Russel

08. Dezember 2010

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Russells Frauchen hat uns tolle Fotos geschickt von "Rüsseli" und seiner Freundin Julchen... glückliche Vierbeiner dank lieber Menschen!

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26. November 2010

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Hallo Ihr Lieben, 

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vielen Dank, dass ihr mir geholfen habt, nach Deutschland zu kommen. Ich war so schrecklich verängstigt, dass ich bestimmt ein halbes Jahr bei eurer Kollegin Frau Sch. mit einem ganzen "Rudel" anderer Hunde und Katzen im Haus verbracht habe. Zweimal wurde ich vermittelt, aber schon am nächsten Tag zurück gebracht, weil sich niemand mit meinen Ängsten auseinandersetzen wollte oder konnte. Ich hatte panische Angst vor lauten Kindern, vor Kinderwagen, von Fahrrädern, vor Joggern, vor überhaupt sich schnell bewegenden Menschen und auch vor kleineren Menschengruppen - von großen mal ganz zu schweigen.

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Dann kam meine neue Hundemama und suchte eigentlich einen kleinen Hund, weil ihr Dackelchen nach 17 Jahren bei ihr eingeschläfert hatte werden müssen. Zwar hatte sie noch eine große Hundedame, aber beide fühlten, da fehlt das zweite Hundchen an deren Seite. Eigentlich entsprach ich nicht so den Vorstellungen meiner neuen Hundemama, und so kam es, dass sie mich erstmal nur in Pflege nahm, um mich dem Menschenleben ein bisschen näher zu bringen und mir meine Angst zu nehmen. Aber der Gedanke, dass ich vielleichtdoch wieder weg musste, machte mir noch mehr Angst.

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Da sie ziemlich zentral in der Stadt wohnt, musste ich aber recht schnell lernen, dass ich nicht immer vor allen und allem weglaufen kann. Laute LKW, viel Verkehr, sogar die Böller und Knaller an Sylvester - all das macht mir nichts aus. Aber die Menschen...

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Nunja, jetzt bin ich auf den Tag genau 11 Monate bei meinem neuen Frauchen mit Mann und Hundedame Julchen und fühle mich sauwohl, weil sie mich nun doch ganz bei sich behalten haben - phuh !


Seit 9 Monaten gehen wir regelmäßig im Feld spazieren. Dort treffen wir auch andere Übersiedler aus Teneriffa, z. B. den Torre (Glückspilz 2010), der jetzt Sammy heißt.

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Auf dem Feld kann ich angstfrei mit meinen Freunden tollen und toben und mich richtig auspowern. Seit ich das darf, mache ich auch zuhause kaum noch was kaputt. Das freut mein Frauchen natürlich auch. Und an die anderen Frauchen meiner Freunde traue ich mich nun auch langsam heran. Die kraulen mich alle so schön, da bleibe ich doch gerne mal still stehen.

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Mein Frauchen hat ja noch die Hundedame aus Ägypten. Sie heißt Julchen und hat mir ganz doll geholfen, meine Angst langsam zu verlieren. Mit ihr an meiner Seite kann mir nichts passieren. Sie paßt richtig gut auf mich auf. Und zusammen sind wir unschlagbar. Da jagen wir auch schon mal die Jogger, die Hasen, die Enten, die Raben... einfach alle, denen wir Beine machen können. Das macht uns richtig Spaß. 

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Und wenn es draußen richtig schmuddelig kalt und naß ist, hat Frauchen auch Mäntelchen, Reflektorwestchen und Leuchtbändchen für uns, damit wir auch richtig schön geschützt sind. 

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Ich hoffe, dass ihr noch ganz viele von meinen Leidensgenossen retten und auch so gut unterbringen könnt, wie Ihr es mit mir geschafft habt. Ich lieb euch ganz dolle und schick euch Mut und Kraft für Eure weitere Arbeit.

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Dicken Schlapp von eurem kleinen Rüsseli und von Freundin Julchen 

 

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