Für unsere Freunde

Dein Hunger schnürt mir die Kehle zu.
Deine schwere Kette beugt auch meinen Nacken nieder.
Die Kugel in Deinem Kopf zerreißt mein ganzes Denken.
Das Gift in Deinem Körper lässt auch mein Blut erstarren.
Deine gebrochene Pfote bricht mir das Herz.
Dein erlöschender Blick durchdringt die verlogene Blindheit.
Dein letzter Seufzer: Aufschrei mit tausendfachem Echo – MITLEID.
„Mensch, mein Freund“ – Dein letzter Hauch.

Silke Wrobel – Arche Noah Kreta

 die uns mit diesen Worten aus der Seele spricht ...

nachfolgend einige Bilder, die das  Leid  der  Tiere  auf  Teneriffa dokumentieren. 

Millionenfach müssen täglich  arme  Geschöpfe  grauenhaftes Leid ertragen, das ihnen fast immer von Menschen zugefügt wird. Bitte schauen Sie nicht weg! Helfen Sie uns, die Menschen für das Leid dieser Tiere zu sensibilisieren und versuchen Sie  selbst zu helfen, wo immer Sie leidenden Tieren begegnen ...  Danke  im  Namen all derer, die sich selbst nicht helfen können!

*****

Für diesen armen Kerl kam die Rettung in letzter Minute - nicht nur von schwerer Räude gezeichnet, quälte er sich obendrein mit einem gebrochenen Bein. Seine Therapie wird Monate dauern ...

*****

Heutiger Einsatz in Pinolere. Dieser kleine Hund saß an einer kurzen Kette und verfaulte am eigenen Körper. Alejandro hat ihn gleich erlöst, hat alles andere liegen lassen . Hier gibt es aber eine dicke Anzeige. Dieser kleine Knirps hatte so einen starken Lebenswillen, ansonsten hätte er diese Schmerzen eigentlich gar nicht ertragen können. Typisch spanische Qualhaltung, man soll es nicht glauben. 
Ciao Elke

*****

Endstation Hoffnung - in der Tierklinik entscheidet sich, ob unsere Hilfe noch rechtzeitig kam ...

*****

Während der Jagdzeit 2 x jährlich verlieren jedes Jahr hunderte Hunde ihr Leben ... dieser hier steht stellvertretend für all diejenigen, denen auch wir leider nicht mehr helfen konnten ... 

*****

Das ist Cocki - ein Paradebeispiel dafür, wie Heimatlosigkeit bei Hunden mit längerem Fell einen kaum mehr aufzuhaltenden Verwahrlosungsautomatismus in Gang setzt ... hinter seinem verkommenen Gewand verbarg sich ein wunderbarer (hübscher!) Hund mit jedoch nur einem Auge, für den hier auf Teneriffa ein liebevolles Zuhause gefunden wurde ... 

*****

*****

Buchstäblich ein Häufchen Elend ist die Hündin Lady als sie zu uns kommt. Geschätzt mindestens 2 Jahre auf der Straße, verwahrlost, abgemagert bis auf die Knochen und das Fell ist ihr bereits büschelweise ausgefallen.  Ihr Anblick ist erbärmlich und tut einem in der Seele weh. Nur gut, dass eine liebe Freundin dieses arme Wesen nachts am Straßenrand aufgelesen und zu uns gebracht hat.... Wie in all diesen Fällen muss zuerst ein großes Blutbild Aufschluss über mögliche Krankheiten geben, bevor man gezielt behandeln kann, was das wichtigste ist. 'Speck auf die Rippen' kommt bei extrem vitamin- und nährstoffreicher Nahrung wieder binnen kurzer Zeit und auch die Haare werden wieder nachwachsen ... 

*****

Ein  Podenco  ohne Namen,  einer  von  hunderten  auf  der  ver- 
zweifelten Suche  nach Futter und Wasser.  Dieser  hat  es nicht
geschafft. Als  wir  auf  telefonischen  Hinweis  vor Ort eintrafen, 
war er  bereits  verstorben.  Stranguliert  hing  er in einem Zaun- 
geflecht, den Kampf ums Überleben für  immer  verloren. Was wir
noch für ihn tun konnten – ihn begraben.

05.08.  - Ja, die Ferienzeit  hinterlässt  nicht  nur  angebundene Huskys  an  der   Autobahn,  sondern  beschert  uns  leider auch 
wieder  häufiger solche  Bilder.  Beim  Urlaub  machen  hinderlich, 
wirft man  seine  Vierbeiner  mit  Vorliebe  schlichtweg  aus  dem
fahrenden Auto auf die Autobahn, wo sie dann im Straßengraben
verenden.... Furchtbar traurig diese Schicksale und sie passieren
jetzt fast täglich irgendwo ...  Wir  können leider nicht die ganze
Insel retten, daher zählt für uns jedes einzelne Hundeleben umso
mehr,  solange  wir  nur  die Möglichkeit  haben,  es  wenigstens
lebend zu retten ...


 

Wieder einmal  bin  ich  fassungslos....  Am  Dienstag, den 01.07. 
treffe ich ihn das erste Mal, auf einmal taucht er  im  Eukalyptus-
wald hinter mir im Gebüsch auf. Ich nenne ihn Abuelo (Großvater).
Ganz  langsam  habe  ich  mich  ihm  genähert und ihm zu fressen
gegeben  und der  Bann  war  gebrochen...  unsere  Freundschaft
hatte gerade erst begonnen.  Bereits  hier  mache ich mir Sorgen,
denn die Jagdzeit lässt an dieser Stelle nichts Gutes hoffen, auch
meine Euca verlor hier vor 3 Jahren auf  grausame  Art  ihr  Leben
und starb elendig von  Kugeln  durchsiebt  im  Straßengraben. Ich
machte mir seit meiner  Begegnung mit Abuelo Gedanken, wie und
wohin ich ihn am  besten  umsiedeln kann,  aber erst einmal hätte
ich sein Vertrauen gänzlich gewinnen müssen.

Bereits nur eine Woche später – am 06.07. -  ist auch sein Leben
ausgelöscht und ich finde meinen  Freund von  Kugeln  durchsiebt
an seinem Plätzchen im Eukalyptuswald.  Auch  er  musste  einen
einsamen qualvollen Tod  sterben. Ich hasse diese Jäger, die Jahr
für Jahr  so  viele  unschuldige  Leben  auslöschen und manchmal
weiß ich nicht mehr,  wie  ich all  diese  schrecklichen  Erlebnisse
noch verarbeiten  soll.  Ich  bin verzweifelt, furchtbar traurig und
leer und plage mich  mit  Selbstvorwürfen, aber auch hier war ich
wieder  einmal  machtlos, denn  die  Zeit hat leider  wieder einmal
gegen mich gespielt ....

 

Dienst nach Vorschrift...

...wurde diesem Podenco zum Verhängnis.  Er rettete sich  in eine
von den Wächtern des Parque National aufgestellte  Falle,  um an
ein bisschen Futter zu gelangen. Diese Falle des Parque steht auf
2.500 km Höhe in  nur  den  Parkwächtern  zugänglichem Gelände.
Nun war Wochenende und  obendrein  auch noch ein Feiertag, der
Dia de Canaria, also  arbeitsfrei  für  die  Parkwächter.  Erst in der
kommenden Woche fuhr man  wieder  „Streife“ und entdeckte das
arme Geschöpf viel zu spät.  Sie  riefen  mich  an,  ich solle sofort
kommen, sie hätten einen Hund, der sehr krank sei. Er lag vor dem
großen  Wassereimer,  den  man  ihm  nun viel zu  spät hingestellt
hatte und war viel zu geschwächt, um  überhaupt noch trinken zu
können.  Tagelang  war  er  der  sengend  heißen  Bergsonne aus-
gesetzt. Die Augen so tief in  den  Höhlen, dass sie kaum noch zu
sehen war. Ein winziger Hauch  Leben steckte noch in ihm und ich
träufelte ihm mit der Pipette Wasser  ins Maul.  Fressen konnte er
nicht  mehr,  sein  Blick  war  bereits gebrochen, er war irgendwie
schon nicht mehr auf  dieser  Welt.  Auf  dem  Weg  zum Tierarzt
erlosch sein Lebenslicht. Ich habe erneut  beim Chefe des Parque
vorgesprochen und doch  höflichst  darum  gebeten, in den Fallen
Wasserbehältnisse zu deponieren, denn  sonst  macht doch all die
Rettung keinen Sinn ... er musste sein  Leben  lassen  dafür, dass
sie  vielleicht   irgendwann   einmal   einem   anderen  das  Leben 
rettet... leider lernen  auf  dieser  Insel  viele  Menschen erst aus 
vielen vielen Fehlern .... 


Dieser Rüde war gleich zweimal in eine Tellerfalle  geraten... Das
Hinterbein  hatte  er  sich  bereits  selbst  abgerissen,  mit  dem
Vorderlauf  in  der   Falle   fand   ich   ihn  in  einer  Höhle  beim
aussichtslosen Kampf gegen  unerträgliche Schmerzen. Ich habe
ihn in der Tierklinik einschläfern lassen....

***

Auch dieser Riesenschnautzer geriet  mit  dem  Hinterlauf in eine
Tellerfalle und riss sich vor  Qualen  die gesamte Pfote ab. Gene-
rell hätten wir den  Lauf  amputieren  lassen, bei ihm kam jedoch
noch hinzu, dass er Filaria  positiv  und  bereits sehr alt war. Die
Torturen   einer  Amputation  und  vor  allem   die  schmerzhafte
Filaria-Behandlung  wollten  wir  ihm   nicht  mehr  zumuten.  Wir 
haben ihn erlöst.

Sira  –  ein  Opfer  von  Geschwindigkeitshelden  der  Straße – sie
wurde angefahren und kämpfte bis zum Schluss ... helfen konnten
wir  ihr  nicht   mehr ...   doppelter   Beckenbruch   und  ein  zer-
trümmerter Hinterlauf. Tränenreicher Alltag ...

Spanisches Hinterhof“leben“ ...

In der „Obhut“ von  Drogensüchtigen...  ein  „Leben“  an/in  einer
Tonne ... oft dauert es  Jahre,  bis  wir  Menschen,  die ihre Tiere
so  „halten“  ein   bisschen  zum  Umdenken  bewegen  können ...
medizinische Versorgung? Ein Fremdwort ... 

dieser Hündin mit Räude  im  Endstadium  konnten  auch wir leider
nicht mehr helfen ...

Angefahren,  liegen  gelassen, wieder einmal zu spät ... Tod in der
Klinik ...

Opfer der Jagd ...

Zweimal im  Jahr  ist  Jagd“saison“ und bei  den  spanischen Jägern
gibt´s kein  Halten  mehr ...  für  viele  der  oftmals das ganze Jahr
geschundenen Kreaturen, die  in  dunklen  Verschlägen bei  Wasser
u. Brot ihr Dasein bis zur nächsten Saison  fristen  müssen, oftmals
das Ende eines kurzen „Lebens“ ... Verluste unter den Hunden sind
ja aber nicht weiter tragisch, denn Nachschub gibt es ja  an  jeder
Ecke ...

eins der Podi-Schicksale, das mir  in  all  den  Jahren  TSV-Arbeit
besonders an  die  Substanz  ging ... ich hätte alles gegeben und
jeden Klinikpreis  bezahlt,  um  dieser  über  alle Maßen lieben und
dankbaren Hündin das Leben zu  retten zu  können ...  ihr  Hinter-
kopf war halb weggeschossen worden, die Wunde  stark  vereitert
mit Madenbildung ... so  sehr  ich  es  mir  gewünscht hatte ... es
gab für sie nur noch  einen  einzigen  Weg,  auf  dem  ich  sie  mit
vielen Tränen bis zum Schluss begleitet habe ....

... manche  haben  etwas  mehr  „Glück“  und  werden  „nur“  mit
gebrochenen  Gliedmaßen   in  den  Bergen  zurückgelassen,  weil
nicht mehr brauchbar ...

... auch unsere Partida haben wir mit einem gebrochenen Bein in
den Bergen aufgelesen. Ihr  Bein  wurde  operiert,  genagelt und
gegipst, 2 Wochen haben wir  gehofft,  noch  an der Amputation
vorbeizukommen ...  leider  vergebens,  eine  2.  OP  war  unum-
gänglich ... , aber dennoch gehört  Partida  heute  sicherlich  zu
einer der glücklichsten  3-beinigen  Podencas,  denn  sie fand in
München ein Traumzuhause und läuft  so  gut,  als  hätte sie nie
4 Beine gehabt ...

und für die, die wir nicht finden, kommt dann oftmals  jede  Hilfe
zu  spät  –  sie  verhungern  und   verdursten  elendig   in   den 
Bergen ...


BITTE HOLT UNS HIER RAUS! 

Das ließen wir uns nicht zweimal sagen, als  uns  das  Sozialamt in
La Matanza um Hilfe für diese Hunde einer sozialschwachen Familie
bat ... die vermeintliche Hunde-„Haltung“ vor Ort konnte einem die
Tränen in die Augen treiben – gemeinsam mit der  Polizei haben wir
diese armen Geschöpfe befreit und ihnen zu einem hundegerechten
Leben verholfen.

auch bei diesem jungen Husky  verschlug  es  uns  förmlich  der
Sprache. Durch Zufall entdeckten wir den kleinen Kerl, den man
regelrecht in seinem Verschlag  eingenagelt hatte ... außer dem
Holzspalt, durch den er seinen  Kopf  quetschte, keine Tür, kein
Fenster ... nichts .... 


SCHWERES  LOS DER PODENCOS ... glücklich die,  die wir völlig
entkräftet  aus den Bergen holen, dankbar auch  die, die ange-
kettet ¾ des  Jahres von ihren Besitzern in kleinen verdreckten
Verschlägen  gehalten  werden  und  die  nur  aufgrund unserer
regelmäßigen Fütterung überleben und besonders glücklich  war
diese Podenca, die uns mit einem Elektrokabel stranguliert über
den Weg lief, als sie endlich wieder richtig Luft bekam ...

Nicht immer kann  man  sofort  eingreifen.  Ismael,  ein Sozialfall. 
Alles was ihm geblieben war, ein  paar herrenlose  Vierbeiner, die
er mangels Geld für Futter nicht  versorgen  konnte. Wir nahmen
alle bei uns auf, bis auf  einen,  den  wir  von nun an regelmäßig
versorgten – sein einziger Freund bis zum Tod. Nach seinem Tod
wurde sein kleiner Freund von uns nach Deutschland vermittelt.



Dieses arme Würmchen bekam den Namen Barro (übersetzt Lehm)
- mit heftigsten  Entzündungsherden  am  ganzen  Körper und vor
allem  im  Gesicht  hat er sich vor  lauter  Schmerz  und  Juckreiz
unentwegt im Lehm gewälzt. In Zusammenarbeit mit der Tierklinik
sind wir jedoch guter Dinge,  auch  dieses  arme  Kerlchen wieder
hinzubekommen ...



Verpackt in eine Mülltüte – ob der Hund  noch  lebte  oder  nicht,
nachdem er zum Tode verurteilt wurde,  darüber mögen wir lieber
gar nicht erst spekulieren. 

Ein Hund zu sein – auf dieser Insel ein Glücksspiel  und  Hunderte
stehen leider auf der Verliererseite ...


Mehrmals in der Woche habe ich  versucht,  diese  bedauerns-
werte Hündin einzufangen, deren Körper von Räude gezeichnet
war ... Mitte April ist es mir dann  endlich  gelungen.  Aus  der
Nähe betrachtet zerschlug sich bereits die Hoffnung,  ihr  viel-
leicht noch helfen zu  können ...  ihre  Haut  sah  aus  wie  die
eines Elefanten, überall offene  geplatzte  Stellen,  aus  denen
schon das Blut herauslief ... dieses arme Tier muss entsetzlich
gelitten haben ... meine Hilfe konnte nur noch darin  bestehen,
sie auf ihrem Weg in  den  Hundehimmel  zu  begleiten.  Dieses
Ereignis hat auch mir,  die  ich  wahrlich  einiges  gewohnt  bin,
ziemlich zugesetzt ... ich habe sie würdig beerdigt.



Ein Leben im Müll – diese zwei befinden sich  in unserem Versor-
gungsprogramm auf unserer Fütterungstour ... sie  haben schon
einige Jahre auf dem Buckel  und  leben  schon einige Jahre auf
dieser Halde -  ihre  Gesichter  sind  von  der  ständigen  Sonne
gezeichnet ...  sie leben schon zu lange wild,  als  dass man sie
noch  resozialisieren  könnte.   Was   ihnen  bleibt, ist zwar kein
schönes Leben, aber wenigstens eins, in dem sie  sich  frei  be-
wegen können und keinen Hunger leiden müssen und wenn unser
Auto vorfährt, könnte man meinen, dass doch auch ein bisschen
Freude in ihren Gesichtern geschrieben steht ...

auch er muss sein Dasein im Müll fristen, allerdings  ohne  Gesell-
schaft, dazu noch angeleint/angekettet und als wir ihm das erste
Mal begegneten dazu noch halb  verhungert.  Dieser  Hund,  man
mag es nicht glauben, hat einen Besitzer, der uns  nun  gnädiger-
weise gestattet, ihn füttern zu dürfen. Das  sind  die  Hunde, bei
denen wir sukzessive Ketten verlängern, ihnen eine provisorische
Hütte bauen zum Schutz  vor  Sonne  und  Regen  und  zusehen,
dass sie wenigstens nicht  verhungern  und  verdursten  müssen,
dass auch sie einmal ihren Parasiten  los  werden  und  was  das
allerwichtigste ist:  solange wir da  sind,  ihnen  eine  kurze  Zeit
lang das Gefühl zu geben, etwas wert zu sein  und  auch  geliebt
zu werden ...  er dankt es mit grenzenloser  Freude  bei  unseren
regelmäßigen Besuchen ...


und so endet nicht nur ein Hundeleben in den Canadas –
verhungert, verdurstet, zum Sterben verurteilt, sofern man sie nicht rechtzeitig findet ...


Es  gibt  Leid,  das  ist  so   dermaßen   unvorstellbar,  dass  man
eigentlich  gar  nichts  mehr  dazu  sagen  oder   schreiben  kann.
Dieser arme Kerl  lag  offenbar  mehrere  Tage,  wenn  nicht sogar
Wochen  angefahren  auf  der  Straße.  Seine  hinten  Gliedmaßen
gebrochen, zerquetscht ... das rohe  Fleisch  in fortgeschrittenem
Verwesungszustand. Der arme Kerl vom vielen  Regen  vollkommen
durchnässt, halb erfroren – sein Körper  gelähmt,  aber  sein  Kopf
lebte noch und seine Augen  flehten  um  Hilfe  all  die  Zeit... Das
sind die Momente, die uns nachts den  Schlaf  rauben,  Bilder,  die
sich uns Gedächtnis brennen und tagtäglich fahren dort Menschen
vorbei, die nichts anderes können als wegsehen  und  die  sich  zu
schade sind, nur für  einen  Hund  anzuhalten. Man muss sich oft-
mals  schämen,  selbst  zu  dieser  Spezies  zu  gehören ...  leider
mussten viel zu viele Tage vergehen,  bis  Wanderer  vorbeikamen,
die sich seiner annahmen und  uns  informierten.  Was  hätten  wir
darum gegeben, ihn retten zu können ... es  lag  nicht  in  unserer
Macht. Unser Tierarzt hat ihn erlöst  –  einen ohne  Namen,  einen
von vielen und doch für uns ein Geschöpf, in dem eine Seele lebte
und um das wir trauern, weil wir ihm nicht helfen konnten ...

Das letzte Bild, bevor er für immer die Augen schloss:


Das ist eine  Podenca, die  wir Estrella  genannt haben. Dass diese
bedauernswerte  Hündin, die  wochenlang ohne Futter und Wasser
vor sich hin  vegetierte,  überhaupt  noch  aufstehen  konnte,  er-
schien uns  wie  ein  Wunder ...  In  ihrem  Zustand  befinden  sich
unzählige Leidensgenossen, denen wir Tag ein  Tag  aus  begegnen
– vielen  leider  zu  spät ...  Estrella  hat  Glück  gehabt  –  sie hat
heute ihre eigene Familie und lebt in Norddeutschland.


Wieviel  Leid  kann  man  oder  besser  noch  Tier  ertragen??  Bei
diesem kleinen Kerl stießen auch wir  an  unsere  Grenzen  und mit
vielen Tränen begleiteten wir diesen jungen  Welpen  wie  man  so
schön sagt über die  Regenbogenbrücke ...  Ratten hatten bereits
einen seiner Hinterläufe bis zum Kniegelenk  abgefressen und auch
eines  seiner  Vorderbeine  war  bereits  derartig infiziert, dass wir
ihm nur noch die wohl unsäglichen Schmerzen abnehmen konnten.
Was uns bleibt, ist die Trauer um  ein unsäglich  armes  Geschöpf,
dessen   Leben  noch  nicht  einmal  begonnen  hatte ...  und  so
schwer  es auch manchmal fällt, man muss einfach weitermachen,
denn es  gibt einfach viel zu viele arme  Geschöpfe,  die  dringend
der Hilfe  bedürfen und für so viele von ihnen kommt oft jede Hilfe
zu spät, wie auch bei den folgenden beiden ... 


Im wahrsten Sinn  des  Wortes  ohne  Worte  stehe  ich  vor der
Aufgabe, diese Bilder zu erläutern. Ich  kann  es  nicht  in  Worte
fassen und es ist mir unbegreiflich, dass ein  menschliches Wesen
in der Lage ist, hilflosen Geschöpfen derartiges Leid zuzufügen ...
Diese Welpen hätte man uns  in  Deutschland  sicherlich  förmlich
aus den Händen  gerissen,  hier  auf  Teneriffa  empfand  man sie
wohl  nur  als  Belastung  und  brachte  sie  kurzerhand  um - die
Spuren  dieser  Schandtat  dachte  man  offensichtlich  mit  Hilfe
von Benzin und Feuer beseitigen  zu  können ...  ich  erspare  mir
weitere Worte, denn mir laufen gerade die Tränen herunter ...


Rabon – die  Schmerzen, die er ertragen haben muss, lassen sich
nur erahnen. Zugefügt  hat sie ihm wieder einmal ein Mensch, der
stümperhaft  versucht  hatte,  seine  Rute  zu  coupieren.  Rabon
begegnete Elke in Los Raices, seine Rute war mit einem Bindfaden
fest abgebunden und die Schnittverletzung hochgradig entzündet
und vereitert, der Verwesungsprozess hatte bereits eingesetzt. 
Das  einzig  Positive  an  diesem  schlimmen   Tierschicksal:   Wir
konnten  ihn  retten!  Rabon  wurde  operiert,  seine   Rute   fast
gänzlich operativ entfernt und fachmännisch  versorgt.  Nun  tollt
er mit einer großen Halskrause  durch  unseren  Garten,  spielt mit
seinen Freunden und  der  Glanz  kehrt  langsam  in  seine  Augen
zurück ...


Ein Hund auf der Straße – für  viele  auf  der  Insel Teneriffa noch
lange kein Grund auf die  Bremse  zu  treten. Es vergeht kaum ein
Tag, an dem nicht irgendwo ein armes  Geschöpft schwer verletzt
im Straßengraben oder sogar mitten  auf  der  Fahrbahn verendet.
Hunderte sterben jährlich auf unseren  Straßen  und  Autobahnen.
Dieser hier lag in seinen letzten Atemzügen, als wir  anhielten,  um
ihm zur Hilfe zu eilen. Er  verstarb  wenige  Sekunden  später.  Wir
konnten ihn nur noch beerdigen – der Unfallverursacher war schon
lange weg – Mensch, was ist nur aus dir geworden?


Nachdem wir gerade  aus  den  Bergen  zurückkamen, wo wir drei
Welpen das Leben retten konnten, hielten wir unterwegs,  da  wir
einmal „austreten“  mussten. Nachdem wir uns einen  Weg  durch
ein Gebüsch gebahnt  hatten stießen wir  völlig  unvorhergesehen
auf eine  wilde  Müllhalde,  auf  der  man  dieses  arme  Geschöpf
„entsorgt“ hatte, nachdem man den armen Kerl vermutlich vorher
an einem Baum aufgehängt  hat.  Weder  abgemagert noch sonst
irgendwelche  Verletzungen,  aber  ein  Gesicht  so  geschunden,
dass uns  buchstäblich  schlecht  wurde.  Ein  junger  Hund,  der
wieder einen  sinnlosen,  qualvollen Tod  sterben  musste, weil er
einer Bestie Mensch begegnete.


Caruso und Fina – ihre  Bilder  stehen  hier  stellvertretend für 9
weitere  unserer  Freunde,  die  regelmäßig und schon über Jahre
von uns an der Südautobahn  in  der  Nähe  einer Reparaturwerk-
statt für Omnibusse gefüttert  und  versorgt  wurden.  8  unserer
Hunde dort mussten  ihr  Leben  lassen,  weil  sie  drogensüchtige
Jugendliche  beim  Diebstahl  gestört   haben.   Sie   wurden   auf
brutalste Art und  Weise  mit  Messerstichen  getötet, zusätzlich
schüttete man ihnen Gift ins Trinkwasser.  Einige weitere  unserer
Vierbeiner dort konnten noch rechtzeitig flüchten, trugen zum Teil
aber ebenfalls schwere Stichverletzungen davon,  die  wir  derzeit
behandeln. Mai 2002



Für diese Podenca kam leider jede Hilfe zu  spät.  Abgemagert bis
auf die Knochen, war sie kaum noch in der Lage zu laufen, an der
Brust ein riesiges Geschwür.  Beim  Tierarzt  stellte  sich  heraus,
dass es sich um eine riesige  Brustkrebsgeschwulst  handelte, wir
mussten sie schweren Herzens erlösen  lassen – gerne hätten wir
ihr noch zu einigen schönen Jahren bei uns verholfen ...



Immer wieder lesen wir Vierbeiner auf,  wo  man  vor  lauter  Filz,
Dreck und Parasiten kaum noch vorne  und hinten erkennen kann.
Sie  leiden  entsetzlich.  Augen  und  Mäuler  sind oft  sogar  fast
regelrecht zugewachsen, Parasiten und Entzündungen wohin man
blickt. Hier kann nur noch  die  Schermaschine  helfen,  die  dann
oftmals  zusätzlich   starke   Hauterkrankungen   ans   Tageslicht
befördert ... (diese 3 sind  heute übrigens  nicht  mehr wieder zu
erkennen und fühlen sich wieder wohl in ihrer Haut)




Unbekannte  Podenca  –  wie  viel  Leid  muss   diese  Podenca
ertragen haben, dass sie es nicht mehr aushielt und sich aus ihrer 
Kettenhaltung, die auch für einen Elefanten ausreichend gewesen 
wäre,  losriss und weglief? Dieses arme Geschöpf hat nichts vom 
Leben gehabt, denn die Flucht brachte ihr zusätzlich den Tod.



Lori – aus der Mülltonne.

Lori´s Glück, dass sie laut genug wimmerte und  gefunden  wurde. 
Leider leider viel zu oft gern  genutzte  Methode  sog.  Menschen, 
sich ihres Hundenachwuchses zu  entledigen.  Dabei wird bewusst 
in   Kauf  genommen,  dass   die  Tiere   bei  lebendigem  Leib  im 
Schredder, der in  den  spanischen  Müllfahrzeugen  integriert  ist, 
zerstückelt werden.
 
 


Einmal mehr den Wettlauf gegen die  Zeit  verloren ...  hilflos  vor 
Wut und  Trauer  mussten  wir  Mitte  November  4  unserer  fast 
handzahm   gefütterten  Welpen  in  den  Bergwäldern   von  den
Behörden vergiftet an  unserer  Futterstelle  vorfinden.  Warum?? 
Diese Frage könnte man sich den ganzen  Tag  stellen.  Das  sind 
diese  Momente,  in  denen  wir  regelmäßig   alles  hinschmeißen 
könnten.  Noch einige Tage  länger  und  man  hätte  die  Kleinen 
mitnehmen können. Obwohl  diese Vergiftungskommandos  genau 
wissen, dass wir die Tiere mitnehmen,  sobald  wir  ihrer  habhaft 
werden können, tun sie alles, um uns mit ihren  Giftködern  zuvor 
zu kommen. Wir fragen uns oft, wie das alles noch einmal  enden  soll - uns fehlen die Worte und  wir  finden   keine   Antwort  auf 
diese Frage. Wieder  wurden 4  Leben grundlos zerstört  und  ein 
großes Stück  Arbeit ist   vergebens  gewesen,  die   Futterstelle 
entdeckt und somit unbrauchbar geworden. Wie  tief  müssen wir 
noch in die Wälder, damit  diese  armen  Tiere  nicht  verhungern müssen und vor einem Vergiftungstod sicher sind?


Euca

WARUM??? Wir trauern um Euca - eine liebe Hundedame, die, vor 
langer Zeit schon von uns sterilisiert, gemeinsam mit ihrem Freund
Euco in  den  Eukalyptuswäldern  unterhalb  des  Berges  Teide  in 
Freiheit   ein   schönes   Leben   führte. Beide  wurden   von  uns 
regelmäßig versorgt und genossen ihre Freiheit ... bis zu dem Tag, 
als sie zu Zielscheiben eines schießwütigen Hundehassers wurden,
der  wie  viele  seiner   Jägersgenossen   offensichtlich  wohl  der 
Meinung   war,   dass  die  frei  lebenden  Hunde  schuld  an  dem 
geringen Kaninchenbestand in diesem Jahr  seien.  Euca  bezahlte 
diese Schießwut mit dem Leben, wobei sie  bis  zum  Eintritt  ihres 
erlösenden Todes noch  unendlich  leiden  musste.  Sie  schleppte 
sich mit ihren Schusswunden noch auf die andere Straßenseite ins 
Gebüsch, wo sie dann schließlich qualvoll verendete. Was sind das
für Menschen, die einem Hund erst 2 mal in den Rücken und wenn 
er am Ende seiner Kräfte ist,  noch  einmal in den Kopf schießen?? 
Auch Euco wurde nicht verschont  -  ihm  wurde  die  Schrotflinte 
direkt an den Hals gesetzt, als man  abdrückte.  Unzählige  Kugeln 
durchsiebten seinen Hals und sein Gesicht. Als  wir  zur  Fütterung 
kamen  lebte  er  noch  und  schleppte  sich  mit letzter Kraft zum 
Auto. Inzwischen wurde  er  bereits  3 x  operiert  und  wird  noch 
über   Wochen   seine   schweren   Verletzungen  in  der  Tierklinik 
auskurieren müssen. Der Hass auf  diesen  "Menschen", der hierfür
verantwortlich ist, ist grenzenlos -. Unserer lieben  Euca  konnten 
mir   nur   noch   ein   schönes   Grab    in    ihrer    Heimat    den 
Eukalyptuswäldern  schenken,  mehr  stand  leider  nicht  mehr  in 
unserer Macht ...


Trauer um einen toten Freund am Straßenrand ...


Benny - wurde auf  einer  Baustelle  "vergessen". Seine Hütte war 
nach mehr als 2 Jahren - solange hing er  bereits  dort,  wie  man 
uns berichtete - buchstäblich über ihm zusammen gebrochen und 
er  stand  nur  noch  in  seinen   eigenen  Fäkalien,  befallen  von
unzähligen Parasiten und  mit  einer  aufgescheuerten  Halswunde 
von  den  ständig   scheuernden   Karabinerhaken,  mit  denen  er 
"dreifach gesichert" worden war.  Ein Dank an  die  Arbeiter  einer 
nahe gelegenen Fabrik, die ihm  wenigstens  ab  und  an  was  zu 
fressen gaben, damit er nicht  verhungerte.  Da  er  offensichtlich 
niemandem gehörte und ihn auch keiner haben wollte, konnten wir 
ihn befreien und ihm zu einem lebenswerten Leben verhelfen...



 

Jagdzeit  -  Leidenszeit  für  unzählige  Podencos  die  mit  aufge-
rissenen Pfoten durch das Laufen auf  dem  Lavagestein,  starken 
Verbrennungen   von   der   sengenden   Sonne  und  schwersten 
Verletzungen nach der Jagdzeit  rund um den Teide zurückbleiben, 
da sie ausgedient haben, oder bei der Jagd vom Rudel "abhanden" 
gekommen  sind.  Eine Gnadenkugel für  ihre  verletzten  Tiere  ist 
den Jägern noch zu viel. 

Oben Links:  Ein  Podenco  mit  angeschossenem  Hinterlauf  -  er 
wurde erlöst, denn ihm hätte nur eine Amputation  helfen  können 
und wer gibt einem 3-beinigen Podenco ein Zuhause?????

Unten  Links:  Ein  Podenco  mit halb  weg geschossenem Kiefer - 
trotz unvorstellbarer  Schmerzen  genoss  er  vor  der  erlösenden 
Spritze  des  Tierarztes  sogar  noch   einmal   dankbar  Streichel- einheiten. 

Rechts: Elke mit einem Pointer, der bei der  Jagd  von  dem  Rudel 
abhanden gekommen war, er war zu  schwach, um alleine ins Auto 
zu  steigen.  Er  war  gechipt  und  kam  nach einigen Wochen der 
Aufpäppelung wieder zu seinem Besitzer, der seine Hunde in guten 
Verhältnissen hielt, zurück.


Leider ständiger Begleiter auf allen Touren, um  die Tiere zu retten
- der Tod. 

Dieser kleine Kerl  wurde überfahren.  Anhalten  tut  hier niemand. 
Die Tiere verenden  qualvoll  im  Straßengraben ... was uns bleibt: 
ihn zu begraben und ihm damit eine letzte Ruhestätte zu geben...


Unvorstellbar, wozu Menschen fähig  sind  -  Diesen  Schäferhund 
band man mit einem Elektrokabel eiskalt hinter einem Auto  an.  Er 
musste einen  sinnlosen,  qualvollen  Tod  sterben  und  wurde  zu 
Tode  geschleift  -  Sind  das  noch Menschen, die zu so etwas in
der Lage sind??? Wir kamen leider zu spät - er war schon tot.




 

 

alltägliche Ketten"haltung" auf Teneriffa ...


Die Operation eingewachsener Halsbänder, mit  denen Jungtiere in 
den Bergen ausgesetzt werden, ist  oft die einzige Möglichkeit, um 
die Tiere vor dem Erstickungstod  zu retten. Ob die Menschen, die 
sich so ihrer Tiere entledigen  nicht  bedenken, dass das Tier auch 
irgendwann mal  größer  wird  und Halsbänder nicht mitwachsen?? 
Offensichtlich   nicht   -   aber  denken   tun   solche   Menschen 
wahrscheinlich sowieso nicht.


Hunger und Kälte in den Bergen

... denn auf den Höhenlagen des  Teide  ist  es  im  Winter  bitter 
kalt - in den Touristenzentren in Süden  herrschen  18 - 20  Grad, 
in  den  Bergen  Minustemperaturen ...  dieser  Podenco wurde  in
letzter   Minute  vor  dem  Tod  durch  Erfrieren  und  Verhungern 
gerettet.


... und so etwas nennt sich  Tierheim ....   Fäkalien  von  etlichen 
Monaten häufen  sich  in  den  Ecken,  der  Anblick  der  hier  ein-
sperrten Tiere ist erschütternd ...