Susi ein holpriger Weg ins Glück... oder Ende gut alles gut?

...nein, das ist nicht das Ende, sondern heute im August 2005 kann ich euch mit einem lachenden Gesicht meine Geschichte erzählen

Wer an diesem Lachen schuld ist? ...das erzähle ich euch...am Ende...

Im Herbst letzten Jahres wurde ich auf Teneriffa ausgesetzt und hatte Riesenglück, von Elke gefunden zu werden. Sie nahm mich mit in ihr Haus, gab mir Futter und Wasser und vor allem das Gefühl, etwas wert zu sein. 

Innerhalb kurzer Zeit hatte sich dann auch eine Familie in mich verguckt, die mich schon sehnsüchtig erwartete. Also machte ich mich Ende letzten Jahres auf die Reise zu ihnen. An einem kalten Nachmittag landete ich in Düsseldorf, wo ich von den netten Flugpaten an Bettina übergeben wurde.

 

 
Das war alles furchtbar aufregend für mich, ich habe mit meinen grossen Kulleraugen  sehr erstaunt durch die Gegend geblinzelt. Die vielen Menschen, die Geräusche...aber dann ging es schnell ins warme Auto und ich habe sofort wieder ein Nickerchen gemacht.

Da meine neue Familie mich nicht direkt abholen konnte, sondern erst am folgenden Wochenende, zog ich für drei Tage zu Pflegemutti Marianne, die schon alles für mich vorbereitet hatte. Sogar ein eigenes Eckchen hatte ich im Wohnzimmer hergerichtet bekommen. Und über den prall gefüllten Napf habe ich mich direkt her gemacht...

 

Meine Leute holten mich dann am Sonntag ab und der Abschied fiel mir und meiner Pflegemama sehr schwer, viele Tränen kullerten über ihr Gesicht ...

Mein neues Glück war leider nur von kurzer Dauer, ich musste dort schnell wieder weg, was ich bis heute nicht verstanden habe...ich war sehr traurig und unglücklich...

Bei meiner neuen Pflegemutti habe ich mein Bestes gegeben, habe mich mit allen prima verstanden, war folgsam und lieb...

Aber einmal habe ich sehr gelacht, denn ihr müsst wissen, dass ich eine prima Jägerin bin. Wir waren mit der ganzen Meute am Rhein spazieren. Das Wasser ist mein Element, vor allem wenn dort so lustige Enten schwimmen, die bestimmt auch prima schmecken. So schnell wie es mit meinen kurzen Beinen ging, bin ich in die Fluten gesprungen. Dass ein kleiner Hund so fix ist, hat kein Mensch gedacht. Aber die Physik lässt sich mit einem starken Willen auch manipulieren! Zusammen mit meinen Kumpels haben wir paddelnd die aufgeregt schnatternden Enten verfolgt, die das gar nicht lustig fanden. Ebenso wenig wie unsere Pflegemama, die schon Uhr und Schuhe abgelegt hatte um uns hinterher zu schwimmen. Ich kann euch sagen, das war eine Riesengaudi. Na ja, wir haben dann aber Mitleid gehabt und sind wieder zurück geschwommen. 

Ich hatte so einige Interessenten, die aber entweder nicht geeignet waren oder sich von meinem Jagdtrieb abschrecken liessen.

Aber eine gab es, die hat mich gesehen und wusste, dass wir zusammen gehören. Auch ihre beiden Hunde Becky und Chico fanden mich einfach klasse und die Kinder Gina und Sven sowieso. Wenn da nicht noch der Ehemann und Papa ein Wörtchen mitzureden gehabt hätte... 

Wir sahen uns oft in der Hundeschule von meiner Pflegemutti und jedes Mal wurde die Liebe grösser. Ich hatte das neue Zuhause auch schon kennengelernt, haha und auch die Katzen, die mir ebenso gut wie Enten gefielen. Es war sehr schön dort, mit einem klasse Garten und vielen Spazierwegen.

Vor ein paar Tagen kapitulierte dann der liebe Mann und gab an Frauchens Geburtstag grünes Licht ich darf bei meiner Erika bleiben ...für immer und bin ihr schönstes Geschenk!

Hier ist meine Geschichte zu Ende aber für mich ist es auch der Anfang von einem Leben, wie ich es mir sehr sehr lange sehnsüchtig gewünscht habe.

Eure Susi
 

 

[zurück]