wie nur du es bist, unsere liebe Mama, hast du noch 2 Waisenkindern aus einer Höhle in Escobal deine Fürsorge geschenkt. Ella und Enya wurden von dir genauso liebevoll versorgt wie wir. Und dann kamen noch ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge, Lucia und Luciano hinzu, die mit uns allen bei dir trinken und schlafen durften. 

Als wir etwas grösser waren, haben wir dich wirklich versucht, wie eine Zitrone auszulutschen, aber deine Milchbar war besonders lecker und nie hast du mit uns geschimpft, höchstens geflüchtet bist du Arme dann und wann haha...

Elke gab dir den Namen Pantera, so schwarz und glänzend wie ein exotischer Panther, aber so warmherzig und aufopferungsvoll wie ein sanfter Engel.

Wir durften mit dir eine sorgenfreie und fröhliche Kindheit verbringen und fanden allesamt ein liebevolles Heim auf Teneriffa und in Deutschland. 

Nur für dich gab es keine eigene Familie für lange Monate. Aber es sollten auch ganz aussergewöhnlich nette Menschen sein... und die wachsen nicht an jedem Strauch. Elke und die Mädels in Deutschland hatten eine Wunschvision. Du solltest einen schönen Sofaplatz in einem harmonischen Heim finden. Und was lange wärt wird endlich gut. Nun haben dich Elke, Alexander, mit ihrem kleinen Sohn und vor allem Soraya gefunden sie sind genau dass, was wir uns in unseren kühnsten Träumen für dich gewünscht haben. Und sie haben auch genau dieses Sofa, was wir für dich haben wollten. Jetzt können wir auch alle unser Glück richtig geniessen.

Liebe Mama, es war bestimmt nicht deine freie Wahl, als einsame junge Mutti ohne Bleibe dein Dasein zu fristen, aber wir sind furchtbar froh und stolz, dass wir deine (Zieh)Kinder sein dürfen. 

Liebe Grüsse und einen dicken Schmatzer von deinen Babies:

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